Gerüchte um Großkreutz und Götze "völliger Blödsinn"

9. November 2011, 21:24
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Borussia Dortmund Geschäfts­führer Watzke platzte der Kragen: "Das ist alles Quatsch"

Dortmund -  Wutausbruch statt Erholung: Eigentlich wollte Hans-Joachim Watzke vor der "Woche der Wahrheit" für Borussia Dortmund in der Länderspielpause mal durchschnaufen, stattdessen platzte dem Boss des deutschen Meisters der Kragen. Die anhaltenden Transfergerüchte um die Mittelfeldstars Mario Götze und Kevin Großkreutz rauben Watzke offenbar den letzten Nerv.

"Es gibt nichts, nicht mal ansatzweise etwas Greifbares, schon gar keine offizielle Anfrage", sagte Watzke: "Das ist alles Quatsch, völliger Blödsinn, und wir kommentieren diese Gerüchte auch nicht mehr."

Am Mittwoch hatte die Münchner Bild-Zeitung berichtet, dass der englische Ex-Meister FC Arsenal neben Götze nun auch Großkreutz ins Visier genommen habe. Die Gerüchte sorgen damit selbst in der Länderspielpause für Störgeräusche, die der BVB vor den wichtigen Partien bei den Bayern (19. November) und gegen Schalke 04 (26. November) in der Bundesliga sowie in der Champions League bei Arsenal nicht gebrauchen kann.

Watzke betonte im Interview mit der Sport Bild erneut, dass der BVB "nichts unversucht lassen" werde, damit Götze gehalten wird. "Es ist mit allen besprochen, dass Mario am besten beim BVB aufgehoben ist", sagte Watzke, schränkte allerdings auch ein: "Sollten er, sein Berater oder seine Familie anderer Meinung sein, dass man über irgendwas diskutieren muss, dann gebietet es der Respekt, dass man sich unterhält. Klar können wir auf Vertragsinhalte pochen. Aber bei dem Vertrauensverhältnis wird das nicht nötig sein."

Dass auch Bayern München immer wieder mit Götze flirtet, kritisiert Watzke: "Das ist nicht sehr stilbildend. Bayern ist ein großartiger Verein, der großartig geführt wird. Das könnte man sich schenken. Wahrscheinlich gehört es für sie zum Spiel. Es lässt uns kalt."

DFB-Teamchef Löw freut es

Während Watzke genervt ist, kann Bundestrainer Joachim Löw der Situation auch jede Menge Positives abgewinnen. "Ich habe auch schon Phasen gehabt, wo kein eiziger Spieler international gefragt war. Das ist jetzt anders, und ich sehe das positiv", sagte Löw in Hamburg, wo sich die deutsche Nationalmannschaft mit Götze am Mittwoch vor den Länderspielen in der Ukraine und gegen die Niederlande getroffen hat.

Der Bundestrainer wurde auch dort nicht müde, Götze als herausragendes Talent zu preisen: "Götze ist ein Spieler, der auch bei der Nationalmannschaft Dinge schnell lernt und umsetzt. Das sind die Klasse-Spieler, die das können. Das ist Götzes Stärke."

Auch derartige Huldigungen sieht Watzke mittlerweile kritisch. Mit Blick auf Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der Götze mehrfach über den Klee gelobt hatte, meinte Watzke: "Uli Hoeneß, den ich sehr schätze, tut dem Jungen keinen Gefallen damit, wenn er ihn mit zusätzlichen Statements psychologisch beeinflussen will. In Marios Interesse wünsche ich mir, dass man das unterlässt."

Immerhin ein Statement Löws wird den BVB-Boss aber besänftigt haben. Angesichts der Vorzüge, die die Borussia gerade zu bieten hat, glaube er nicht daran, "dass er sich mit einem Wechsel beschäftigt".

Und Götze? Das Super-Talent drehte am Mittwoch den Spieß um und übermittelte dem Titel-Konkurrenten Bayern München die ultimative Lobhudelei: "Bayern ist eine überragende Mannschaft. Ich denke auch, dass sie diese Saison wahrscheinlich Meister werden. Wir werden natürlich versuchen, unser Bestes zu geben und ins internationale Geschäft zu kommen." (SID)

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    Objekt der Begierde: Mario Götze wird von Bayern Präsident Hoeneß vor dem Schlager zwischen Meister und Rekordmeister umschwärmt.

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