Heilsames Fieber?

Fieber bei Kindern - oft kein Grund zur Sorge

9. November 2011, 16:17
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    foto: sigrid roßmann / pixelio.de

    Babys mit Fieber gehören grundsätzlich zum Kinder- und Jugendarzt.

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Fieber ist keine Krankheit, sondern eine aktive Reaktion des Organismus gegenüber eingedrungenen Krankheitserregern

München - Wie gefährlich ist Fieber bei Kindern? Viele Eltern glauben, die gestiegene Temperatur sofort senken zu müssen. Fieber ist keine Krankheit, sondern eine aktive Reaktion des Organismus, eingedrungene Krankheitserreger zu bekämpfen und so sich selbst zu heilen. So lange das Kind nicht merklich darunter leidet, muss die überhöhte Temperatur nicht mit allen Mitteln gesenkt werden, informiert die Stiftung Kindergesundheit in einer Aussendung.

In den letzten Jahrzehnten haben die Mediziner die heilsame Wirkung des Fiebers zunehmend zu schätzen gelernt, denn Fieber treibt die Immunkräfte zu Hochleistungen an. Deshalb gilt: So lange sich das Kind nicht zu krank fühlt und auch sonst einen guten Allgemeineindruck macht, müssen keine fiebersenkenden Medikamente eingenommen werden. Die präzise Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin lautet: "Bei Kindern, die trotz erhöhter Temperatur munter sind und normal essen und trinken, müssen keine Maßnahmen ergriffen werden. Steigt die Temperatur aber über 38,5 Grad an, kann der Allgemeinzustand eines Kindes beeinträchtigt werden: Es fühlt sich schlecht, hat Muskel- und Gliederschmerzen, ist appetitlos und quengelig. Wenn das Kind offensichtlich leidet, ist es sinnvoll, das Fieber zu senken."

Die Ursache behandeln

Das Fieber ist lediglich ein begleitendes Symptom der beginnenden Erkrankung, ein Warnzeichen, das jedoch für sich allein nicht gefährlich ist. Nicht das Fieber macht ein Kind krank, sondern der Erreger, der hinter der Infektion oder der Entzündung steckt. Die Suche nach der Ursache des Fiebers ist deshalb wichtiger als seine Senkung, so die Stiftung Kindergesundheit. Die Regel der Kinder- und Jugendärzte lautet deshalb heute: "Die Krankheit behandeln, nicht das Thermometer".

Studien haben ergeben, dass das Fieber eine der wichtigsten Immunreaktionen des Körpers darstellt. Die nützlichen Reaktionen des Organismus gegen eingedrungene Krankheitserreger laufen am besten bei einem Fieberzustand zwischen 39 und 40 Grad ab. So arbeiten die so genannten Fresszellen, die Phagozyten, die die Eigenschaft haben, Bakterien unschädlich zu machen, bei einer Temperatur von 39 Grad optimal.

Kleine Kinder ertragen hohe Temperaturen überdies in aller Regel viel besser als Jugendliche oder Erwachsene. Selbst hohes Fieber über 40 Grad macht ihnen oft nichts aus. Nur dann, wenn das Kind durch das Fieber leidet, unruhig und quengelig ist, Trinken und Essen verweigert, nicht schlafen kann, verwirrt ist oder wenn es schon einmal einen Fieberkrampf hatte, sollten die Eltern Gegenmaßnahmen ergreifen.

