Ecclestone gibt Zahlung an Ex-BayernLB-Chef zu

9. November 2011, 14:10
10 Postings

Der Formel-1-Chef zahlte eine Millionensumme, weil Gerhard Gribkowsky drohte, ihn beim Fiskus anzuzeigen

München - Vor dem Landgericht München I hat am Mittwoch die Vernehmung von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone als Zeuge im Prozess gegen den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky begonnen. Ecclestone räumte direkt zu Beginn der Vernehmung ein, an Gribkowsky im Zusammenhang mit dem Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB eine Millionensumme gezahlt zu haben. Er habe dieses Geld gezahlt, weil er keine Alternative dazu gesehen habe. Gribkowsky habe andernfalls damit gedroht, ihn bei den britischen Steuerbehörden anzuzeigen.

Gribkowsky war Risikovorstand der BayernLB. Er muss sich wegen Bestechlichkeit, Veruntreuung von Bankvermögen und Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten, weil er von Ecclestone 44 Mio. US-Dollar (31,9 Mio. Euro) kassiert haben soll. Die Staatsanwaltschaft hält dieses Geld für Schmiergeld. Gribkowsky hält die Zahlung der Summe durch Ecclestone dagegen für gerechtfertigt, weil er die Formel-1-Anteile der BayernLB erfolgreich an einen Investor verkaufen konnte. Der Ex-Bankmanager sitzt seit Jahresbeginn in Untersuchungshaft, sein Vermögen ist beschlagnahmt. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Bernhard "Bernie" Ecclestone winkt im Landgericht in München vor Beginn seiner Zeugenaussage im Schmiergeldprozess gegen das ehemalige Vorstandsmitglied der BayernLB, Gerhard Gribkowsky. Die Anklage wirft Gribkowsky vor, beim Verkauf der Formel-1-Beteiligung der Bank 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Ecclestone kassiert zu haben.

Share if you care.