Werbung mit prügelndem Weihnachtsmann und Christkind erhitzt Gemüter

10. November 2011, 14:42
40 Postings

Szenen werden geschwärzt und Spot in ein bis zwei Wochen ausgetauscht - Telering entschuldigt sich

Nach massiver Kritik besorgter Fernsehzuschauer werden jene zwei Werbespots des Mobilfunkbetreibers telering, in denen sich Weihnachtsmann und Christkind wechselseitig verprügeln, gestoppt. Darauf haben sich die Geschäftsführungen von T-Mobile, wozu telering gehört, und Österreichischem Werberat am Donnerstag verständigt. T-Mobile wird in einem ersten Schritt die inkriminierten Gewaltszenen mit Schwarz überblenden und innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen einen "neuen, gänzlich gewaltbefreiten Spot" on Air bringen.

"Humor"

T-Mobile sei von der massiven Kritik überrascht gewesen, hieß es in der auf der Website des Werberats veröffentlichten Stellungnahme. Man habe mit der aktuellen Werbung "nur eine das ganze Land Jahr für Jahr spaltende Frage auf humorvolle und überzeichnete Art beantworten" wollen, nämlich: "Wer bringt denn nun in Österreichs Haushalte die Weihnachtsgeschenke? Das Christkind oder der Weihnachtsmann?". Die aktuelle Kampagne sei stark ironisch überzeichnet und habe diese Frage "humorvoll und unterhaltsam thematisieren und keinesfalls Gewalt verherrlichen oder mit Traditionen und religiösen Ansichten brechen" wollen.

Kritik

Dennoch nehme man die Kritik der Konsumenten ernst, weshalb nicht nur die Werbung zensuriert und schließlich ausgetauscht wird, sondern sich T-Mobile auch bei kritischen Kunden "soweit uns namentlich und persönlich bekannt" entschuldigen will. Man bedaure insbesondere für Eltern und deren Kinder zu weit gegangen zu sein. (APA)

  • Die meisten Beschwerden richten sich gegen die Verunglimpfung religiöser Symbole und die Verherrlichung von Gewalt, Egoismus, Gier und Respektlosigkeit. Vor allem Eltern verbitten sich den Spot, der ihre Kinder verstöre

    Die meisten Beschwerden richten sich gegen die Verunglimpfung religiöser Symbole und die Verherrlichung von Gewalt, Egoismus, Gier und Respektlosigkeit. Vor allem Eltern verbitten sich den Spot, der ihre Kinder verstöre

Share if you care.