2011

Wahl fällt auf Görgl und Morgenstern

9. November 2011, 19:34
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    apa-foto: herbert pfarrhofer

    Das sportliche Traumpaar 2011: Elisabeth Görgl und Thomas Morgenstern

Skispringer räumte alles ab - Doppel-Weltmeisterin überlegen vor zwei ÖSV-Kolleginnen zur Besten ge­kürt - Skispringer Mannschaft des Jahres

Wien - Skispringer Thomas Morgenstern kennt das Sieger-Gefühl bei der Galanacht des Sports wie kein anderer. Der 25-jährige Kärntner ist am Mittwoch als Österreichs Sportler des Jahres 2011 geehrt worden und gewann mit seinen Sprung-Kollegen Martin Koch, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer auch in der Kategorie Mannschaft des Jahres. Bei den Damen blieb der Titel im ÖSV-Alpinlager. Elisabeth Görgl siegte vor ihren Teamkolleginnen Marlies Schild und Anna Fenninger und trat die Nachfolge von Andrea Fischbacher an. 1.500 geladene Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Society sorgten für einen würdigen Rahmen.

Für Überflieger Morgenstern war es seine zweite Auszeichnung als bester Einzelsportler nach 2008 und inklusive den Mannschafts-Ehrungen bereits seine sechste Trophäe. Morgenstern war auch bei den Team-Auszeichnungen 2005, 2008 und 2009 dabei und ist nun zum meistgeehrten Sportler bei der seit 1949 stattfindenden Wahl geworden. Einzigartig bleibt Hermann Maier, der viermal in Folge (1998 bis 2001) die Einzelwertung gewonnen hat. Unerreicht ist weiter Annemarie Moser-Pröll, die siebenmal zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt worden ist.

Morgenstern setzte sich bei der 63. Sportlerwahl vor Snowboard-Doppelweltmeister Benjamin Karl, seinem Teamkollegen Gregor Schlierenzauer und Vorjahressieger Jürgen Melzer (Tennis) durch. Seine herausragende Saison mit WM-Gold von der Normalschanze, Silber von der Großschanze, zwei WM-Goldmedaillen mit dem Team, dem Gesamt-Weltcupsieg und dem Erfolg bei der Vierschanzentournee brachten ihm 947 Punkte und 125 erste Plätze bei rund 240 abgegebenen Stimmen. Er ist erst der dritte Zweifach-Sieger aus dem Springer-Lager nach Armin Kogler (1979, 1981, 1982) und Andreas Goldberger (1993, 1996).

"Es ist ein sehr emotionaler Moment. Es ist nicht selbstverständlich, zum sechsten Mal hier heroben zu stehen", sagte der Kärntner, der sich besonders bei seinem Wegbereiter Edi Federer bedankte. "Bei all den Ehrungen haben die Einzel-Siege eine besondere Bedeutung, weil diese Trophäen darf ich behalten. Die Teamtrophäen haben ja alle unsere Trainer", sagte Morgenstern schmunzelnd. Diesmal soll der sportliche Leiter Ernst Vettori beglückt werden.

Während sich Fußball-Jungstar David Alaba über Rang sechs freuen durfte, landete zum zweiten Mal nach 1987 kein ÖSV-Alpinfahrer unter den ersten 15. Philipp Schörghofer blieb als bester Alpinskifahrer Rang 16.

Dominante Ski-Damen

Bei den Damen dominierten dagegen weiter die ÖSV-Alpinen, sie feierten den zweiten Dreifach-Sieg nach 1987 (Sigrid Wolf vor Roswitha Steiner und Elfi Eder). Mit Ausnahme von Schwimmerin Mirna Jukic (2002, 2008, 2009) und Triathletin Kate Allen (2004) haben bei den jüngsten zehn Wahlen nur Skifahrerinnen gewonnen. Görgl gewann dank ihrer zwei WM-Goldmedaillen (Abfahrt und Super-G) vor der überragenden Slalom-Läuferin Marlies Schild (WM-Gold und Slalom-Weltcupsieg), die schon zum dritten Mal nach 2006 und 2010 mit Platz zwei vorlieb nehmen musste, und Anna Fenninger. "Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Es ist ein besonderer Titel, den sehr viele Sportgrößen in der Vergangenheit gewonnen haben. Ich bin wirklich gerührt", sagte Görgl.

Fenninger hielt sich mit der Auszeichnung "Aufsteigerin des Jahres" schadlos. Sie gewann die per Publikumsabstimmung im Internet durchgeführte Wahl mit mehr als doppelt so vielen Stimmen wie der zweitplatzierte Kletterer Jakob Schubert. Auf Rang drei folgen die Kanu-Weltmeisterinnen Yvonne Schuring/Viktoria Schwarz. "Das ist ein Publikumspreis und das ist was ganz Besonderes", freute sich Fenninger.

