AKH-Arzt: "Ich will bei einem Notfall nicht ins AKH eingeliefert werden"

11. November 2011, 06:15
  • "Ab 1.1.2012 will ich bei einem Notfall in der Nacht nicht ins AKH eingeliefert werden", sagt Friedrich Doblinski, Arzt am Wiener AKH.
    foto: der standard/newald

    "Ab 1.1.2012 will ich bei einem Notfall in der Nacht nicht ins AKH eingeliefert werden", sagt Friedrich Doblinski, Arzt am Wiener AKH.

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    Brief von Meduni Wien Rektor Schütz an die Leiter der Organisationseinheiten des AKHs.

Arzt äußert massive Bedenken gegen geplanten Personaleinsparungen

"Rektor Schütz kämpft auf verlorenem Posten", sagt Friedrich Doblinski (Anm: Name von der Redaktion geändert), Arzt im Wiener AKH, im Gespräch mit derStandard.at. Trotzdem wird es zu Personaleinsparungen kommen, Unterstützung oder gar Verständnis erhält Schütz nicht von seiner Belegschaft. 

Wolfgang Schütz, Rektor der Meduni Wien, sieht sich mit einem großen Budgetloch konfrontiert. Der Meduni fehlen 30 Millionen Euro, 20 Prozent davon sollen durch Personalabbau eingespart werden. Das Defizit wird trotzdem weiter steigen, laut Prognosen bis 2016 gar auf 100 Millionen Euro. Das AKH ist das größte Spital Österreichs und zählt zu den größten Mitteleuropas.

Doblinski: "Für eine Uniklinik sind die Zustände traurig"

Die Verantwortung liegt eigentlich beim Bund: Da die Ärzte des AKHs von der Meduni Wien bezahlt werden und das Budget der Universitäten gekürzt wird, könnten einzig Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) eingreifen. 

Doch danach sieht es derzeit nicht aus: Die Journaldienste (Nachtdienste) werden mit 1.1.2012 deutlich gekürzt, von 170 Diensten auf 148. (derStandard.at berichtete). Die Betriebsversammlung am Donnerstag brachte keine Ergebnisse, obwohl sie rege besucht war: Es sind keine Kampfmaßnahmen geplant, nur eine weitere Versammlung am 22. November, diesmal zur Kernarbeitszeit der Ärzte.

Was bedeuten die Kürzungen für den ärztlichen Betrieb im AKH? "In schlechten Nachtdiensten schläft man gar nicht und arbeitet 32 Stunden am Stück", sagt Doblinski. Die Patientenversorgung leide unter dem Personalmangel. "Für eine Uniklinik ist das traurig." Es sei nicht richtig, dass so ein Druck auf der Uni laste. Besser wäre es, die Ärzte des AKHs nicht aus dem Unibudget zu bezahlen, sondern zur Gänze vom Bund.

Personaleinsparungen lösen nicht Budgetproblem

Obwohl Doblinski Rektor Schütz Verhandlungsschwäche gegenüber Wissenschaftsminister Töchterle attestiert, möchte er auch nicht, dass der Rektor als "Buhmann" dasteht. Der Fehler liege beim Wissenschaftsminister, der sich nicht um eine ausreichende Budgetierung kümmere und damit auch die schlechter werdenden Versorgung der Patienten zu verantworten habe.

Die Primarii des AKHs würden sich weigern anzugeben, welche Leistungen in ihren Einheiten gekürzt werden sollen. Schütz betonte laut Doblinski bei der Betriebsversammlung, dass er bis dato keine Einsparungsvorschläge erhalten habe. Nun muss der Rektor selbst anordnen, welche Journaldienste wo gekürzt werden.

Die Kürzungen seien der Versuch ein Budgetproblem kurzfristig zu lösen. Dabei werde man im nächsten Jahr vor dem gleichen Problem stehen und vermutlich wieder Journaldienste kürzen müssen.

"Bei einem intensiven Wochenenddienst muss ich eineinhalb Stationen alleine betreuen. Es kann vorkommen, dass ich dann unkomplizierte Patienten nicht zu Gesicht bekomme", erzählt Doblinski aus der Praxis. Das sei eine Zumutung für die Patienten. Dabei betont der Arzt, dass er nicht über seine Arbeit jammern möchte. "Ich mache meinen Job gerne, aber ich will ihn auch gut machen." Unter diesen Voraussetzungen sei es fast unmöglich. Wie das in Zukunft funktionieren werde, kann er sich nicht vorstellen.

