Entführungen von jungen Frauen wird der Kampf angesagt

10. November 2011, 17:28
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Jährlich werden bis zu 16.000 Frauen entführt und zur Heirat gezwungen - Aktionsmonat für ein Ende Missbrauchs

Bischkek - Nach jahrelanger Kritik von MenschenrechtlerInnen hat die mittelasiatische Republik Kirgistan (Kirgisistan/Kirgisien) erstmals dem traditionellen "Brautraub" den Kampf angesagt. Jährlich würden bis zu 16.000 junge Frauen in der Ex-Sowjetrepublik von Männern entführt und zur Heirat gezwungen, kritisierte das Büros des Ombudsmanns der Republik am Donnerstag in der Hauptstadt Bischkek. Diese grobe Menschenrechtsverletzung sei Thema eines staatlichen Aktionsmonats, um den Missbrauch zu beenden.

Sicherheitskräfte, das Bildungsministerium sowie Nichtregierungsorganisationen würden sich an der Aufklärungskampagne beteiligen, hieß es. Nach Darstellung von MenschenrechtlerInnen hatte der traditionell übliche Brautraub in den vergangenen Jahren immer schlimmere Ausmaße angenommen.

Selbstmorde

Einheimische schilderten, dass viele Mädchen sich aus Verzweiflung das Leben nehmen würden. Viele Frauen würden in diesen Zwangsehen vergewaltigt und geprügelt.

Kirgistan hatte als erstes Land Mittelasiens eine Demokratie nach westlichem Vorbild eingeführt. Die sozialdemokratische Führung in Bischkek bekennt sich zu westlichen Werten. (APA)

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