Jedes Jahr rund 1.000 Tote in Österreich

10. November 2011, 12:09

Todesfälle die infolge von Influenza-Komplikationen auftreten, tauchen in Statistiken oft nicht auf

Wien - Worauf schon vor Jahren eine Analyse der jährlichen "Übersterblichkeit" in der österreichischen Bevölkerung während der Influenza-Wellen in den Wintermonaten hingedeutet hat, wurde vor kurzem quasi offiziell bestätigt: Eine Studie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) belegt, dass zwischen 2001 und 2009 jährlich rund 1.000 Österreicher an der Influenza gestorben sind - Tendenz steigend. Gleichzeitig gab es vergangenes Jahr weniger Influenza-Impfungen als je zuvor.

Vermutlich sterben in Österreich wesentlich mehr Menschen an der Influenza, als es die offiziellen Statistiken erscheinen lassen. Der Grund: Als Todesursache wird oft nicht die Influenza selbst, sondern die damit einhergehende Komplikation vermerkt: bakterielle Pneumonie, Herz-Kreislauf-Versagen, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) etc.

Eine noch unveröffentlichte Public Health-Analyse des Instituts für Sozialmedizin der MedUni Wien zeigt auf, wie groß das Influenza-Problem jedes Jahr in Österreich ist. Institutsleiter Michael Kunze: "Während einer Influenza-Saison erkranken in Österreich durchschnittlich 350.000 bis 400.000 Menschen. 4.400 davon müssen stationär im Krankenhaus behandelt werden. Während der Wintermonate ist die Sterblichkeit durchschnittlich um 16 Prozent höher als während des restlichen Jahres. Wir kommen auf rund 1.500 Todesopfer durch Influenza-Komplikationen. Alle Berechnungen deuten in die gleiche Richtung hin."

Ablehnende Haltung

Aus der Sicht der öffentlichen Gesundheit wäre eine Durchimpfung der Bevölkerung sinnvoll. In Österreich ließen sich in den vergangenen Jahren jedoch immer weniger Menschen impfen. Kunze: "2010/2011 hatten wir ein All-Time-Low mit nur 730.000 Dosen Vakzine und einem Durchimpfungsgrad von nur noch 8,7 Prozent." 2006/2007 war ein im internationalen Vergleich noch immer niedriger Spitzenwert mit 12,9 Prozent Immunisierten in der Bevölkerung (1,174.000 Dosen Impfstoff) erreicht worden.

In der "Schweinegrippe-Saison" 2009/2010 kamen laut dem Sozialmediziner zu den 978.000 Dosen an saisonalem Impfstoff (Durchimpfungsgrad 11,7 Prozent) noch rund 400.000 Dosen an A(H1N1)-Vakzine hinzu. Doch niemand weiß, wie viele Österreicher sich damals mit dem Pandemie-Impfstoff wirklich immunisieren ließen. Die saisonale trivalente Influenza-Vakzine für 2011/2012 enthält Antigene gegen A/California/7/2009 (H1N1/Schweinegrippe), A/Perth/16/2009 (H3N2) und B/Brisbane/60/2008. (APA/red)

Kommentar posten
21 Postings
Absichtlich falsche Darstellung der Pharmalobby

- denn: "die DAMIT EINHERGEHENDE Komplikation vermerkt: bakterielle Pneumonie, Herz-Kreislauf-Versagen, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)" als Todesursachen.

Das ist natürlich ein reiner Etikettenschwindel, weil das Robert-Koch-Institut einfach die genannten Erkrankungen zur Influenza hinzufügt - in Wirklichkeit kommen diese Erkrankungen aber auch isoliert vor sowie als Folge von "grippalen Infekten", die mit Influenza nichts zu tun haben.

2010 sind in Deutschland 100 (!) Menschen wirklich an Grippe (Labortest) gestorben.
In Österreich waren es bis März 21 Tote.

So sieht die Wahrheit aus.
Aber damit kurbelt man weder Impfungen noch "Tamiflu" & Co an und verbreitet keine Angst ...

Es kommen nur Influenzaopfer in die Statistiken, bei denen der Labortest tatsächlich durchgeführt wurde. Das wird aber normalerweise nicht gemacht. Der Rest läuft unter verschiedenen Todesursachen.
2009/2010 hat man in Deutschland häufiger getestet, wegen der ach so harmlosen Schweinegrippe. Resultat: 270 nachgewiesene Influenzatote gegenüber 100 in den sonstigen Jahren. Das alleine zeigt schon, dass es auf Frequenz der Labortests ankommt.

Nach ihrer Klassifikation würden ganz viele Leute z.B. an einer Lungenentzündung sterben, ohne Ursachen.