"AKH ist kein Unternehmen, sondern eine Sozialeinrichtung"

Auf die Frage, ob er sich selbst im AKH behandeln lassen würde, antwortet der Mediziner zögerlich. "Untertags ja, aber ab 1.1.2012 (Anm: Kürzung der Journaldienste tritt in Kraft) will ich nicht bei einem Notfall in der Nacht ins AKH eingeliefert werden und auch nicht operiert werden." Dann fügt er hinzu: "Ich will aber auch nicht von mir selbst behandelt werden, wenn ich 26 Stunden wach bin." Es liege aber nicht an den Ärzten, die dort arbeiten, sondern an den Rahmenbedingungen.

Das AKH genießt in der Öffentlichkeit und bei Ärzten einen ausgezeichneten Ruf - besonders in der Notfallversorgung. Viele Ärzte, auch aus Niederösterreich schicken Notfälle in das AKH. Dabei könne die Versorgung, die erwartet werde, nicht gewährleistet werden.

Es werde darauf hinauslaufen, dass Patienten mit keinem akuten Leiden nachhause geschickt werden. "Wenn ich einen Patienten mit hohem Fieber, Krampfanfällen und daher Panik untersuche, will ich nicht die Entscheidung treffen, ihn mit einem Medikament einfach nachhause zu schicken. Es wäre viel besser den Patienten stationär aufzunehmen."

Für ihn ist das AKH kein Unternehmen, sondern eine Sozialeinrichtung. "Österreich ist zu reich dafür, um an der Patientenversorgung zu sparen." (red, derStandard.at, 11.11.2011)

Hintergrund:

Die Kernarbeitszeit dauert unter der Woche von 8 bis 16 Uhr, Nachtdienste nicht einberechnet.

Nachtdienste, eben jene Journaldienste, dauern unter der Woche 32 Stunden. Der Dienst beginnt um 8 Uhr und endet erst am nächsten Tag um 16 Uhr.

Am Wochenende ist der Dienstantritt am Samstag um 8 Uhr, erst Montag um 8 Uhr ist Dienstende und dauert daher 48 Stunden.

Ein bis zwei Nachtdienste macht ein Assistenzarzt in der Woche, die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei sechs pro Monat.

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wird er eh,

wenn er die ausbeutung überlebt, lange genug seinem primar in den hintern kriecht und dessen drecksarbeit miterledigt, dann wird er eh so um 50 herum selbst zum primar, hat eine praxis mit privatpatienten (irgendwie müssen die klassezimmer auf der station ausgelastet werden!), etliche mitarbeiter für die dreckarbeit und mehr geld, als er je in seinem restleben ausgeben kann...
...wenn er es erlebt...

11.11.2011, 16:54
Mal so zur Aufklärung einiger Unwissender....

Bin Assistenzarzt an einer österr. Uniklinik.

Grundgehalt für 42.5h: ziemlich genau 1800€
Gesamtgehalt bei 3-4 Nachtdiensten im Monat: rund 2100€ für ~280 Stunden im Monat.

Wissenschaftliche Arbeit erfolgt ohne jede Abgeltung in der Freizeit, Nachtdienste werden rechtswidrig nicht als Arbeitszeit bezahlt, in vielen Diensten kommt man kaum zum Schlafen (heute Nacht bei mir insgesamt 3.5h)...

REALER STUNDENLOHN (also wenn Wissenschaft miteingerechnet, die Vorraussetzung für Vertragsverlängerung ist) bei mir im Schnitt 7.5€ inkl. Nachtdienste und Zulagen!

Für unter 8€ hab ich im Studium keine Jobs angenommen, jetzt verdien ich real (und nicht auf dem Papier) auf Putzfrauenniveau. Und das bei einem wirklich hartem Job!

Dann wären ärzte mal so selbstlos...

LOL

Kann ich bestätigen.

War selbst Ausbildungsassistent auf der Internen Abteilung. Die Schwestern haben mich ausgelacht, als wir über unsere Gehälter diskutiert haben,...

Leute

genauso geht der liebe, gütige Vater Staat mit seinen Mitarbeitern um. Und ihr fürchtet Euch vor den bösen Unternehmen. Ein privates Unternehmen kann soetwas niemals gegenüber einer qualifizierten Person bringen - weil es nicht auf das Unternehmen angewiesen ist und sofort Arbeitgeber wechseln kann.

