Niedrigere Erfolgsrate bei Frauen

10. November 2011, 13:58
posten

Analyse der Ergebnisse bei mehr als 600 Patienten in Wien

Wien - Da müssen wahrscheinlich Strategien entwickelt werden, um speziell bei Frauen die Erfolgsraten zu verbessern: Wiener Herz-Thorax-Chirurgen haben die Resultate von mechanischem Ersatz von Aortenklappen bei mehr als 600 Patienten analysiert. Das Ergebnis: Frauen wiesen in den vergangenen 20 Jahren nach solchen Eingriffen mit elf Prozent eine deutlich höhere Spitalssterblichkeit als Männer (7,3 Prozent) auf.

An der Abteilung für Herz-Thorax-Chirurgie der MedUni Wien am AKH wurde über einen Zeitraum von 20 Jahren analysiert, wie der Ersatz einer natürlichen Aortenklappe durch ein bestimmtes mechanisches Produkt verlief.

Künstlicher Aortenklappen-Ersatz ist eine aufwendige und diffizile Operation. Das liegt häufig auch am hohen Alter der betroffenen Patienten und an vorhandenen Begleiterkrankungen.

Bei 629 Operierten ergab sich folgendes Bild: Insgesamt starben neun Prozent noch im Spital. Bei den Frauen waren es elf Prozent, bei den Männern 7,3 Prozent. Am schlechtesten wirkte sich eine erforderliche Reoperation auf die Mortalität aus, was zu einem mehr als Doppeltem Sterberisiko insgesamt führte. Eine von Beginn an schlechte Pumpleistung der linken Herzkammer führte ebenfalls zu einer deutlich höheren Mortalität .

Bei Männern war eine Vorschädigung der linken Herzkammer der höchste Risikofaktor, bei Frauen hingegen eine Reoperation. In den vergangenen Jahren haben sich die Spezialisten an der Universitätsklinik für Chirurgie in Wien auch mit der Einführung von minimal-invasiven Eingriffen beim Aortenklappenersatz profiliert. (APA/red)

Share if you care.