Hochschulfinanzierung

Uni Graz erhält "Frank-Stronach-Forschungsgruppe"

9. November 2011, 11:58
  • Artikelbild
    foto: apa/ herbert neubauer

    Frank Stronach macht sich an der Uni Graz mit 200.000 Euro beliebt.

Magna-Chef hat 200.000 Euro zugesichert - Gesellschafts- und demokratiepolitische Fragen im Fokus

Graz  - Das von Magna-Chef Frank Stronach initiierte "Institut für sozial-ökonomische Gerechtigkeit" (ISOG) wird in den kommenden zwei Jahren eine Forschungsgruppe an der Universität Graz unterstützen, die sich mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen soll. Die Gruppe wird vom Grazer Wahlrechtsexperten und Rechtsprofessor Klaus Poier geleitet und vom ISOG mit 100.000 Euro pro Jahr unterstützt, teilte die Universität Graz am Mittwoch mit.

Stronach liefert Inputs

Demokratie-, Budget- und Steuerreform, Bildungs- und Schulfragen stehen im Mittelpunkt der "Frank Stronach Forschungsgruppe" an der Uni Graz, die vor kurzem ihre Arbeit aufgenommen hat. Das Team - bestehend aus Studierenden und Rechtswissenschaftern - will die gesellschaftsrelevante und demokratiepolitische Themen diskutieren. "Inputs werden auch seitens Frank Stronach geliefert. "Wir untersuchen die Vorschläge hinsichtlich ihrer Plausibilität, Machbarkeit und Alternativen und erarbeiten Modelle für eine erfolgreiche Umsetzung", schildert Klaus Poier auf Anfrage der APA. Ganz vorne auf der Agenda stünden Verwaltungs- und Steuerreform. Neben Seminaren, Workshops und Diskussionsgruppen soll es mehrere öffentliche Veranstaltungen geben. Eine weitere derartige Forschungsgruppe sei auch an der TU Wien im Aufbau, so Poier.

Reformvorschläge

Seine ersten Reformvorschläge wird Frank Stronach - Honorar Chair von Magna International - am Mittwoch, dem 16. November 2011, unter dem Titel "Wohlstand schaffen und gerecht verteilen: Reformvorschläge für Österreich" in einer Veranstaltung an der Uni Graz vorlegen. Der Eintritt zum Vortrag im Meerscheinschlössl (18.30 Uhr) ist frei, eine Anmeldung jedoch erforderlich.

In der Steiermark ist ein Vorhaben von Frank Stronach im Gesundheitsbereich im Gespräch. Ein entsprechendes Konzept für ein "Präventivmedizinisches Diagnostikzentrum" wird seit Sommer dieses Jahres ausgearbeitet. Von 2003 bis 2013 lässt darüber hinaus Magna Steyr rund 24 Mio. Euro in die Errichtung eines nach dem Firmengründer des kanadische Zulieferkonzerns "Magna International" benannten Großinstitutes im Bereich der Fahrzeugtechnik fließen. (APA)

barney
10
10.11.2011, 12:34
Kompetenz

Sollte ein von Frank Stronach initiiertes Institut nicht besser von ALF Pojer geleitet werden?

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
9.11.2011, 15:22
ich forsche lieber

an meiner Gisele Bündchen Forschungspuppe

KornKreis
00
9.11.2011, 14:28

Als nächstes gibt es dann die "MC Donalds Forschungsgruppe" für gesunde Ernährung

Dietmar Bauer_v2
06
9.11.2011, 13:23
erstaunlich, wie günstig sich die Unis verkaufen (lassen)

Eine Forschungsgruppe für 200k? Das sind nicht einmal 2 Dissertationen, geschweige denn Betreuung. Allein diese Werbeeinschaltung in Form eines positiven Standard-Artikels wäre wahrscheinlich die 200k wert. 200k sind ein winzig kleines Projekterl, das keine Erwähnung im Standard wert sein sollte. Wenn er 2 Mio in ein auf 10 Jahre ausgelegtes Zentrum zur Finanzierung von insgesamt 20 Jahren Dissertandenjahren gesponsert hätte, das wäre eine Meldung wert. PS.: Die Errichtung eines Fahrzeugtechnikzentrums ist kein Sponsoring sondern ganz normale Geschäftstätigkeit. Ich wäre eher überrascht, wenn Magna noch keinen Zugang zu so etwas hat. Da steht dann wahrscheinlich nicht Frank Stronach drauf, weil das eher abschreckt.

A. Sieberer
00
9.11.2011, 23:38

Legen sie doch einfach 200k drauf, Kleinvieh macht auch Mist ;-)

kleiner Schelm
00
9.11.2011, 23:17

Es sind immerhin 100k pro Jahr - und das von seinem Geld.

Aber klar: Für Ingenieursfächer wäre das ziemlich wenig. Da bräuchte es eine Größenordnung mehr, um was zu erreichen. Es ist aber für Geisteswissenschaftler, und da ist das schon viel Geld, denn deren Doktoranden seind weitaus billiger. Ich würde das nicht sooo negativ sehen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.