Staatssekretär Waldner

Serbien verdient EU-Kandidatenstatus

10. November 2011, 16:29

Österreichischer Außenamts-Staatssekretär für baldige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Belgrad

Tirana - Serbien verdient den Status als EU-Beitrittskandidat. Das bekräftigte Außenamts-Staatssekretär Wolfgang Waldner (V) am Donnerstag in einer Rede vor einer internationalen Konferenz zum Thema Demokratisierung auf dem Westbalkan in der albanischen Hauptstadt Tirana. "Wir unterstützen auch die baldige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen (mit Serbien)."

Waldner erwartet sich allerdings, dass Belgrad "konkrete Schritte zur Normalisierung der Beziehungen mit dem Kosovo unternimmt". Dazu gehöre eine "konstruktivere Herangehensweise" an die Frage des mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo. "Es ist daher im Eigeninteresse Serbiens, den Dialog mit Prishtina (Pristina) wieder aufzunehmen und konkrete Lösungen für jegliche Fragen, die noch immer ungelöst sind, zu erreichen und bisher erreichte Vereinbarungen voll umzusetzen."

Aufnahme des Kosovo in EU-Prozess

Waldner sagte explizit nicht, dass diese Normalisierungsschritte mit dem Kosovo eine Voraussetzung für einen serbischen EU-Kandidatenstatus oder die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen seien.

In Sachen EU-Annäherung des Kosovo sprach sich der Staatssekretär für die Aufnahme des Kosovo in den EU-Prozess, der zu einer Visa-Liberalisierung führt, aus - "sobald wie möglich". Der Kosovo, der von fünf EU-Staaten nicht anerkannt wird, "ist eine bedeutende Herausforderung für die EU-Außenpolitik. Die Unabhängigkeit ist ebenso ein Faktum wie die Grenzen". Wenn der Kosovo und Serbien ihr Probleme beilegten und einen friedlichen, stabilen, sicheren und prosperierenden Raum für alle Menschen im Kosovo, Unabhängigkeit von religiöser und ethnischer Zugehörigkeit schafften, "werden beide Länder viel näher bei der EU sein". Waldner sprach sich daher für die Wiederaufnahme des unterbrochenen Dialogs zwischen Belgrad und Pristina aus.

Der Außenamts-Staatssekretär betonte in seiner Rede die Unterstützung bei der EU-Annäherung, die Teilnahme an internationalen Friedensmissionen und Direktinvestitionen als Säulen der österreichischen Südosteuropa-Politik. Als Herausforderungen, die die Westbalkan-Länder auf dem Weg in die EU noch zu erreichen hätten, strich Waldner vor allem Medienfreiheit, regionale Zusammenarbeit und Versöhnung sowie die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit hervor.

Waldner will eine Erweiterungsmüdigkeit sowohl bei den EU-Mitgliedern als auch bei den EU-Bewerbern nicht akzeptieren. "Wir dürfen in unseren Bestrebungen den gesamten Kontinent zu vereinen, nicht nachlassen", sagte er. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2
Bari
 
1431
11.11.2011, 14:45
verdient?

Reden wir doch mal klartekst, russland will in Südserbien den grössten Stütztpunkt ausserhalb Russland bauen, und die EU versucht nun mit allen mitteln den kleinen Satelliten für sich zu gewinnen, auch wen der kleine Satelit kriminelle Banden in Kosovo unterhält die auf Europäische Soldaten mit Waffen schiessen? Wen das Verdienen ist, dann kann man ja auch mit dem Iran oder Belarus Beitrittsverhandlungen starten.Aber das ist unsere Weltpolitik, die kleinen sind nur Spielball für die Grossen, die Menschen in Kosovo, ob Serbe oder Albaner sind die, die für alles zahlen müssen, nicht die feinen Herren in Belgrad, Brüssel, Washington oder Moskau, die trinken lieber Senkt und feiern BungaBunga.Hoch Lebe die heuchlerische pseudo internationale!

voodoo
01
14.11.2011, 21:50

Schon bissle auffällig....
Diese Flut von grünen Strichelchen......
Und das auf einmal......
Plötzlich, einfach so.........
:-)

Stani83
17
11.11.2011, 19:28
Soe viel zusammenhanglosen Blödsinn lese ich sonst nur von Krasniqi

Jehona Jericho
50
14.11.2011, 08:54
werspeibtschowieder?stani83.

Stani83
01
14.11.2011, 09:28
LOL Was Besseres ist Ihnen nicht eingefallen? Seien Sie doch etwas kreativer ;)

Übrigens es ist echt unfassbar dass Sie das Verbrechen in Mitrovica mit den 1990er Jahren zu rechtfertigen versuchen

Jehona Jericho
00
14.11.2011, 16:02
:)

mitrovica war ja mittendrinnen, oder nicht?

