Wahlen in Spanien

Kein Geld, nur Probleme

Michaela Kampl, 10. November 2011, 14:39

Das krisengeschüttelte Land wählt am 20. November ein neues Parlament - Schon jetzt scheint klar, dass die regierenden Sozialisten abgewählt werden

Es war ein Schaukampf, den sich die zwei Politprofis am vergangenen Montag vor den Fernsehkameras lieferten: Alfredo Pérez Rubalcaba von den spanischen Sozialisten (PSOE) und Mariano Rajoy von der konservativen Partido Popular (PP) kämpften um Stimmen, die Umfragen zufolge schon vergeben sind. Der PP wird ein Erdrutschsieg bei den Wahlen am 20. November vorausgesagt: um bis zu 16 Prozentpunkte könnten sie vor den regierenden Sozialisten liegen. Der Wahlsieg ist ihnen kaum mehr zu nehmen. Es bleibt nur mehr die Frage, wie schwer die Verluste der Sozialisten sein werden und ob sie die absoluten Mehrheit, die der PP prophezeit wird, noch verhindern können.

Der derzeitige Premier José Luis Rodríguez Zapatero steht diesmal nicht mehr als Spitzenkandidat der Sozialisten zur Verfügung. Rubalcaba, bis Juli Vizepremierminister und Innenminister, führt die Partei in einen Wahlkampf, der auf seine Person zugeschnitten ist. Die geballte, gestreckte Faust, das Symbol der Partei findet kaum Verwendung. Von seinen Ämtern ist Rubalcaba zurückgetreten, um sich völlig auf die Wahl konzentrieren zu können.

Krisengebeuteltes Land

Der künftige spanische Regierungschef übernimmt ein krisengebeuteltes Land. Jeder Vierte ist ohne Arbeit, bei den unter 25-Jährigen ist es fast jeder Zweite. Die Wirtschaft stagniert. Der Staatshaushalt steckt tief in den roten Zahlen und noch ist auch immer wieder die Rede davon, dass Spanien unter den Rettungsschirm der EU schlüpfen könnte.

Das Konzept der PP, das Spanien wieder aus der Krise helfen soll, ist vage. Die Rede ist von einem schlankeren Staat und niedrigeren Steuern für Unternehmen. Die Lockerung des Arbeitsrechts und Bürokratieabbau sollen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ankurbeln. Auch eine Reihe von Privatisierungen staatlichen Eigentums soll Geld in die Kassen spülen. Außerdem will die PP das Budgetdefizit auf drei Prozent zurückschrauben. Viele bezweifeln, dass das ohne Steuererhöhungen möglich sein wird. 

Demontage des Sozialstaates

In der TV-Debatte am Montag warf Rubalcaba seinem konservativen Herausforderer vor, die Pläne der PP würde die Demontage des spanischen Sozialstaates bedeuten. Rajoy konterte, niemand habe den Sozialstaat mehr ramponiert als die Sozialisten mit den Sparmaßnahmen in den vergangenen drei Krisenjahren. Zapatero hat unter anderem das Pensionsantrittsalter erhöht und Beamtengehälter eingefroren. 

Wahl an Francos Todestag

Rajoy versucht schon zum dritten Mal, sich in das erste politische Amt im Staat wählen zu lassen. Vor sieben Jahren sagten ihm alle Umfragen den Wahlsieg voraus. Die Wirtschaftsdaten waren stabil, den Sieg schien er in der Tasche zu haben. Dann explodierten in Madrid drei Tage vor der Wahl Bomben, 191 Menschen starben, mehr als 2000 wurden verletzt. Die PP machte die separatistische baskische Terrororganisation ETA für die Anschläge verantwortlich, während Hinweise bereits in Richtung Al Kaida deuteten. Eine Lüge, die die Wähler Rajoy nicht verziehen.

Diesmal wird am 20. November wohl alles glatt gehen. Der Wahltermin fällt auf ein historisch wichtiges Datum: Am 20. November 1975 starb der Diktator Francisco Franco und machte den Weg frei für ein demokratisches Spanien. Der scheidende Premier Zapatero hat die Wahlen auf diesen Tag gelegt. Die Legislaturperiode würde regulär erst im März des kommenden Jahres enden. Gut möglich, dass bei dieser Entscheidung auch taktische Überlegungen eine Rolle spielten: Vielleicht erhöht das besondere Datum, der Geburtstag des demokratische Spanien, zumindest die Bereitschaft sich an der Wahl zu beteiligen. (mka, derStandard.at, 10.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2
bloody-nine
 
30
11.11.2011, 15:59
rajoy?

das ist doch der der in diesen mordstrumm bestechungsskandal in galicias verwickelt war?