Als Arzt aber ist man dem Staat völlig ausgeliefert. Man kann als junger Arzt nirgends anders arbeiten --> und man sieht wie Vater Staat seine Position aufs schamloseste ausnutzt...

lieber general, ein blick nach deutschland genügt, um zu wissen, dass krankenhausprivatisierung die arbeitsbedingungen nur verschlechtert. unsere einzige chance auf verbesserung ist der sich nun einstellende ärztemangel.

Selbst schuld. Wer seinen Arsch nicht ins Ausland bekommt...

Mein Mitleid hält sich in Grenzen:

Das ist alles nicht neu und KEIN Arzt, nicht mal in Wien, MUSS unter diesen primitiven Bedingungen arbeiten.

Ach ja, dafür ist man an einer "Weltklinik" (wenigstens aus Wiener Sicht) und darf ein bisserl herumscientifizieren. Wunderbar: Auf Putzfrauenniveau !

Also: Selber schuld !

bei mir hat deine ewige frustrationsgeladene Provokation gezogen, ich bin richtig wütend auf dich und deine ewigen "selber schuld wennst in ö bleibst du loser" Bonmots geworden… zum Glück bist du abgeposcht, ich erinnere mich an vergangene posts, in den Osten Deutschlands, gell? zum Glück habe ich mehr im leben als die Arbeit und bleibe trotz widriger umstände am Arbeitsplatz bei meinen freunden, meiner Familie und da wo ich wirklich gerne bin, in Wien, auch wenn´s bedeutet dass es am Arbeitsplatz alles andere als rosig ist. immerhin hab ich aber ein "privat"leben in dem ich keine Kompromisse machen musste!!!

Eigenartig, die meisten meiner Freunde klagen mehr über den Mangel an Privatleben, welches ohnehin durch tägliche Frustration am Arbeitsplatz schwerst in Mitleidenschaft gezogen wird. Du scheinst also eine Ausnahme zu sein, Gratuliere!

stimmts:

sie tun sich diese belastung zu diesem entgelt an, weil sie davon ausgehen, in 15-25 jahren selbst einer der 'oberen' zu sein und dann für wenig arbeit so richtig abzucashen... stimmts oder hab ich recht?

weil wenn nicht: dann sollten sie künftig auf der psychiatrie tätig werden, als patient!

sorry to say: ihr 'systemerhalter' habt einen totalen klescher und man sollte euch noch viel viel mehr ausnützen!

...ihnen hinterherzuarbeiten ist sicherlich auch (k)eine (einfache) schmutzarbeit...!

"in vielen Diensten kommt man kaum zum Schlafen (heute Nacht bei mir insgesamt 3.5h)..."

Mit Verlaub:

DAS kann kein Argument sein.

Normalerweise (ausser vielleicht im Krankenhaus) hat man im Dienst zu arbeiten.

Würden Sie Ihr Vorbringen ernst meinen, würde das tief blicken lassen.

Journaldienste werden auch viel schlechter bezahlt als beispielsweise der Schichtdienst in der Schwerindustrie.

Er gilt als "Bereitschaft" mit Anwesenheitspflicht. Offensichtlich geht man davon aus, dass da nichts zu tun ist. Es kommt daher ganz wesentlich auf das Fach an, in welchem man arbeitet.
Und die € 3,5, die der Diensthabende pro Stunde im Nachtdienst verdient, bekäme er auch zu Recht, wenn er überhaupt nichts zu arbeiten hätte, während dieses Jurnaldienstes.

"Im nachtfdienst

ich glaub Ihnen das aufs wort, bekannte berichtete ähnliches.

was sagt die gewerkschaft dazu?

Warum sollen die was sagen?

Er ist Arzt, nicht Lehrer, Beamter oder Postler...

ja - nix natürlich!

die fühlen sich für uns nicht zuständig, weil wir ja die "tolle" ärztekammer haben (selbst erlebt)

Ich habe auch schon einige Schauergeschichten über das Wiener AKH berichtet bekommen.

Ich finde das ein Krankhaus ein Schichtmodell braucht. In einer Voest Funktoniert es auch oder in anderen Betrieben.

Weiter sollte das Arbeitszeitsgesetzt ziehen und solche extremen Arbeitszeiten vermeiden.
Jedem Schichtarbeiter mutet man nur 8 - 10 Stunden zu.

Menschenleben sind meiner Meinung wichtiger als, wirtschaftliche Interessen.

