Huawei bringt billige Android-Handys und Tablet nach Österreich

9. November 2011, 12:45
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Verkauf über Mobilfunker und ohne SIM-Lock im Handel geplant

Der chinesische Telekomkonzern Huawei forciert seine Marke in Österreich. In den nächsten drei Monaten sollen Huawei-Handys und ein Tablet-PC mit Android in Österreich auf den Markt kommen. Das kündigte Daniel Zhou, seit Mai 2011 Huawei-Österreich-Chef, am Mittwoch in Wien an. Das Unternehmen ist seit 2006 in Österreich aktiv, bisher aber zumeist als Technologie-Zulieferer für andere Marken.

Tablet

Das Huawei Media Pad ist bereits in anderen Ländern erhältlich. Das Tablet wird von einem 1,2 GHz starken Dual-Core-Chip angetrieben und besitzt ein 7 Zoll großes Display mit 1280 x 800 Pixel Auflösung. Zur Ausstattung gehören auch zwei Kameras mit 5 und 1,3 Megapixeln, WLAN und ein HSPA+-Modul. Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und soll besonders robust sein. Als Betriebssystem kommt Android 3.2 zum Einsatz. Das Tablet soll 379 Euro kosten.

Smartphones

Naben dem Outdoor-Handy Discovery D51 mit GPS, Kompass und Notruftaste um 125 Euro, legt Huawei auch mit neuen Android-Smartphones am Mobilfunkmarkt nach. Das 9,9 mm dünne Vision (U8850) mit 3,7-Zoll-Display bietet einen 1 GHz Snapdragon-Prozessor und eine 5-Megapixel-Kamera. Der interne Speicher kann mit microSD-Karten erweitert werden. Das Honor (U8860) bietet ein 4 Zoll großes Display, eine 1,4 GHz Single-Core-CPU und eine 8-Megapixel-Kamera. Bei beiden Modellen kommt Android 2.3 zum Einsatz. Das Vision soll 319 Euro kosten, das Honor wird ab 339 Euro erhältlich sein. 

89 Mitarbeiter

2010 machte Huawei-Österreich 74,7 Mio. Euro Umsatz, dieser soll heuer um 10 bis 15 Prozent steigen, so Zhou. Das Unternehmen beschäftige derzeit 89 Mitarbeiter, drei Viertel davon sind Österreicher. Über den Einstieg in den Endgerätemarkt soll es im nächsten Jahr zu einem Umsatzplus von 20 Prozent kommen. 2012 will Huawei in Österreich 500.000 Endgeräte verkaufen, neben Handys auch Datensticks und Festnetz-Telefone. Dabei werde der Vertrieb über alle Kanäle angestrebt: Neben Telekom-Firmen und Elektronik-Märkten auch über den Lebensmittelhandel. Die Firma Lidl hat schon im August angekündigt, ab Herbst Huawei-Handys zu verkaufen. Seit 2006 habe Huawei in Österreich zwei Mio. USB-Modems verkauft, sagte Zhou.

45 Millionen Geräte

Weltweit hat das 1988 gegründete Unternehmen Huawei 2010 28 Mrd. Dollar Umsatz gemacht, im ersten Halbjahr 2011 waren es 15,2 Mrd. Dollar (11,02 Mrd. Euro) . Der Gewinn machte im Halbjahr 12,4 Mrd. Yuan (1,42 Mrd. Euro) aus. Bisher wurden heuer weltweit 45 Mio. Geräte abgesetzt, im gesamten Jahr sollen es 60 Mio. werden. Von den 120.000 Mitarbeitern sind 44 Prozent in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Das Unternehmen habe bis Ende 2010 49.000 Patente eingereicht (17.765 wurden gewährt) sagte Zhou. Das Unternehmen stehe zu 100 Prozent im Eigentum der Mitarbeiter. Das heiße, das zwei Drittel aller Mitarbeiter Aktien besitzen, wer ausscheidet muss seine Anteilsscheine an den Gewerkschaftsfonds zurückgeben.

Hochegger-Verstrickung

In Österreich will Huawei abgesehen vom Einstieg in den Markt mit mobilen Endgeräten und der Ausstattung des Breitband-Marktes auch mit Kooperationen mit technischen Lehranstalten punkten. Details wurden am Mittwoch aber noch nicht bekanntgegeben. T-Mobile arbeitet bei der Erneuerung ihrer GSM-Infrastruktur mit Huawei zusammen. In die österreichischen Schlagzeilen geriet das chinesische Unternehmen heuer auch, weil es laut Medienberichten eine Lobbying- und Provisions-Vereinbarung zwischen Huawei und der dem Lobbyisten Peter Hochegger zugeordneten zypriotischen Firma Astropolis gegeben hat. (red/APA)

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Huawei

  • Media Pad
    foto: huawei

    Media Pad

  • Android-Smartphone Honor
    foto: huawei

    Android-Smartphone Honor

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