Und wie viele sterben an der Impfung?

statistisch gesehen weniger als 1 von 10.000.000 (ich glaube, dass es bei 1 von 12 Millionen liegt, wenn ich mich nicht irre) bei jeder neuen Grippeimpfstoffrunde in Österreich bei allen Anwendern, die auch die Voraussetzung (gesund sein) erfüllen.

Meine Mutter wäre voriges Jahr fast Eine von den 10.000.000 geworden.
Nach einer Kombi-Impfung H1N1/saisonale Grippe.
1 Wo Spital mit Grippesymptomen und einer Gürtelrose inklusive. Ohne Spital wäre es Ihrer Statistik wahrscheinlich Kreislaufversagen.

jedes jahr die selbe leier....

nach dem schuß ins knie mit der pseudopandmie lassen sich noch weniger impfen.

kunze und konsorten nimmt doch keiner mehr ernst, die propaganda ist leicht durchschaubar.

sollen sie doch für die masernimpfung werben, das wäre sinnvoller. aber da ist nicht mehr so viel geld zu machen.....

Na was glauben Sie wo ist mehr Geld drin, bei einer einmaligen Impfung oder der Behandlung von 400 000 Grippe Kranken (ink. den rezepfreien Mittelchen).
Sie können sich das mal ausrechnen, den Phramafirmen kann nichts besser geschen als dass Halbwissende ihre Impffeinschaft hinaustragen.

hat der umsatz letztes jahr wieder nicht gestimmt ^^

ja dann - hopp auf - lasst euch impfen - ich nutz dann die herdenimmunität ...

das geschäft lief prächtig

der steuerzahler hat brav die pandemieimpfstoffe bezahlt, die wurden dann um teures geld entsorgt.

Das wird schwerlich gelingen - dazu wären bei der Grippe etwa 92% Impfrate vonnöten. Soviele umfassen nicht mal Empfehlungen.

Um ein Menschenleben zu retten braucht man bei >65Jährigen mit Herzkrankheit lediglich 1000 Eur für die Impfung zu investieren. Das ist enorm preiswert und kostensparend.

Offenbar bevorzugen einige hier das sog. sozialverträglche Frühableben. Nur könnte das ein Irrtum sein- mit Influenza ein paar Tage auf einer Intensivstation kosten gleich mal ein paar 1000 €- Ausgang ungewiss.

Die 1000€ muss er wahrscheinlich selbst zahlen, das KH zahlt die Verischerung ... oder?
Wen ich aber bei Jüngeren sehe, wie viele Schweinderl sich nach dem WC nicht mal die Hände waschen ... hie gehört mal eine Kampagne her!

Vielleicht sollte man sich überlegen, warum sich niemand gegen Grippe impfen lassen will. Die Wirksamkeit der Impfung ist einfach extrem schlecht, gerade für Risikogruppen. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass sie endlich einmal dem Aufruf zu impfen folgten und dann ein paar Wochen später erstmals in ihrem Leben wirklich schwere Grippe bekamen (nein, nicht WEGEN aber TROTZ Impfung). Und die Statistik auf http://www.wien.gv.at/ma15/grip... tistik.htm , so sie stimmt, zeigt auch schön, dass das "Allzeit-Low" keineswegs zu mehr Grippefällen geführt hat.
Also: viel schlafen, Hände waschen, an die frische Luft gehen :-)

Den Gupf auf der grünen Linie haben sie übersehen?

Oder interpretiere ich die Kurven falsch?

ich spreche über die gelbe Linie der Grippefälle 2010/11 - der Grüngupf ist die Schweinderlgrippe ;-)

Kunze ist nicht mehr Institutsleiter

auch wenn er sich immer noch wichtig macht,
sondern in Pension bzw. emeritiert.

Da kann die Impflobby noch so laut rufen:

es ist falsch. Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Nur ca. 2% aller Infekte sind wirkliche Influenza. 98% sind grippale Infekte!!
Und Folgeinfektionen kann es auch bei grippalen Infekten geben: wenn sich zu Viren Bakterien gesellen. Freilich hilft eine Impfung da rein gar nichts.

Es handelt sich nicht um Influenza-Komplikationen, sondern schlichtweg um Neuinfektionen - nicht voraussehbar und durch Impfung nicht zu verhindern.
Lungenentzündung kann sowohl nach grippalen Infekten, als auch solo, als auch im Rahmen einer Influenza auftreten: denn es sind bestimmte Bakterien, die geschwächte Organismen befallen können.

Wichtig ist: alle Arten von Infekten auskurieren - und bei gröberen Problemen den Arzt aufsuchen.
Ganz ohne Impfung und Angst.

Huh?

Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Von verstanden rede ich ja nicht mal. Gelesen!! Ach, was frage ich überhaupt...

Wiedermal eine Portion unbelegbare Behauptungen

garniert mit der üblichen Pharmaphobie...

üblichen Pharmaphobie...

Und? Fragen sie sich mal wo die herkommt?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.