Börse Frankfurt schließt sehr schwach

9. November 2011, 18:51
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Daxim Minus bei 5.829,54 Punkten

Frankfurt - Zweifel an einem raschen Schuldenabbau in Italien sowie Sorgen wegen neuer Hinweise auf ein iranisches Atomwaffen-Programm haben den DAX deutlich ins Minus gedrückt. Der DAX verlor 131,90 Punkte (minus 2,21 Prozent) auf 5.829,54 Einheiten. Der TecDAX sank um 10,82 Punkte oder 1,54 Prozent auf 691,65 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 193,07 Punkte oder 2,13 Prozent auf 8.871,38 Zähler. Der HDAX schloss mit 2.975,01 Einheiten und einem Minus von 65,99 Zählern oder 2,17 Prozent. Der C-DAX verlor 11,15 Punkte oder 2,11 Prozent auf 517,34 Zähler.

Zum Auftakt hatte noch die Rücktrittsankündigung von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi für kräftige Gewinne gesorgt. Allerdings sei kein Termin für den Rücktritt genannt worden, hieß es nun von Marktteilnehmern.

Handelsvorstand Florian Weber von der Schnigge Wertpapierhandelsbank machte vor allem die politische Unsicherheit im Iran als einen der Hauptbelastungsfaktoren aus. "Die aktuelle Situation ist nicht von Berlusconi abhängig, viel stärker tut die Lage im Iran weh." Aus aktuellen Berichten hieß es, dass der Iran zumindest bis 2010 an einer Atombombe gebaut habe. Zudem betonte Präsident Mahmud Ahmadinedschad inzwischen, dass der Iran sein Atomprogramm fortsetzen werde.

Aus dem DAX legten Eon, die Deutsche Post und Henkel Zahlen vor. Die Deutsche Post habe mit "fantastischen" Zahlen punkten können, wie ein Börsianer sagte. Das hievte die Aktien mit einem Plus von 3,79 Prozent auf 11,10 Euro an die DAX-Spitze. Die Papiere von Eon hielten sich mit minus 1,72 Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt. Henkel-Titel allerdings büßten überdurchschnittliche 4,50 Prozent auf 41,61 Euro ein. Die Zahlen waren laut Händlern schwächer als erwartet ausgefallen.

Die Papiere der Allianz verbilligten sich um 4,96 Prozent. Finanzwerte wie die Munich Re, Deutsche Bank und Commerzbank sanken ebenfalls deutlich. Europaweit gerieten Versicherer wegen der wieder stark aufflammenden Sorgen um Italien kräftig unter Druck. (APA)

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