Babys mit Fieber gehören grundsätzlich zum Kinder- und Jugendarzt. Auch etwas ältere Kinder sollten in folgenden Fällen zu einem Arzt gebracht werden:

  • Das Fieber steigt über 38,5 Grad.
  • Das Fieber besteht länger als 24 Stunden.
  • Das Kind verweigert das Trinken, verliert Flüssigkeit und trocknet aus.
  • Dem Kind geht es gut, aber das Erbrechen dauert länger als zwölf Stunden (wenn es dem Kind nicht gut geht, früher zum Arzt).
  • Dem Kind geht es gut, aber der Durchfall dauert länger als zwei Tage (wenn es dem Kind nicht gut geht, früher zum Arzt).
  • Das Kind hat schwere Bauchschmerzen oder -krämpfe.
  • Die Schmerzen werden trotz Behandlung stärker.
  • Das Kind krampft.
  • Das Kind hat einen Hautausschlag oder zeigt Symptome von Ohrenschmerzen oder Atmungsbeschwerden. (red)
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Posting 1 bis 25 von 28
1 2
Herr Plumm
11
13.11.2011, 10:04
Fieber gegen Krebs

es gibt zwar wenige bis keine Studien darüber, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass unsere "Fiebersenkungmentalität" auch einen Teil für die erhöhten Krebsraten heutzutage beiträgt. Unser Körper hat eben viele natürliche Mechanismen...vieles kann selber heilen und man bräuchte überhaupt keine Medizin für die meisten Krankheiten...aber was solls...Ärzte wollen Geld verdienen!

Dagmar Rehak Wien
 
14
10.11.2011, 09:09

" Auch etwas ältere Kinder sollten in folgenden Fällen zu einem Arzt gebracht werden:

•Das Fieber steigt über 38,5 Grad.
•Das Fieber besteht länger als 24 Stunden."

Das ist ein Blödsinn!
Ein Kind mit Fieber gehört ins Bett und muss sich unbedingt ausschlafen. Zum Arzt zahn, wo es vielleicht noch mit anderen kranken Kindern im Wartezimmer warten muss, ist nur dumm. Auch die Kinderärzte sehen das gar nicht gern, wenn ihnen ein halb ohnmächtiges Kind hingestellt wird, mit der Forderung, es gesund zu machen.
Kinder haben meistens höheres Fieber als Erwachsene. 39°C ist ganz normal für ein fieberndes Kind.

Fieber dauert meistens länger als einen Tag. Das Kind wird jedes Mal am Gesundwerden gehindert, wenn es aus dem Bett gezaht wird.

Sepp Maier
03
10.11.2011, 07:28

Nureflex/Parkemed geb ich erst ab 39,5 Grad Fieber und nur zum Einschlafen gegen die mit Fieber verbundenen Schmerzen.

Dagmar Rehak Wien
 
22
10.11.2011, 09:17

Die Schmerzen werden verursacht durch Gewebshormone, die das Gewebe lockerer machen sollen, damit die Lymphflüssigkeit besseren Zugang hat. Durch Flüssigkeitsmangel werden die Schmerzen verstärkt, und mit Flüssigkeitsaufnahme kann man sie auch zum Verschwinden bringen.
Schmerzmittel blockieren in der Regel die Bildung von Entzündungshormonen, die ja das Gewebe lockern sollten. Aber nur ein aufgelockertes Gewebe mit hohem Flüssigkeitsanteil kann sich effektiv gegen Erreger wehren.

Godesberg
02
13.11.2011, 00:02

Nennen Sie bitte den Namen eines dieser Hormone, dass das Gewebe "auflockern" soll und erklären Sie bitte worin sich diese "Auflockerung" äußert. Vergrößert sich der Interzellularraum? Wie?

Dagmar Rehak Wien
 
00
13.11.2011, 09:11

Prostaglandine
Ja, es ist dann mehr Flüssigkeit zwischen den Zellen. Das ist notwendig, weil mehr Aufbaumaterial für die neuen Zellen transportiert werden muss.

Killa vomBilla
00
10.11.2011, 08:12
-.-

Parkemed nur einmal ausgeschenkt und seitdem nur mehr Nureflex und das auch ganz selten.Ruhe bewahren ist wichtig ;oP

Michael Schmied
03
10.11.2011, 09:32

Es ist sowieso nicht verständlich warum jemand normal denkendes einem Kind Parkemed=Mefenaminsäure gibt.

