Schlafkrankheit breitet sich durch Temperaturanstieg aus

15. November 2011, 19:44
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    foto: archiv

    Tsetsefliegen der Gattung Glossina finden durch ansteigende Durchschnittstemperaturen ein größeres Verbreitungsgebiet.

Vor allem in Südafrika könnten Millionen von Menschen durch die Tsetse-Fliege zusätzlich bedroht sein

London - Die Tsetse-Fliege liebt es warm, aber nicht zu heiß. Derzeit leben im Verbreitungsgebiet der Überträgerin der gefährlichen Schlafkrankheit 75 Millionen Menschen, aber in den kommenden Jahrzehnten könnten Dutzende weitere Millionen dazu kommen. US-Wissenschafter befürchten nämlich, dass sich die Fliege infolge der Erderwärmung in neuen Regionen Afrikas heimisch werden könnte. Zusätzlich 40 bis 77 Millionen Menschen würden demnach im Jahr 2090 durch die Krankheit bedroht sein, die ohne eine medizinische Behandlung tödlich verlaufen kann.

Die Wissenschafter untersuchten, wie sich die Tsetse-Fliege und der Trypanosoma-Parasit, den sie überträgt, bei steigenden Temperaturen vermutlich ausbreiten werden. Bei einem Anstieg der Temperatur um 1,1 bis 5,4 Grad Celsius - je nach Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids - könnten Teile Ostafrikas für die Fliege zu heiß werden.

Computersimulationen

Andere Gebiete in der Region sowie im südlichen Afrika hingegen, die zuvor zu kalt waren, würden zum Verbreitungsgebiet für die Tsetse-Fliege, fanden Wissenschafter um Sean Moore von der US-Gesundheitsbehörde CDC durch Computersimulationen heraus. Demnach kann sich die Krankheit bei einer Durchschnittstemperatur von 20,7 bis 26,1 Grad verbreiten. Die Studie erscheint im britischen Wissenschaftsmagazin "Journal of the Royal Society Interface".

Nach dem Stich durch die Tsetse-Fliege treten in der Regel rasch Fieber oder Kopfschmerzen auf. Später können Herzrhythmusstörungen, Gehirnhautentzündung und neurologische Störungen hinzukommen. Besonders auffällig sind Schlafstörungen und Schlaflosigkeit. Die Schlafkrankheit zählt zu einer Reihe gefährlicher Krankheiten, die sich Wissenschaftern zufolge durch den Klimawandel ausbreiten können, darunter auch Cholera und Malaria. (red/APA)

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13 Postings
Zuckerlilly Zuckerlilly
20
6.12.2011, 14:51
Nicht der Klimawandel, sondern die Errichtung von Nationalparks befördert die Wiederkehr der Tsetse-Fliege in Südafrika:

Some epidemiologists are concerned that the movement of wild animals through these corridors might allow the spread of trypanosomiasis and its
insect vector Glossina to areas where it has not been present for many years.

http://ergodd.zoo.ox.ac.uk/download/... tsetse.pdf

Man beachte "where it has not been present...", d.h. zuvor war die Tsetse-Fliege dort heimisch udn verbreitete Krankheiten.

Hat also nichts mit dem Klimawandel zu tun.

Zuckerlilly Zuckerlilly
20
1.12.2011, 13:02
Hm....

The first report ever on the harmful effects of tsetse bites was from the hand of David Livingstone whose "Missionary Travels and Researches in South Africa" of 1857 shows a drawing of a tsetse fly on the title- page.

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=... clnk&gl=de

NickKnarrkarton
52
16.11.2011, 22:58
Kurzusammenfassung

könnten dazu kommen. heimisch werden könnte. würden bedroht sein.vermutlich ausbreiten werden.könnten zu heiß werden. würden zum Verbreitungsgebiet.Kann verbreiten.

study by Könnrad Konjunktivis vom Institut für vermutliche Klimavermutungen.

Zuckerlilly Zuckerlilly
20
1.12.2011, 12:54
Oder: "Und wenn mei Tant' vier Radeln hätt', wär's a Omnibus"

1000undeine8
32
17.11.2011, 07:23

mit einem konjunktiv kann man sich aufpudeln, dass das ganze nicht sicher sei. ohne konjunktiv, dass man man das nicht sicher sagen könne, weil das alles in der zukunft liegt und womöglich vorher ein komet einschlägt oder sonstwas passiert. ist so einfach, je nach geschmack und wortwahl alles zu ignorieren, was einem nicht passt.

NickKnarrkarton
21
19.11.2011, 03:40

Ohne konjunktiv von unsicher und womöglich zu sprechen gelingt nur einem eingefleischten Klimahysteriker.

1000undeine8
02
19.11.2011, 09:03

ich kann nicht folgen. vor allem nicht dem "klimahysteriker". vielleicht zeigen sie mir einen meiner kommentare, aus dem sie folgern, ich wäre ein "hysteriker".

NickKnarrkarton
21
19.11.2011, 21:21

Kein Wunder, daß sie nicht folgen können - dazu müßten sie ja dazu bereit sein, einmal das zu hinterfragen, was sie ununterbrochen powerzitieren und verlinken.

1000undeine8
02
19.11.2011, 21:34

wenn sie nicht einmal einen einzigen link zu einem konkreten kommentar zur hand haben, sehe ich keine veranlassung, weiterzudiskutieren.

NickKnarrkarton
22
21.11.2011, 22:23

Diskutieren tun Sie sowieso nie - sie halten nur einen Monolog über immer denselben Unsinn, in der Hoffnung, daß ihn aufgrund der vorgetragenen Frequenz irgendwann jemand glaubt.

aleph null
32
17.11.2011, 09:22
An anderer Stelle Sie haben uns erklärt,

dass es nicht möglich ist, die Temperatur punktgenau für ein bestimmtes Gebiet vorherzusagen (http://derstandard.at/plink/131... 23510031).

Das ist aber genau die Voraussetzung dafür, dass man vernünftige Prognosen erstellen kann und ein klarer Hinweis darauf, dass es sich bei der Arbeit um junk-science handelt.

Al Borland
22
19.11.2011, 09:36

Nein, das ist keine Voraussetzung.

aleph null
32
17.11.2011, 00:42
Immerhin hat all das Tradition

Schon in der Bronzezeit führte der Haruspex die Eingeweidebeschau von Tieren aus, um die Zukunft vorherzusagen.

Back to the roots, so lautet das Motto.

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