Britische Streitkräfte werden aus Deutschland abziehen

11. November 2011, 06:15

Großbritanniens größter militärischer Stützpunkt im Ausland liegt nach wie vor in Deutschland - Bis 2020 sollen 20.000 Soldaten heimkehren

Zweiter Weltkrieg und kalter Krieg entschwinden langsam aber stetig dem Kurzzeitgedächtnis der Europäer, aber 20.000 britische Truppen, die nach wie vor in Deutschland stationiert sind, erinnern noch daran.

In den nächsten Jahren soll sich das zügig ändern, plant doch das britische Verteidigungsministerium, die auswärtsstationierten Soldaten schon bis 2020 vollständig abzuziehen. Ursprünglich hätte die Stationierung bis 2035 anhalten sollen, massive Einsparungen im Verteidigungsbereich haben einen vorzeitigen Abzug unvermeidbar gemacht. Den Anfang machen ab nächsten Jänner 1800 Soldaten aus Gütersloh. Bis 2015 sollen 8200 weitere Soldaten folgen. Teilweise werden die verlassenen Stützpunkte an die Deutschen zurückgegeben, teilweise aber auch geschlossen.

Keine Aufgaben mehr

Ursprünglich waren die Truppen nach dem zweiten Weltkrieg stationiert worden, um das Land zu stabilisieren. Sie blieben allerdings, als sich der Kalte Krieg abzeichnete. "Seit dem Ende des Kalten Krieges sind nun 30 Jahre (sic!) vergangen und mittlerweile kann man wohl festhalten, dass es eigentlich keine Aufgabe für unsere Truppen mehr in Deutschland gibt, obwohl es doch anfangs noch unsicher war, was in den Jahren nach dem Krieg passieren wird", meint Malcolm Chalmers vom Royal United Services Institute gegenüber der britischen Zeitung Guardian.

Das britische Militär befindet sich derzeit in einer großen Umbruchsphase, da an allen Ecken und Enden eingespart werden soll. Der ehemalige britische Verteidigungsminister Liam Fox hat vorgegeben, dass das britische Heer von 100.000 auf 82.000 Personen reduziert werden muss. Diese allgemeinen Kürzungen erleichtern nun auch den Rückzug der Truppen. Aus Zypern sollen ebenfalls einige Einheiten der britischen Armee heimgeholt werden.

Armee ist großer wirtschaftlicher Faktor für Deutschland

Deutschland selbst sieht den Abzug mit einem lachenden und weinenden Auge, wird es deshalb doch vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, wo die Stützpunkte liegen, wirtschaftliche Einbußen geben. Bis zu 1,3 Milliarden Euro haben die Briten dort wirtschaftlich gesehen beigesteuert. Der Bürgermeister von Bergen, ein Ort der in der Nähe vom Stützpunkt Bergen-Hohne liegt, meint dazu: "Das ist der größte Umbruch für uns seit dem zweiten Weltkrieg. Die Briten, die hier mit uns lebten, waren und sind ein großer Bestandteil." Seine Befürchtung: die Bevölkerung werde um ein Drittel schrumpfen, 20 bis 40 Prozent der lokalen Betriebe in Bergen wohl pleite gehen. Immerhin 43.000 Menschen - rechnet man Familien und Kinder der Soldaten mit -, haben die britische Krone in Deutschland vertreten und sind als wirtschaftlicher Faktor nicht zu unterschätzen. (ted/derstandard.at, 11.11.2011)

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Die Truppen sind dann zum...

leide aller, in deutschland gemachten freunde weg,aber die kriegsschulden von ww2 geh'n weiter......

Man wird nun 9 Jahre Zeit haben sich wirtschaftlich neuzuordnen. Mal sehen , ob das den Gemeinden gelingen wird.

In den nächsten Jahren soll sich das zügig ändern, plant doch das britische Verteidigungsministerium, die auswärtsstationierten Soldaten schon bis 2020 vollständig abzuziehen.

was soll daran zügig sein?

:-)

So langsam bleibt wirklich nur mehr der Vatikan über, der auf seinem Staatsgebiet noch ausländische Soldaten stationiert hat.

aus der kolonialisierung wird eher nix mehr werden

also ist es vermutlich wirklich besser, die besetzung zu beenden.

welche `besetzung`, die britischen -ebenso wie amerikanischen- sind in der region integriert, ein wirtschaftsfaktor und besitzen keine militärgewalt.

ich fürchte sie sind sich dem begriff " besetzung" nicht bewusst.

welche "besetzung"? die besetzung der kasernen?

besetzung nennt man die stationierung von soldaten auf fremdem hohheitsgebiet gegen den willen des betroffenen staates

haben sie den Artikel gelesen?

Die freuen sich über die Briten, die viel Geld bringen.

absurd, nicht?

nein, da muessen sie sich ein bisschen weiterbilden.

ein hauch von geschichte zieht durchs land

wer hätte vor 60 jahren gedacht dass die briten und die deutschen mal so gute freunde werden...
aus den befreiern sind über die jahre alliierte geworden

hab schon bessere Freunde gesehen...

ja?

wo? *g*

befreien uns von den schweinsköpfen und verzeihen uns die abscheulichsten taten...dann bekommen wir noch den marshall plan

den menschen musst du mir erst mal zeigen der dich zu deinem freund macht nachdem du ihn umbringen wolltest und du fast erfolgreich warst dabei

also...bring it on...

Jedenfalls keiner unter 60.

Ist das nicht etwas voreilig?

;-)

Wir sollten den Briten ein Angebot machen.

20.000 Zwangstouristen hätten schon einen gewissen Reiz.

is das nicht ein bisschen verfrüht ?

Wird Radio BFBS in D dann eingestellt?

Vermutlich schon, ja.

in deutschland juckt es niemanden,

ob dort amerikaner oder briten stationiert sind.

wer etwas anderes behauptet, ist nicht ernst zu nehmen.

rücken sie ab, ist es ok. blieben sie dort, ist es ok. that simple.

grüsse an die ewig gestrigen im forum!

für mich hier im nachbarland Ö ist es sehrwohl wichtig. insbesondere will ich nicht dass da drüben haufenweise nuklearwaffen sind!

naja die "haufen" an nuklearwaffen sind mitlerweile eh weg und die wenigen die bleiben (nukleare teilhabe) liegen in sonderwaffenlagern unter dem fliegerhorst büchel.(und die bleiben da bitte auch)

Es gibt noch mehr. Eigentlich brauch man nur zu schauen wo die Untergruppen der 38th Munitions Support Group stationiert sind und dann weiß man wo in D die A-Bomben lagern.

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