Das Risiko der Agranulozytose, wenn auch noch so gering, ist im Verhältnis zum möglichen Nutzen zu hoch.

A Voice
00
13.11.2011, 19:37
Ärzte haben uns immer Nureflex

verschrieben/empfohlen.

Sepp Maier
03
10.11.2011, 07:26
Keine Angst bei einem unkomplizierten Fieberkrampf!

Ist schrecklich anzusehen, einen sich leblos anfühlenden Körper wie die gesengte Sau in ein Krankenhaus zu tragen ist auch entsetzlich.

Im Nachhinein wars harmloser als es schien und dürfte bei Kleinkindern öfter aufzutreten als man denkt/weiß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fieberkrampf

A Voice
00
13.11.2011, 19:38
Beim ersten

darf man ruhig Angst haben und auch ins Spital fahren - man kann sich nämlich bezüglich der Harmlosigkeit auch täuschen. Kein Arzt wird einem daraus einen Vorwurf machen.

Kathi1609
 
14
10.11.2011, 00:07
Auf der Notfallambulanz im St. Anna jahrelang miterlebt:

"Was, Sie haben zu Hause noch nicht mindestens alle 10 minuten gemessen?"
"Was, Sie haben nicht ständig vier verschiedene fiebersenkende Wirkstoffe im Haus?"
"Was, Sie haben noch nichts gegeben?"

Jedes Kind kriegte dort bei Fieber automatisch was reingeschoben. Ab 37,5. Egal, wie es drauf war.
Und Eltern, die das nicht von sich aus total super fanden und eh schon daheim gemacht hatten, wurden gnadenlos zusammengeschissen. Von ausnahmslos jeder Ärztin/jedem Arzt, mit dem ich dort zu tun hatte.

Abgesehen von unserer niedergelassenen Kinderärztin, die alt genug ist, um noch fähig zu sein, kriegen Ärzte meine Kinder nur in die Hände, wenn es wirklich akut sein muss.
Die Inkompetenz selbst bei einfachsten Dingen ist großteils gnadenlos.

Dagmar Rehak Wien
 
04
10.11.2011, 09:18

"... Kinderärztin, die alt genug ist, um noch fähig zu sein, ..."
Stimmt, die Ausbildung ist mittlerweile gemeingefährlich schlecht. Nur mehr die Älteren haben noch was gelernt, damals.

Kathi1609
 
02
10.11.2011, 14:31
Vor allem haben die Älteren noch gelernt, auch mal NICHTS zu tun und nicht jeden neuen Test, jedes neue Medikament und jedes neue Gerät heppipeppi zu finden und maßlos über alle auszuschütten.

Und haben noch klinisches Handwerk gelernt.
Ich verlang gar nicht von jedem Niedergelassenen, dass er bei jedem Thema den neuesten Forschungsstand und jedes Detail kennt. Aber es wär schön, wenn sie wenigstens die Technik der Medizin ausreichend beherrschen würden.
Was da teilweise herumuntersucht und herumgestochert wird, das ist mitunter Kaffeesudlesen.

Und Statistik kann auch keiner, das ist auch so ein Drama. "Wenn wir diese Antibiotika nicht geben, erhöht das Risiko X um ein Drittel." Und alle Eltern machen brav. Aber frag mal: "Von welcher Summe? 100 oder 100.000 Kinder? Absolute Zahlen? Absolute Nebenwirkungen? ..." Dann schaun sie dich an, die Herren (und Damen) Gstudierten. Man darf ja nicht die Nocebo-Botschaft relativieren ...

Dagmar Rehak Wien
 
01
10.11.2011, 17:04

Naja, ich verlange das schon, dass sie alles wissen, zumindest, was ihren Bereich betrifft. Einen Personalverrechner würde man unter 90% Wissensstand sicher nicht ins wirkliche Leben entlassen. Und viele Ärzte wissen einfach nicht, was bei Fieber passiert. Sie kennen sich schlicht nicht aus, denn würden sie eine Ahnung davon haben, würden sie es niemals senken wollen. Die glauben zB, die Entzündungssymptome sind die Krankheit an sich. Furchtbar!

wegen Antibiotika: Sogar das Drittel ist eine Phantasiezahl von nix. Das ist auch so ein Bereich, wo oft eine lehrbuchmäßige Genesung durch Zerstören des Immunsystems abgewendet wird - und die Bazillen lachen sich einen Ast ab.

