Präsidentschaftskandidaten für 2012

Die Wirtschaftspläne der US-Republikaner

Ansichtssache | 9. November 2011, 10:16

"It's the economy, stupid" war schon das Motto Bill Clintons, mit dem er 1992 den zuvor als unschlagbar geltenden George Bush aus dem Weißen Haus hebelte. Haute wissen auch die gegenwärtigen Spitzenreiter im Wettlauf um die republikanische Präsidentschaftskandidatur - Herman Cain, Mitt Romney und, mit Respektabstand, Newt Gingrich und Rick Perry -, dass sie nur mit einem eingängigen Plan gegen Amerikas Wirtschaftsflaute und Arbeitsmarktkrise Wähler für sich gewinnen können. (APA)

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foto: darryl webb/ap/dapd

Herman Cain sorgte von Anfang an mit seinem "9-9-9"-Modell einer Steuerreform für Furore: Neun Prozent Einkommensteuer für alle, eine Art Mehrwertsteuer von neun Prozent und eine neunprozentige Unternehmenssteuer. Experten finden dieses Kernelement der wirtschaftspolitischen Ideen des schwarzen Ex-Pizzaunternehmers jedoch hochproblematisch. Was Cain unter seiner Unternehmenssteuer verstehe, bleibe unklar, die Einnahmeprojektionen unzuverlässig, erklärt Robert Prozen vom renommierten Brookings-Politikinstitut. Am schlimmsten findet er, dass vor allem die Reichen profitierten. Das Einkommen von Arbeitern und Angestellten wird zu neun Prozent besteuert, Kapitalgewinne, die vor allem in die Taschen der Reichen fließen, hingegen nicht. "9-9-9" stellt das Steuersystem auf den Kopf", sagt Prozen.

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11 Postings
Peacefaktor
00
13.11.2011, 21:42
auch Urlaub ist in den USA mittler Weile Luxus:

http://www.cash.ch/news/alle... 099639-448

Traurig, was aus dem ehemaligen Land of free geworden ist;(
Mittelschicht wird es wohl nicht mehr geben, wenn einer dieser Kandidaten das Rennen macht.
Es spricht mittler Weile alles für den Untergang der einstigen Weltmacht.

bloody-nine
 
22
11.11.2011, 16:41
jeder mit weniger als 100.000 $/jahr

der sowas wählt ist krank

WRN
00
10.11.2011, 19:59

Kommt das nur mir so vor oder steht da einer mehr als der andere für soziale Ungerechtigkeit und Abschaffung der Mittelschicht?

So viele Reiche kann es doch in den USA gar nicht geben dass die mit diesen Programmen auch nur irgndeine Chance haben oder?

Warum sollte die irgendwer wählen der keine eigene Firma (vorzugsweise in der Rüstungsindustrie) hat?

bratak
00
9.11.2011, 12:31

ich versteh sehr gut, warum 1% der amerikaner für die republikaner sind. aber der rest ... ?

der schwitzbär der schwitzt sehr
10
9.11.2011, 16:18

weil sie dumm gehalten werden

Die US-Bürger sind durchwegs für eine gerechte Einkommensverteilung

siehe zB http://1.2.3.12/bmi/asset... legend.png

(dort wurden auch schon vor 1/2 Jahr die "99%" thematisiert)
http://motherjones.com/politics/... hart-graph

fast schon sozialdemokratische Einstellungen :-)

Aber der Wahlkampf, die Emotionen, der Patriotismus ... weißt eh

bratak
00
9.11.2011, 17:59

danke für die graphen

faszinierend is auf jeden fall bei "who is winning" und den gains and losses:

wall street profits: 720%
das is abartig.
das hat mit leistungsträgertum nix zu tun, weil wahre leistungsträger die krise bekämpfen und nicht ausnützen

der schwitzbär der schwitzt sehr
10
9.11.2011, 20:16

ja, aber schau dir die Grafik noch einmal an, wie die US-Bürger die Einkommensverteilung eigentlich haben wollen würden

die sind sowas von links, linker als wir

allein "leftist" ist ein Schimpfwort, und sie verstehen nicht, daß sie eigentlich SP-Wähler wären, wenn es nur um die Sache ginge

die US-Bürger sind nicht verloren und schon gar keine A-löcher ... sie brauchen nur Aufklärung das ist alles

M60A1TC
 
10
11.11.2011, 00:06
Weiter,

Also muss ich irgendwie aufgeklärt werden, von wenn schon. Oh ich bin in Leoben Steiermark, Österreich vor langer Zeit geboren. Als 73 jähriger kann ich mir mit meiner Frau eine Reise in alte Europa leisten. Altes fast bleite Europa nur wegen soziale ausgaben. Nur so weiter!

Schönen Gruß noch aus Colorado U S A

Peacefaktor
00
13.11.2011, 21:48
kkk, als ob die USA nicht pleite wäre;)

nur dort konnten die Armen bis dato kaum überleben, in Europa schon. Aber natürlich, wenn man das ganze Geld mit beiden Händen und mehr für Kriege raushaut, ist für die BÜRGEr nichts mehr da.
Mir ist eine soziale Absicherung und damit einhergehend eine niedrige Kriminalität lieber als das Untergangsmodell der USA, wo die Fed bestimmt, was abgeht und die kriminalitätsrate (auch außerhalb der Politik und Banken) exorbidant hoch ist;)

M60A1TC
 
00
10.11.2011, 23:58
Aufklärung, wieso bitte?

Nur weil ihr alles von der Regierung haben wollt, müssen wir das auch? Selbst ist der Mann der für seine Familie sorgt. Wenn sein Kind begabt ist muss er halt nur ein bisschen dazu zahlen. Ich bin ein Legaler Einwanderer der keine Englischen sprach Kenntnisse hatte weil sein Heimatland das Englische für unnötig hielt, na ja heute nicht mehr, weiß schon. Ich war NUR Elektron Techniker bei "H-P". jetzt in Rente. Ich habe meiner Tochter das Tierarzt Studium bezahlt, Meine Sohn Werkzeug Ingenieur studieren lassen. Habe Ein Haus Gehört mir und zwei Autos in der Garage, gehören auch mir also keiner Bank. Habe Krankenversicherung und brauche keinen $ zu zahlen beim Arzt oder wenn ich meine Medikamente zugesandt bekomme. also wozu muss ich Aufgekl

Peacefaktor
01
13.11.2011, 21:53
Sie müssen scheinbar darüber aufgeklärt werden, dass Sie nicht der Einzige auf der Welt sind,

und dass andere Menschen, aus Eigenverantwortung oder Unglück, oder wegen ungleichen Chancen nicht das gleiche erreichen können wie Sie.
Jeder kann in den USA reich werden, aber nicht jeder kann das schaffen ( wie in der EU übrigens auch). Das ist ein nicht zu unterschätzender Unterschied.
Die USA, so lernte ich in der Schule, ist ein Dritte Welt-Staat, also real, auch wenn es so nicht offiziell gesagt wird, aber der Unterschied zwischen Armut und Reichtum in den USA sind auf dem Stand von Entwicklungsländern.

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