Henisch-Hosek überbringt Beamten ein "Dankeschön"

10. November 2011, 11:58
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Ministerin kündigt für 2. Runde der Gehaltsverhandlungen "sozial ausgewogenes Angebot" an

Wien - Die Beamten haben ihrer Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Schlusstag ihres Bundeskongresses einen freundlichen Empfang bereitet. Und die Beamtenministerin sparte nicht mit Lob für ihre öffentlich Bediensteten und überbrachte ein großes "Dankeschön" für ihre Leistungen. Zu den Gehaltsverhandlungen zeigte sich Heinisch-Hosek überzeugt, dass man zu einem "guten, sozial verträglichen Abschluss" kommen werde. Ob dieser bereits in der zweiten Runde am Samstag gelingen werde, konnte sie naturgemäß noch nicht sagen.

Henisch-Hosek kündigte aber an, dass sie am Samstag "selbstverständlich ein sozial ausgewogenes Angebot" auf den Tisch legen werde. Gleichzeitig bekräftigte sie aber auch, dass der Abschluss für die Staatsfinanzen verträglich sein müsse.

Die Ministerin zeigte sich "sehr stolz" auf ihre Bediensteten und deren Leistungen. Dass die Bürger die größte Wirtschaftskrise seit den 30-er Jahren kaum spüren, liege auch daran, dass die Beamten gute Arbeit leisten, sagte Heinisch-Hosek "Dankeschön". Die Beamten hielten das Staatsgefüge zusammen. Dass Bildung, Sicherheit, Gesundheit und anders gewährleistet seien, sei die Leistung der öffentlich Bediensteten. Heinisch-Hosek würdigte auch, dass die Expertise der eigenen Mitarbeiter besser sei als jene von Externen aus der Finanzwelt.

Dienstrecht

Die Beamtenministerin sicherte zu, die Gespräche über das neue Dienstrecht und die Besoldungsreform fortzusetzen. Letztere soll ein attraktiveres Einstiegsgehalt bei gleichbleibender Lebensverdienstsumme bringen, auch um den öffentlichen Dienst für junge Mitarbeiter attraktiver zu machen. Die Umsetzung werde aber nicht so rasch gehen, wie die Gewerkschaft und sie selbst sich das wünschen würden, sondern erst dann wenn die finanziellen Mittel dafür vorhanden sein, warb sie um Verständnis.

Die Ministerin verhehlte auch nicht, dass in den letzten zehn Jahren 10.000 Planstellen im öffentlichen Dienst abgebaut worden seien. Sie gestand zu, dass dies neue Herausforderungen für die Mitarbeiter bedeute. Die Flexibilität im öffentlichen Dienst kann nach Ansicht Heinisch-Hoseks aber noch weiter verbessert werden, auch wenn mit der Jobbörse schon viel erreicht worden sei. Sie betonte, dass der Öffentliche Dienst in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle habe und international auch beim Thema e-governement führend sei.

Heinisch-Hosek kündigte auch an, einen Reformdialog für den Öffentlichen Dienst heute zu starten. Dazu haben Experten bereits im Sommer ein Papier vorgelegt. Die Ministerin stellte in Aussicht, dass man sich nun ein Jahr lang mit diesen Thesen beschäftigen, mit Experten, der Wirtschaft und der Gewerkschaft darüber diskutieren und auch die Bürger über neue Medien einbinden werde. Die Ministerin gab das gemeinsame Ziel aus, Österreich gut durch die Krise zu navigieren und gleichzeitig an der Weiterentwicklung des Öffentlichen Dienstes zu arbeiten. (APA)

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