Teilzeitbeschäftigte wollen oft mehr arbeiten

10. November 2011, 12:43
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Mit einem Anteil von 27 Prozent fühlten sich mehr Männer als Frauen (19 Prozent) unterbeschäftigt - In Österreich waren 2010 12 Prozent unterbeschäftigt

Wien - Teilzeitbeschäftigte innerhalb der EU wollen und könnten auch mehr arbeiten. In den 27 EU-Ländern waren 2010 41,3 Millionen Personen teilzeitbeschäftigt, ein Fünftel (21 Prozent) davon oder 8,5 Millionen hätten gerne mehr Stunden gearbeitet. Mit einem Anteil von 27 Prozent fühlten sich mehr Männer als Frauen (19 Prozent) unterbeschäftigt.

In Österreich würden insgesamt nur 12,1 Prozent der Teilzeitbeschäftigten oder 123.000 Personen im Alter von 15 bis 74 Jahre gerne mehr arbeiten und würden dafür auch zur Verfügung stehen. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Erwerbstätigen in Österreich betrug 2010 25 Prozent. Dies geht aus der aktuellen Arbeitskräfteerhebung 2010 von eurostat hervor.

Den höchsten Anteil von teilzeitbeschäftigten Personen, die auch den Wunsch haben mehr Stunden zu arbeiten und dafür auch verfügbar sind, gab es in Lettland mit einem Anteil von 65 Prozent, gefolgt von den Ländern Griechenland (49 Prozent), Spanien (46 Prozent), Bulgarien (39 Prozent) und der Slowakei (38 Prozent). Dies sind EU-Länder, in denen der Prozentsatz teilzeitbeschäftigter Personen relativ gering ist.

3 Prozent Unterbeschäftigte in den Niederlanden

Die wenigsten Unterbeschäftigten verzeichneten die Niederlande (3 Prozent), wo Teilzeitarbeit mit einem Anteil von fast 49 Prozent am meisten verbreitet ist. In Belgien lagt der Anteil derer, die mehr arbeiten wollen bei 3,5 Prozent, in der Tschechischen Republik und Luxemburg bei je rund 10 Prozent.

Parallel dazu gab es unter den Nichterwerbspersonen, also Personen, die weder erwerbstätig noch arbeitslos sind in der EU-27 2010 8,2 Millionen Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die für eine Arbeit zwar verfügbar waren, jedoch keine Arbeit suchten, und 2,4 Millionen, die Arbeit suchten, jedoch dem Arbeitsmarkt nicht kurzfristig zur Verfügung standen.

Diese beiden Gruppen ergaben laut eurostat-Erhebung eine stille Reserve von 10,6 Millionen Personen. Gemessen an der derzeitigen Erwerbsbevölkerung entsprach das in der EU-27 einem zusätzlichen Potenzial von 4,5 Prozent. Zwischen den Mitgliedstaaten variiert dieser Prozentsatz und reichte von 1,4 Prozent in der Tschechischen Republik bis 11,6 Prozent in Italien. In Österreich lag der vergleichbare Prozentsatz bei 4,4 Prozent oder 150.000 Personen. (APA)

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