Bei den Mannschaften setzte sich die seit 2008 währende Vorherrschaft der ÖSV-Nordischen durch. Nach den Skispringern 2008 und 2009 sowie den Kombinieren 2010 waren diesmal wieder die Adler an der Reihe. Die Doppel-Weltmeister von Oslo siegten mit 848 Punkten vor den Nordischen Kombinierern (Felix Gottwald/Christoph Gruber/David Kreiner/Mario Stecher) mit 783 Punkten und dem Formel 1-Team Red Bull Racing (488). Die Skispringer gewannen die seit 1978 durchgeführte Mannschafts-Wahl zum fünften Mal nach 2001, 2005, 2008, 2009 und schlossen damit zu den Nordischen Kombinierern auf.

Lösch und Falch Sportler des Jahres mit Behinderung

Die Auszeichnung der Sportlerin des Jahres mit Behinderung ging so wie im Vorjahr an Claudia Lösch. Die querschnittgelähmte Niederösterreicherin gewann bei der Weltmeisterschaft in allen fünf Disziplinen eine Medaille (dreimal Silber, zweimal Bronze). Gespannt ist Lösch, was die künftige Teilnahme von Mathias Lanzinger im Behindertenskilauf für die mediale Aufmerksamkeit bewirken wird.

Bei den Herren ging der Titel an Martin Falch, der im Para-Duathlon Gold und Bronze bei der WM sowie Bronze bei der EM holte. Falch hatte vor 13 Jahren einen Unterschenkel verloren, vor zweieinhalb Jahren starb seine Frau. "Sie hat gesagt, mach weiter", erklärte er seine Motivation. Bei den Special Olympics wurde Isabella Szele geehrt. Die Botschaft der Reiterin: "Weitermachen, wir können es schaffen."

An der Wahl zu Österreichs Sportlern des Jahres, die zum 63. Mal stattgefunden hat, nahmen rund 240 Sportjournalisten teil. Die Wahl wurde von Sports Media Austria, der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, durchgeführt, die Ehrung erfolgte traditionell bei der Sporthilfe-Galanacht. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 144
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juri chebesta
00
11.11.2011, 22:11

und thomas vanek? versteh einer die österreicher....

ich bin rapid-fan
00
11.11.2011, 17:11

Super, genauso hätte ich auch gewählt!!

parfen semjonowitsch rogoshin
01
10.11.2011, 22:21
entschuldigen sie, bin ich hier richtig...

...beim über-schi-sport-herziehen-forum?
haben sie schon offen?
ja?
super, es ist nämlich so:
der winter, es ist unausweichlich, zieht bald übers land, also habe ich mich gerade so richtig in rage gebracht, bin total heiss, hab schon solche kabeln, es geht mir das gimpfte auf und möchte ich über den schisport im allgemeinen und den österreichischen im besonderen so richtig nach herzenslust abkotzen!

aber obacht! bringen sie frau und kinder in die stube, denn das wird beileibe kein kindergeburtstag, es werden schmähungen wie tiefkühltrottel, alpinchauvinistische aufladung,bergdeppen, minusgradkomasaufen für minusIQkomasäufer, schröcksnadel-mafia,eingebetteter öffentl-rechtl. debiljournalismus, reini, meissi,scheixxxi fallen!!

Kontrahent1
11
10.11.2011, 12:41
Was schaut Frau Görgl

mit Haaren und ohne Werbung echt gut aus;-)

Gary Grantscherbn
00
12.11.2011, 00:01

sorry, die hat an diesem Abend eher wie eine Mischung aus Rübezahl und Lilly Monster ausgesehen. Brrrrrh....

Dr Zoidberg
00
10.11.2011, 15:18

Woher weisst du das mit den Haaren ?

;°)

Kontrahent1
00
11.11.2011, 12:45
weil man sie sonst immer nur

mit Helm oder Mütze voll Werbung sieht.

milo66
11
10.11.2011, 13:19

Dachte ich auch, super schaut sie aus, die Liz. ;-)

Gary Grantscherbn
00
12.11.2011, 00:03
na Sie ham an Gschmack...

bitte wie meinen? Geschminkt wie eine Anfängerin, auftoupiert wie die Hexe Knusperbein bei Gegenwind....

Meklon von Andromeda
 
11
10.11.2011, 13:06

Schau Dir mal ihren Oberkörper und die Arme an:
http://www.be24.at/media/BEl... goergl.jpg

Oder beim Gewichte-Schupfen:
http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_... /image.jpg

Klaus Walter
31
10.11.2011, 15:24

JA, sie schluckt... und nicht nur eiweisspulver...