Es gibt aber schon auch gute Ärzte. Muss man immer wieder dazu sagen.

Kathi1609
 
01
10.11.2011, 20:14
Da hast du Recht. Ich hab sie halt suchen müssen wie die Nadel im Heuhaufen.

Das ist ja das Problem. Normalerweise brauchst eh keinen Arzt. Weil die meisten Alltagswehwehchen sich von selber regulieren.

Wennst aber im Notfall einen Arzt brauchst, kannst nicht erst recherchieren und wählen. Da bist auf das "Glück" angewiesen, dass jetzt grad akut in der Ambulanz eine der Nadeln sitzt ...

Dagmar Rehak Wien
 
21
10.11.2011, 20:39
Aja, und noch was...

wegen Antibiotika:
Mittlerweile habe ich Zweifel bekommen an der Resistenz-Theorie. Es kann nämlich bei einigen schon von der Wirkungsweise her keine Resistenz gebildet werden.
Vielmehr halte ich das für die offizielle Erklärung, warum Antibiotika nicht gesund machen. In Wirklichkeit waren Antibiotika immer schon unwirksam, und nur, weil sich das Immunsystem des Patienten nicht völlig zerstören lässt, "wirken" sie.
Eine lange Zeit hat sich der schöne Schein aufrecht erhalten lassen. In meiner Jugend zB war der Patient selber schuld, wenn er nicht gesund geworden ist, weil er die Dinger nicht nach Vorschrift genommen hat. Aber durch die immer bessere Vernetzung erzählen sich die Leute immer mehr, was mit Antibiotikum passiert.

bio_tech
01
11.11.2011, 15:25

Ich habs schon immer gewusst. In der Nacht schleichen sich die Professoren in die Bruträume und tauschen die Petrischalen aus. ;-P

*Andreas*
12
11.11.2011, 00:17

Ist Ihnen das, was Sie hier verbreiten gar nicht peinlich?

Jedes halbwegs seriöse Buch, jede Grundlagenvorlesung, ja jeder stinknormale Biologielehrer sollte Ihnen richtigere Informationen geben können.

Dagmar Rehak Wien
 
00
11.11.2011, 08:51

Genau da her hab ich das.

*Andreas*
02
11.11.2011, 12:13

Entweder Sie haben das Wort "seriös" überlesen oder es war in Ihren Träumen.

marty fink
01
10.11.2011, 21:54
Und schon den Nobelpreis bekommen?

Bonair
04
10.11.2011, 21:51
Es kann nämlich bei einigen schon von der Wirkungsweise her keine Resistenz gebildet werden.

Sie sind vollkommen und hoffnungslos resistent gegen medizinisches Wissen - Ihre Theorie ist allein schon damit 10fach widerlegt.

Traurig, dass Sie mit solchem intellektuellem Erbrechen kostbaren Platz im Internet verschwenden.

Knieriem
03
9.11.2011, 21:08

Das ist alles gut und richtig!
Jeder halbwegs intelligente Mensch weiß das.
Das ist aber leider aus meiner Erfahrung einer Mehrzahl der Eltern nicht klarzumachen.
Der einfache, prüfende Blick auf das Kind wird durch den Blick auf das Fieberthermometer "verstellt".
Der gesunde Menschenverstand ist leider, spätestens seit er bei einer Lebensmittelkette arbeitet, beim gemeinen Volk ausgestorben.

anna kinsky walker
02
9.11.2011, 16:52
bei fieber

eine heisse limonade aus preiselbeeren

und gut ist

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