Innsbruck

Nach Tod von Dreijähriger: Neue Vorwürfe gegen Klinik

9. November 2011, 17:56

Südtiroler Bub soll nach Hauttransplantation schwerbehindert sein

Innsbruck - Die Innsbrucker Klinik kommt offenbar nicht aus den Schlagzeilen: Nach dem Tod einer Dreijährigen an der Innsbrucker Kinderklinik ist am Mittwoch ein weiterer Fall bekanntgeworden. Ein Bub aus Südtirol soll nach einer Hauttransplantation in der Innsbrucker Klinik vor rund drei Jahren schwerbehindert sein. "Das Kind ist mit schwersten Verbrennungen zu uns gekommen, wurde aber nicht mit Propofol in künstlichen Tiefschlaf versetzt", sagte Tilak-Sprecher Johannes Schwamberger und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Das Kind habe sich mit neun Monaten einen Teil seiner Brust mit heißer Marmelade verbrannt, erklärte Gabriele Fischer, die Sprecherin der Elternplattform Kinderklinik gegenüber der "Presse" (Donnerstagausgabe): "In der Folge wurde der Bub einer Hauttransplantation unterzogen und meines Wissens für drei Wochen in künstlichen Tiefschlaf versetzt". Nach dem Aufwachen sei er nicht mehr derselbe gewesen. "Er ist geistig massiv eingeschränkt, hört extrem schlecht und kann kaum sehen", sagte Fischer. (APA)

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11 Postings
Kirtag
03
10.11.2011, 08:47

jeder rechtsanwalt bzw. versicherungsheini, der - natürlich nach rücksprache mit dem behandelnden arzt - den eltern einen (standard-)brief schickt, in welchem dem arzt jegliches fehlverhalten abgesprochen und von "SCHICKSALSHAFTEM VERLAUF" gebrabbelt wird, gehört mindesten 2 tage abgewatscht.

Wolfgang Ullram
04
10.11.2011, 08:09
erfahrung

aus erster hand: ich wurde auch von den hippokratischen hochstaplern nach einer wegen kunstfehler notwendigen gastrektomie 5 tage schlafen geschickt.
war im nov. bis zum folgenden feb war ich extrem langsam, habe 18-20 h am tag geschlafen,usw.
ich wurde auch nicht aufgeklärt oder gar gefragt...
es war wie ein 5 tg alptraum. getriggert von den stimmen der anwesenden.
und dabei soll ja alles gut gegangen sein.
es sollten die fleischhacker (Dr.) mal selber eine woche ausgeknockt werden, mal sehen ob das den standpunkt ändern würde.
es is immer dasselbe:
wenn eine heilung erfolgt ists der arzt gewesen, wenns schiefgeht dann ists ein schicksalshafter einzelfall.... zum koxxen

Dagmar Rehak Wien
 
105
9.11.2011, 19:54

Was haben die alle mit dem künstlichen Tiefschlaf?
Haben die nix gelernt, oder warum wissen die nicht, dass man damit natürlich auch Heilvorgänge und vieles andere blockiert?
Es ist ja wohl nicht so, dass das das erste Mal passiert. Nach Schädelverletzungen sind die Betroffenen oft behindert, und das, obwohl das Gehirn oder ein bestimmtes Gehirnareal beim Unfall gar nicht beschädigt worden war. Das Ausknipsen wird sogar "Heilschlaf" genannt. Und dann wird der Patient "geweckt", also die Drogen abgesetzt, und er ist nicht mehr der selbe.

Wie kann man sich vor so etwas schützen?
I maan, ich kann mir nicht sämtliches, was bei mir NICHT gemacht werden soll, auf die Stirn tätowieren.

wenzel der schweinehirt
311
9.11.2011, 22:33
ein skandal!

da studieren ärzte jahrelang, machen turnus und facharztausbildung und tun über jahre eigentlich nichts anderes außer dem behandeln von menschen - und während all dieser zeit kommt kein einziger auf die idee, die rehak dagi zu fragen, ob es nicht doch gscheiter wäre, die sedierung hie und da mal einfach bleiben zu lassen.

Dagmar Rehak Wien
 
20
10.11.2011, 09:34

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man eine Betäubung (Sedierung ist was anderes) bleiben lässt, erst recht bei einem Kind.
Angeblich wurde der gesetzliche Kinderschutz gerade verbessert, aber manche stehen offenbar über dem Gesetz.

JohnPaul1
23
9.11.2011, 21:15

Expertenmeinung, alle Achtung, Medizin studiert?
Sie sollen lieber über Gaddafi schreiben.

Hippo Krates
 
17
9.11.2011, 20:34

eh kloa, die ärzte an der uni-klinik haben den og. pat. drei wochen auf der intensivstation im künstlichen tiefschlaf versetzt, weil ihnen grad langweilig war und das obwohl die frau rehak (und sicherlich auch der FS3) gaaaanz genau wissen dass das pfui ist und sicherlich 3 globuli "Nihil D30" viel effektiver gewesen wären...

Michael Schmied
32
9.11.2011, 20:56
Nach Hauttransplantation in Tiefschlaf

Unglaublich dumm. Es gibt sehr potente Schmerzmittel.

Dagmar Rehak Wien
 
30
10.11.2011, 09:30

Schmerzmittel würde ich nach einer Transplantation nicht geben, denn die blockieren in der Regel Entzündungsprozesse. Diese gehören aber zu einem geordneten Heilungsverlauf unbedingt dazu, weil das Zusammenbauen neuer Zellverbände nur funktioniert, wenn das Gewebe aufgelockert ist.

Dagmar Rehak Wien
 
51
9.11.2011, 20:54

Nein, viel banaler:
Die haben einfach keine Ahnung, wie die Substanzen wirken, oder es ist ihnen wurscht.
"künstlicher Tiefschlaf" sollte übrigens nicht verwendet werden. Der Patient wird bewusstlos gemacht; das ist so ziemlich das Gegenteil von Schlaf.

JohnPaul1
01
10.11.2011, 16:30

Ignoranz pur (alle 2 Postings), aber sehr selbstbewusst geschrieben.

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