Kontrahent1
02
10.11.2011, 13:35
Von nix kommt nix,

ich bezog mich auf das Foto oben. Und auch L. Vonn ist keine Sylphide;-)

do re mi fa so
52
10.11.2011, 11:28
2 starke wochen, eine verletzte konkurrentin....

halt zufällig bei der wm. das reicht schon aus.

Franky A
01
10.11.2011, 11:22

Für den Morgenstern war der Preis in wahrsten Sinne des Wortes ein "Hungerlohn" ...

abraxa
11
10.11.2011, 11:10
Schade,

dass wieder einmal nur die Wintersportler auf dem Podest stehen, obwohl es mit Corinna Kuhnle als Weltmeisterin 2010 und 2011 im Kanuslalom und Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz, Weltmeisterinnen 2011 im Kanurennsport, auch sehr erfolgreiche Sommersportlerinnen gibt, die nicht den finanziellen Hintergrund und die Unterstützung eines großen Betreuerteams haben. Die Kanusportlerinnen müssen sich auch gegen 30 und mehr Nationen behaupten, wogegen unsere Wintersportler weltweit eigentlich eine Randsportart betreiben und die Gegner aus nur wenigen Nationen kommen.

Gary Grantscherbn
00
12.11.2011, 00:04

Tschuldigung, wen interessiert Kanunieren?

milo66
21
10.11.2011, 13:19

Kanufahren ist in österreich halt nur ein insidersport. Wenn die von ihnen genannten Damen es schaffen würden, ihren sport etwas populärer zu machen hätten sie auch bei solchen wahlen besere chancen. Klar spielen da auch die medien eine rolle, aber wenn eine von denen nur einen fingernagel breit charisma hätte, dann würden sich auch die medien für sie und ihren sport interessieren.

Thanus
31
10.11.2011, 12:15

Der alpine Schirennsport mag global betrachtet nur eine untergeordnete Rolle spielen, aber der Kanu-Sport spielt überhaupt keine Rolle. Der Sport ist als solcher unbedeutend.

abraxa
00
10.11.2011, 13:08
ZUr INfo:

Der Kanusport ist international überhaupt nicht unbedeutend! An Großereignissen nehmen mehr Nationen teil als zB im Schwimmsport. Leider sind die Quotenplätze bei der Olympiade so begrenzt, dass nur die besten überhaupt einen bekommen. So war bei der WM im Kajak Zweier ein 6. Platz notwendig, bei über 30 teilnehmenden Nationen um fix dabei zu sein. Der Kanusport wird nur bei uns nicht so registriert, da es keine Preisgelder für gewonnene Regatten gibt und auch sonst nicht viel Geld im Spiel ist. In Ungarn ist der Kanusport zB Volkssport und die Sieger nationale Helden, vergleichbar mit den Schirennläufern bei uns.

Gary Grantscherbn
00
12.11.2011, 00:06

na ja, dann kann ja Frau -wie heißt sie- bei der Wahl zur ungar. Sportmieze des Jahres antreten. ps. ist das nicht die Piefkonin, von der da geredet wird, die sich da als Österreicherin schmückt?

Thanus
30
10.11.2011, 14:21

in einem Sport, in dem es weder Geld noch Ruhm zu gewinnen gibt, kann keine große Leistungsdichte aufweisen - das ist mehr Freizeitbeschäftigung als professioneller Spitzensport

Van the Man
00
10.11.2011, 16:34
sagt er, rülpst und fällt von der Coach!

milo66
00
10.11.2011, 13:20

Schon, aber wen interessierts??

Anti-Joke Chicken
10
10.11.2011, 12:01

Kanusport?
dein Ernst?

mann soll ja nach der Leistung gehen ... aber einen solchen unpopulären Sport auszuzeichnen hat bei so einer Gala keine Berechtigung

abraxa
01
11.11.2011, 07:28
Also

diese Äußerung finde ich schon sehr unqualifiziert, milde ausgedrückt!
Gerade weil es um Leistung gehen sollte, gehören auch Sportler aus anderen Sportarten ausgezeichnet, die mindestens so hart trainieren wie alle anderen Leistungssportler und auch diese Leistungen erbringen, nur halt aus unerfindlichen Gründen weniger im Rampenlicht stehen. Der Kanusport hat in Österreich eine lange Tradition, es gab in der Vergangenheit viele Medaillengewinner bei Großveranstaltungen. Unpopulär ist dieser Sport höchstens in Österreich, umso größer ist die Leistung der Damen, sich in einem hochklassigen, internationalen Feld durchgesetzt zu haben!

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