ärzte haben aber, im gegensatz zu den metallern, keine gewerkschaft

denn die ärztekammer ist viel zu beschäftigt damit gegen radfahrer vorzugehen und vor handystrahlen zu warnen, als sich um die katastrophalen arbeitsbedingungen der ärzte zu kümmern.

außerdem ist der wert der arbeit total im keller, da es viel zu viele ärzte gibt. gleichzeitig gibt es für einen arzt nicht wirklich eine alternative zum spital.

deswegen können die spitäler machen was sie wollen.

Elga bitte nicht als neuen Drachen

vergessen, gegen den gekämpft werden muß......

geldumverteilung stimmt schon lange nicht

...

ich finde den arzt strafbar...

...

komisch die pressefreiheit bedeutet wohl, dass grobe fahrlaessigkeit jetzt nicht strafbar ist...

Unfassbar!

Die Kartengeber im Casino werden nach 1,5 Stunden wegen fehlender Konzentration ausgetauscht, aber ein Arzt, der bereits 30 Stunden dienst hat, darf mein Schädeltrauma operieren? Wow.

wenn Sie jemand "wichtiger" sind, ruft man schon den ausgeschlafenen Spezialisten ;-)

Werden's also Poliddiga.

Mit dem unterschied -

dass croupiers mit "wertvollem" geld hantieren...

solche vergleiche finden wir, wo wir auch hinschauen mit kritischem blick!

ein vergleich , der sich sehen lassen kann
genial

Haben die Ärzte keine Gewerkschaft?

Ich als Außenstehender kann Krankenhaus-Ärzte voll und ganz verstehen. Ich will nicht nur nicht von 24-Stunden-Dienst Ärzten behandelt werden, ich sehe auch zu 100% ein, dass die Ärzte unzumutbare Arbeitsbedingungen haben zu vergleichsweise lächerlichen Entlohnungen, die Lebensqualität sinkt und viele von dene sterben höchstwahrscheinlich mit 50 am Herzinfarkt (in der nahen Bekanntschaft schon vorgekommen).

nix neues
meine sind tierärzte den job wünsch ich keinem an den hals not dienste um 22:00 operieren abgesehen davon dass es keinen kassenvertrag gibt und die meisten "kunden" nicht zahlen aber sonderwünsche haben

naja, ein stück zucker sollte für den braven gaul doch drinnen sein...

Eine Standesverstretung haben die Ärzte in Österreich, welche durch Zwangsmitgliedschaft gesichert wird, bzw. werden die Pensionen von Dorner und Co. damit gesichert. Was wohl der einzige Sinn und Zweck der ÄK darstellt, denn für die angestellten Ärzte interessiert sich die Zwangskammer nicht im geringsten, wie man an Arbeitsbedingungen, katastrophaler Ausbildungsqualität im Turnus, also beschämenderweise Allgemeinarzt usw. unschwer erkennen kann. Derweilen unterstützt die Kammer junge Ärzte darin, dass sie die Emigration nach Deutschland erleichtert und ansonsten durch Passivität glänzt. Unfassbar, dass österreichische Ärzte nichts dagegen unternehmen und brav mitmachen...

Der Herr Schütz will ab 1.1.12 nicht ins AKH eingeliefert werde?

Ich schon lang nimmer.
Ich war zwar heuer schon das dritte Mal im Spital, aber Gott seis gedankt, ich bin kein Wiener. Mir hats AKH mit Sohnemann Nr 2 schon gereicht.

Und die langen Dienstzeiten? Na, das ist doch gleich abgestellt: 3-Schichtbetrieb mit 8 Stunden und schon sind alle zufrieden. In der Fabrik gehts ja auch...

Also einen Dreischichtbetrieb stelle ich mir sehr ineffizient vor, es sei denn, man scheut dabei die Kosten nicht :-)

Denn: 3 mal täglich Patientenbesprechungen ...die dann ja unerlässlich wären, Nachtdienstzulagen... so viele Ärzte haben die Spitäler nicht.

3xtäglich sich mit Patienten beschäftigen - wie ineffizient!
Und bei 3-Schichtbetrieb wirds finster, wärend es bisher immer durchgehend taghell war? Denn anscheinend fällt nur bei 3-Schichtbetrieb ein Theil der Dienstzeit in die Nacht.
Die Portiere in den KH hat man auf 3x 8 Stunden umgestellt, die Ärzte haben sich dagegen erfolgreicher gewehrt. Dürft die lange Dienstzeit doch eher ein Vortheil sein, odr?