MARTIN FREUKES
 
31
11.11.2011, 12:52
PARA FERNANDOTORRES9

Soy un Austriaco que ha luchado en el Pais Vasco en varios elecciones en las filas de un partido democratico para la democracio, cuando un monton de Españoles se han quedado en casa y han dicho, que esta causa no va con ellos.
Por tanto por mis santisimos cojones digo y escribo contra la falsedad de una mentira de una derecha que no existe.
Es más, que el miedo que utilizan los partidos de la Izquierda en España sobre el PP es el signo más palpable de la incapacidad que arrastran actualmente.

MARTIN FREUKES
 
42
11.11.2011, 12:10
BEI SO VIEL NEOKOMUNISTISCHER IGNORANZ BEI DER VIELZAHL DER POSTINGS

zu diesem Artikel, kann man nur Hoffen das die Spanische Volkspartei ( PP ) mit absoluter Mehrheit gewinnt.

Dann wird ein für allemal richtig Demut geübt werden.

Guigui
21
11.11.2011, 12:17

Ja. Demut für Spanien. Denn wer "Spanien in die erste Division zurückführen" will (Rajoy dixit), kann nur größenwahnsinnig sein. Politisches Ziehkind Aznars halt.

Da kann man nur sagen: vom Regen in die Traufe.

MARTIN FREUKES
 
23
11.11.2011, 12:32
Keine Ahnung, aber Posten....

Wenn die Ignoranz über spanische Politik welche Sie besitzen Schmerzen bereiten würde, dann Schreien Sie den Rest Ihres Lebens.

Bei ein bisschen Verstand ( ich hoffe es ist bei Ihnen noch etwas vorhanden ), wären Sie gut beraten weniger Mist zu schreiben, denn das Blatt kann sich schnell wenden, und dann was.

Guigui
00
15.11.2011, 14:20

Spanien-Politkampfposter, wie er leibt und lebt. Wähnt sich im Besitz der alleinigen Wahrheit und kanzelt Andersdenkende ab. In einer Politdebatte in Intereconomía, COPE oder bei Losantos wären Sie gut aufgehoben.

MARTIN FREUKES
 
00
15.11.2011, 14:37
Ausser Blind, sonst noch etwas ?

Aufpassen und lernen !

Rosa Diez hat Zapatero und seinen dummen Haufen in die Wüste geschickt und gewinnt egal bei welcher Wahl Stimmen von PSOE. Sie war es welche gesagt hat, Ich gehe weil Sie ( Zapatero ) Vorsitztender des PSOE sind und nicht weil Ich meine Sozialistischen Werte über Bord werfe.

Der Rest der Heuchler und Kriecher welche die Parteizentrale in Ferraz bevölkern sind es nicht wert ein Sozialist genannt zu werden denn Sie haben die Sozialen Werte dieser Partei verraten.

Diesem Gesindel braucht man nicht zuzuhören, da man dieses nicht einmal als politischen Gegner akzeptieren kann weil Sie Ihre eigene Mutter verkaufen würden.

Mit ECHTEN Sozilalisten kann man reden, mit disem Gesindl nicht.

fernandotorres9
20
11.11.2011, 12:41
y quien es usted porque se habla por los espanioles?

Thomas Felder1
12
11.11.2011, 11:12
Das PP Programm

wird spanien nur noch mehr in die Tiefe ziehen

Le Monde
24
10.11.2011, 17:36
die PP wird den francofaschisten und der katholischen kirche

wieder alle privilegien zuschanzen und das land noch weiter in den abgrund steuern. so wie in griechenland - zwar auch die pasok - die ND zuvor das ganze land mit der griechisch-orthodoxen staatskirche (zahlt nach wie vor keine steuern; war in einem immobilienskandal verwickelt, die kirche verkaufte an den griechischen staat um 70 millionen wertlose grundstücke) abwirtschaftete!

bloody-nine
 
10
11.11.2011, 16:38
dazu noch ein paar privatisierungen an diverse

freunderl, steuersenkungen für die reichen und sozialkürzungen für die armen.

das nächste land das den bach runter geht.

randy handsome
14
10.11.2011, 17:22
die PP will mit neoliberalen lösungen spanien aus der krise führen.

