Fernost-Börsen schließen tief im Minus

10. November 2011, 11:54
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Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag tief in der Verlustzone tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio schwächte sich deutlich um 254,64 Zähler oder 2,91 Prozent auf 8.500,80 Punkte und verbuchte damit den größten Tagesverlust seit dem 5. August. Der Hang Seng Index in Hongkong ging um beachtliche 1.050,54 Zähler (plus 5,25 Prozent) auf 18.963,89 Einheiten zurück.

Starke Abschläge gab es auch in Singapur und Sydney zu beobachten. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.786,90 Zählern und einem Minus von 71,76 Punkten oder 2,51 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney ging um 98,9 Zähler oder 2,24 Prozent auf 4.307,30 Einheiten zurück. An der chinesischen Börse fiel der Shanghai Composite um 1,80 Prozent auf 2.479,54 Punkte zurück.

Börsianer verwiesen darauf, dass die stark anziehenden Zinsen für italienische Staatsanleihen die Ängste vor einer Ausbreitung der europäischen Schuldenkrise anheizten. Zudem habe in Tokio die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Finanzunternehmens Daiwa Securities herabgestuft.

Für die Daiwa-Aktien ging es um 3,45 Prozent auf 252 Yen bergab. Verluste von 3,14 Prozent auf 247 Yen mussten die Titel der Bank Nomura Holdings verkraften, nachdem Moody's auch hier eine Abstufung angedroht hatte. Andere Finanzwerte gerieten in Tokio ebenfalls unter Druck. So büßten etwa Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) 4,14 Prozent auf 255 Yen ein und Mitsubishi UFJ Financial verloren 2,66 Prozent auf 329 Yen.

Preissturz bei Speichermedien belasten

Bei Chipherstellern belasteten die auf Rekordtief gefallenen Preise für elektronische Speicherbausteine. Elpida Memory verbilligten sich um 10,02 Prozent auf 377 Yen und Toshiba schlossen 6,65 Prozent schwächer bei 323 Yen. Die Titel des Chipausrüsters Tokyo Electron gaben um 5,87 Prozent auf 3.930 Yen nach. Die Aktien des skandalgeschüttelten Kameraherstellers Olympus brachen um 17,12 Prozent auf 484 Yen ein und setzten damit ihren Kurssturz fort.

In Hongkong herrschte Ausverkaufsstimmung im Finanzbereich. HSBC-Titel brachen um 9,20 Prozent auf 61,65 Hongkong Dollar ein. Industrial & Commercial Bank of China mussten einen herben Kursverlust von 8,30 Prozent auf 4,75 Hongkong Dollar einstecken. Bank of Communications rasselten um 7,42 Prozent auf 5,49 Hongkong Dollar in die Tiefe.

Aus China wurden zudem enttäuschende Konjunkturdaten bekannt. Der Außenhandel Chinas hat sich im Oktober weiter abgeschwächt. Die Ausfuhren stiegen auf Jahressicht um 15,9 Prozent. Dies ist der geringste Anstieg seit fast zwei Jahren. Im Vormonat hatte der Anstieg noch bei 17,1 Prozent gelegen, in den Monaten zuvor teilweise sogar bei über zwanzig Prozent. Als ein Hauptgrund für den schwächeren Außenhandel gilt die europäische Schuldenkrise. (APA)

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