Schon vor etlichen jahren-

- war es zumindest abends in der notfallaufnahme unzumutbar - für Patienten!

Nur das man in der fabrik mehr zahlt kriegt als im kh....

Na dann, was hält Sie?

"Die Einnahmen des Bundes aus Steuern und Abgaben sind in den ersten drei Quartalen um 3,5 Mrd. Euro bzw. 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen."

Aber die 30 Mio für das größte Spital Österreichs sind da natürlich trotzdem nicht drinnen.

Nur dann, wenn in Summe die Schulden, übernommene Haftungen etc auf unter 60% des BIP gefallen sind und die Neuverschuldung nicht mehr als 3% beträgt.
Aber das wissens ja eh, odr?

Arbeitszeit

Gastgewerbe Höchstarbeitszeit laut Kollektivvertrag pro Tag 12 STUNDEN!
Ärzte 24 bzw. 32 Stunden durchgehend!
Das muss mir mal einer erklären!

Papier ist geduldig...
Kollektivvertrag ist nicht gleich gelebte Realität und Berufsalltag, auch in anderen Branchen nicht.

verschiedene Gründe

1. Grundlohn der Jungärzte mies
1a. nur durch zusätzliche (!) Dienste = Nachtdienste weitgehend gutes Einkommen (darf man sich aber besser nicht den geringen Stundenlohn ansehen)
2. Kontinuität ist auch kein Fehler
3. Ausbildungsqualität geht nur über den Faktor Zeit
4. auch um @Der Schronk 's Frage zu beantworten: Gewerkschaft definitiv NEIN, denn die Ärzte sind eine Neid-Ärger-Gesellschaft in sich und erst recht dieser im Allgemeinen ausgesetzt, somit gibt es nur angreifbare Einzelkämpfer
5. der Patient wird den meisten Ärzten schon nach dem Studium ein Greuel (ich sag nur: GOMER)
5. die Wenigen die was sagen könnten oder deren Stimme Gehör finden könnte sind so abgehoben und spielen in einer anderen Liga (Einkommen...)

let my gomers go

ad 4.: man sollte wirklich den medizin-studenten noch vor dem 1. abschnitt "house of god" als pflichtlektüre auferlegen - wenn´s das wirklich wollen, können´s ja zum studieren anfangen, sie jedenfalls wären gewarnt!

Stundenlohn der Ärzte

Ich würde sagen, durchschnittleich Spitalsäzrte verdienen in der Stunde incl. der Dienste € 15.- bis € 20.- netto.

ich würde sagen, bevor man sich einfach was aus den fingern saugt, sollte man mangels info informationen sammeln, statt schwachsinn hinauszutröten. mein stundenlohn als oberarzt einer akutabteilung betrug etwa 10-11 €.

und ich würde sagen, sie fantasieren ...

Theoretisch

...nur daß sich im Gastgewerbe wenige um die Spielregeln kümmern. Wer aufmuckt wird gefeuert. Wer Krankenstände zu "unpassender Zeit" meldet dto..

Die SChulmedizin muß sich wohl überlegen, ob Medizin andern in ihrer Notlage helfen soll -oder börsennotierten Unternehmen möglichst viel Profit und dem Staat möglichst wenig Kosten verursachen soll.
Grundfrage auch, ob profitieren von den Notlagen anderer (+Erpressung) nicht grundsätzlich ethisch fehlorientiert ist.

derStandard, 22Juli2011: "Mit dem ... zweiten Rettungspaket steigt der österreichische Beitrag für die Griechenland-Hilfe auf rund 3,4 Milliarden Euro. Bisher wurden bereits 1,4 Milliarden Euro ... an die Griechen ausbezahlt."

derStandard, heute: "Der Meduni fehlen 30 Millionen Euro"

das ist 2% der bisher ausbezahlten Krediten an Griechenland. Schande auf euch!

N.B: Nach einem Unfall Ende April wurde ich von Christophorus9 fast tod in die AKH geliefert und habe nach mehreren OPs einen ganzen Monat auf Intensiv (13C1) verbracht. Ich werde euch auf ewig und immer dankbar sein, ihr habt mein Leben gerettet. Kein Geld dieser Welt kann bezahlen, was ihr leistet, noch dazu unter den gegebenen Umstaenden.

Nichts macht weniger Sinn, an der Qualitaet und Arbeitsbedingungen des Personala im Gesundheitssektor zu sparen.

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