Neuer Störfall und Gmail-Einstellung verärgern Blackberry-Kunden

10. November 2011, 10:00
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Vorübergehende Ausfälle auch in Europa - Google bietet Email-App künftig nicht mehr an

Ein Monat nach dem bislang größten Störfall RIMs Blackberry-Dienstes, bestätigte der Konzern am Mittwoch, dass Kunden erneut Probleme mit dem Email-Empfang auf ihren Smartphones verzeichnen mussten. Laut einem Unternehmenssprecher waren Blackberry-Nutzer in Europa, im nahen Osten, Indien und Afrika betroffen. Mittlerweile soll der Betrieb aber wieder hergestellt worden sein. Bei RIMs Service-Ausfall vor vier Wochen konnten Anwender bis zu drei Tage lang keine Emails abrufen. Der Störfall sorgte für besonders viel Aufregung, da sich RIM seinen proprietären Email-Dienst teuer bezahlen lässt und dafür eigentlich ein hohes Maß an Zuverlässigkeit garantiert.

Weiterer Rückschlag

Welche Ursache diesmal dahintersteckt, wurde noch nicht bekanntgegeben. Nutzer konnten vorübergehend teils gar keine Nachrichten mehr empfangen oder mussten Verzögerungen hinnehmen. Beinahe zeitgleich gab Suchmaschinenbetreiber Google bekannt, seine Email-App Gmail ab dem 22. November nicht mehr für die Blackberry-Plattform anzubieten. Die Anwendung würde zwar auch nach diesem Zeitpunkt weiterfunktionieren, Google werde RIMs System aber nicht weiter unterstützen. 

Symbolisch

Die Einstellung des Google-Angebots für Blackberry-Nutzer hat insbesondere symbolischen Charakter und ist ein Zeichen für den verschärften Wettbewerb am Mobilfunkmarkt. Google konnte hier mit dem 2008 gestarteten Betriebssystem Android den Markt in kürzester Zeit aufrollen. Die größten Leidtragenden sind Nokia und RIM, dessen Plattformen Symbian und Blackberry vor allem an App-Vielfalt fehlt und auf weniger attraktiven Smartphones vertreten sind. Während Nokia die Wende mit Microsofts Unterstützung und Windows Phone schaffen will, plant RIM die Einführung des neuen Smartphone-Systems BBX, das auch Android-Apps unterstützen soll. (zw)

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