aber genau diese haben es in diese lage gebracht. der grosse fehler der sozialisten war, dass sie nicht früher die immo-blase zum platzen gebracht haben. denn zusätzlich zu dieser gesellt sich nun die finanz- und schuldenkrise. dass heist für spanien eine tiefere krise, als in den meisten anderen europäischen ländern und deshalb auch 20% arbeitslosigkeit...
allerdings gibt es eine möglichkeit wie spanien sich sehr rasch aus dem schulden sumpf ziehen könnte: der steuerbetrug beträgt im jahr bis zu 80 milliarden (!!) euro... wenn man davon nur ein viertel in die staatskassen spülen könnte, dann wäre zumindest dieses problem auf einen schlag gelöst. wird jedoch von den grossparteien vermieden, weil sie selbst tief in der korruption stecken..

diamant
11
10.11.2011, 19:30
So weit man in Europa schauen kann, 'neoliberalen Lösungen' sieht und sah man noch nirgends.....

Porqué no te callas?
00
15.11.2011, 14:17

"neoliberale lösungen" gibt es nicht. "neoliberal" ist der kampfbegriff von jenen, die von der realität überfordert sind und einen reibebaum brauchen. "neoliberal" an sich existiert nicht.

Thomas Felder1
00
11.11.2011, 11:12

zum glück

luke skywalker
01
10.11.2011, 17:13
Kein Geld ??

Da sollte man aber nicht vergessen, dass die Schulden Spaniens nicht höher als die von Österreich sind.

Nicolas Castillo
00
11.11.2011, 11:28
der Trend zählt ...

Verdoppelung innerhalb von 4 Jahren!

exilkaerntner
12
10.11.2011, 16:21
zumindest...

wird spanien eine - halbwegs- "stabile" regierung bekommen.

die griechen machen mir da mit dem bevorstehenden wahlsieg der links- und rechtsradikalen mehr sorgen!

fernandotorres9
214
10.11.2011, 16:06

die krise, in der spanien sich befindet, ist zum großteil von der regierung aznar und damit der PP verschuldet. ohne weitblick wurde zb. nur auf die bauindustrie gesetzt usw ...

die regierung zapatero hat diese krise nicht lösen können und spanien aus diesem sumpf nicht befreit. das ist fakt.
im vergleich zu faymann spindelegger und co, die nur an die nächste wahl denken, hat zapatero jedoch wichtige (vor allem gesellschaftspolitische) reformen durchgesetzt, die teilweise sehr unbeliebt und hart waren (und die in österreich, wenn überhaupt, nur in der light light kompromiss version beschlossen werden würden.)

es gilt abzuwarten, ob die PP die fähigkeit hat, das land aus der krise zu führen. ich glaube jedoch nicht.

MARTIN FREUKES
 
10
11.11.2011, 12:58
Die Antwort

Haben Sie schon, Sie brauche nur zu lesen, wenn Sie etwas Fragen wollen, dann aber bitte öffentlich, nicht über die Hintertüt wie vorher.

sysiphos
 
12
10.11.2011, 16:56
der ungarische fehler

dort habens auch geglaubt, sie müssen dem orban nachrennen, weils die sozialisten nicht wirklich gebracht haben. außer fragwürdige willkürlichkeiten zur budgetentlastung auf kosten dritter hat herr orban aber auch nicht wirklich was geleistet, denke ich, das ungarn wirklich vorwärts bringen würde von seinen antidemokratischen ansichten und absichten einmal ganz angesehen. schwer vorstellbar, dass für die PP die möglichkeiten viel größere sein sollen als für die PS und die ergebnisse viel besser sein werden... aber so ist das nunmal, bestraft wird für kumulierte fehlentwicklungen und von außen importierte problem immer der vermeintlich gerade verantwortliche...

fernandotorres9
00
10.11.2011, 17:01

LEIDER muss ich ihnen recht geben

und wenn man spanische medien liest, sieht man schon: die PP hat absolut keinen plan. große ankündigung derzeit ist die rücknahme des absoluten rauchverbotes in gaststätten

DuesselDoofer
61
10.11.2011, 20:12
jetzt müssen erstmal die Sozialisten weg....

alles ist besser als Linke an der Regierung.

nach dem Machtwechsel schaun wir dann mal.

lg

Porqué no te callas?
00
15.11.2011, 14:18

dummdämliches posting mit nur einer aussage: dem niederen intellekt des verfassers.

bloody-nine
 
00
11.11.2011, 15:58
"...nach dem Machtwechsel schaun wir dann mal...."

wie wir uns und unsere freunderl in 4 jahren am besten bereichern können.

so wies diese rechten immer machen.

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Posting 1 bis 25 von 41
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