ÖGB klagt Verzetnitsch

10. November 2011, 16:20
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Startschuss zur dritten Prozessauflage am 7. Dezember

Wien - Jene Zehn-Millionen-Euro-Schadenersatzklage, die der ÖGB gegen seinen früheren Präsidenten Fritz Verzetnitsch und auch gegen die frühere BAWAG-Spitze angestrengt hat, lebt wieder auf. Der Startschuss zur bereits dritten Prozessauflage wird am 7. Dezember im Wiener Handelsgericht über die Bühne gehen, berichtet die Tageszeitung "Die Presse" in ihrer Freitagausgabe.

Hintergrund sind die Schäden, die durch die Spekulationsverluste der ehemaligen Gewerkschaftsbank BAWAG in den Jahren 1998 bis 2000 entstanden sind, Verzetnitsch ist wegen der von ihm abgegebenen ÖGB-Garantie für die Bank angeklagt. Auf Seiten der früheren BAWAG-Manager sind laut Bericht die beiden Ex-Vorstandschefs Helmut Elsner und Johann Zwettler sowie die Ex-Vorstände Hubert Kreuch, Josef Schwarzecker, Christian Büttner und Peter Nakowitz beklagt.

Bei den vergangenen beiden Prozessen war es dem ÖGB nicht gelungen, bestimmte Schäden, die durch die umstrittenen Karibik-Sondergeschäfte entstanden waren, den Beklagten konkret zuzuordnen. Mittlerweile gebe es aber ein OGH-Urteil, das grundlegend feststelle, dass derartige Schadenersatzansprüche nicht von der Hand zu weisen seien.

Die Forderung von zehn Millionen Euro sei ein frei gewählter Teilbetrag, der der Klage zugrunde liegende Schaden betrage eigentlich 280 Millionen Euro. "In diesem Umfang, so die Klage, seien im Jahr 2005 praktisch wertlose Kreditforderungen der Bawag in die Sphäre der Eigentümerin (AVB Holding) verlagert worden", berichtet die "Presse". (APA)

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