Stani83
00
14.11.2011, 20:53
Wo war Mitrovica mittendrinn?

Sie haben den Mord von letzter Woche (2011) mit den Ereignissen der 90er Jahre gerechtfertigt. Können Sie mir da einen Zusammenhang erklären?

voodoo
02
13.11.2011, 11:15

Der war ja auch derjenige, der grün gegeben hat ;)

Bari
 
20
12.11.2011, 16:58
Über den Tellerrand hinaus.....

Überrascht dass Sie so wenig über den Konflikt und deren Hintergründe wissen, obwohl sie aus serbien stammen

Wiener Kommentar
17
11.11.2011, 16:24

Sorry! Selten so viel Mist auf einmal gelesen.
Wie ist denn Ihr Vorschlag zum Problem in der EU oder in der Weltpolitik so wie Sie es schreiben?

verleih nix
00
11.11.2011, 09:42
war das seine erste öffentliche meldung seit amtsantritt?

irgendwas dürfte ihn diese woche jäh aus dem büroschlaf gerissen haben. staatssekretär für die övp ist wirklich kein einfacher job.

Johannes Benn
00
11.11.2011, 00:44
.

jedenfalls wuerde es sinn machen ersteinmal alle europaeischen laender inklusive balkan und teilen des kaukasus aufzunehmen bevor man mit asiatischen laendern anfaengt

binGeladen
00
11.11.2011, 11:07

na klar und du zahlst dann alles ;)

Johannes Benn
00
12.11.2011, 01:04
.

das wuerde immer noch billiger kommen als ganz ostanatolien mit moderner infrastruktur zu versehen

Superserbe reloaded
3312
10.11.2011, 22:40
nein danke, waldi!

jetzt ja konsequent bleiben und der spuk ist mit dem ultimatum am 7.12. vorbei ...

für beide seiten ...

auf eine tolle nachbarschaft serbien-eu!

mfg,

ps: kosovo war nie, ist nicht und wird nie unabhängig sein!

pps: beim zusammenpacken bitte das licht anlassen, in der serbischen provinz wartet viel arbeit ...

uruguay
 
28
10.11.2011, 21:24
Draga Srbija,

lasst es lieber sein...was wollt ihr denn auf einem sinkendem Schiff..???
Ihr werdet ganz sicher herumschikaniert wie die Türkei!
Pozdrav veliki

Seria
22
10.11.2011, 21:19

ehe den Serben zu viele rechte eingeräumt werden und weitere Länder aufgenommen werden sollten die EU Verträge renoviert und Veto einzelner Staaten abgeschafft werden. Eine EU Zentralregierung ist zu etablieren mit gemeinsamer Aussen, Finanz u Verteidigungspolitik.
Serbien mit den jetzigen Regeln zun Vollmitglied zu machen gäbe ein Disaster

Lotte Nexa
12
10.11.2011, 20:51
Die Serben

werden uns herausreissen.

barney
98
10.11.2011, 17:30
Hereinspaziert!

"Serbien verdient EU-Kandidatenstatus"

Ja genau, nur herein in die gute Stube!
Man faßt es nicht: die unkontrollierte, manische EU-Erweiterungsorgie hat uns die größte Krise seit den 1930er-Jahren besorgt, und ein paar Unbelehrbare lassen trotzdem nicht locker!

Stani83
00
14.11.2011, 11:01
Ich finds erschreckend dass Sie die Erweiterungspolitik für die Wirtschaftskriese verantwortlich machen

Zeigt dass Sie sehr wenig Ahnung von Wirtschaft haben

Wiener Kommentar
01
11.11.2011, 16:20
Bitte nicht alle in einen Topf werfen!

Staatsschulden (% v BIP):
Serbien 35%
Österreich 60%

Ich glaub nur Luxemburg (ein einziges der 16 Euro-Länder) hat weniger Schulden im Vergleich mit Serbien.

uruguay
 
00
13.11.2011, 12:20
Herein in die "gute Stube"..???

Welche "gute Stube" meinst du denn?

Thomas Felder1
11
11.11.2011, 08:42

falsch, nicht die Erweiterung hat diese Krisen besorgt, sondern die tolle Wirtschaftsreligion

st82
12
10.11.2011, 20:32

1930 war auch die euerweiterung schuld an der finanzkrise. das dürfen wir nie vergessen! immer diese yugos und der ostblock. polen hat als erster geschossen und wir waren opfer

the_suck
00
10.11.2011, 23:36

Godwin hat halt einfach recht

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.