HP weiß nicht, was mit webOS geschehen soll

9. November 2011, 10:19
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Neue Chefin Whitman will sich mit Entscheidung Zeit lassen - Möglicher Fokus auf Tablets

Die neue HP-Chefin Meg Whitman soll ihren Mitarbeitern erklärt haben, dass sich die Konzernspitze noch nicht darüber einigen konnte, was mit der von Palm übernommenen Mobile-Plattform webOS geschehen soll. Wie der Branchenblog The Verge berichtet, werde die Entscheidung erst in den kommenden drei bis vier Wochen gefällt.

Ganz oder gar nicht

Laut Whitman werde man sich genau überlegen, was man mit dem Betriebssystem in Zukunft machen wolle. Trotz positiver Kritiken, die die intuitive Bedienbarkeit des Systems herausstrichen, konnte sich webOS gegenüber Konkurrenten wie Android oder iOS nicht durchsetzen - zum großen Teil wohl auch deshalb, weil die Plattform nur auf HPs eigenen Mobiltelefonen und Tablets vertrieben wurde. Ex-HP-Boss Leo Apotheker drängte daher auf den Verkauf des Betriebssystems "an den höchsten Bieter". Whitman betonte nun, nicht vorschnell handeln zu wollen. "Wenn HP sich entscheidet (webOS zu behalten), dann wird man sich (der Plattform) für mehrere Jahre verschreiben", so die Managerin. "Es ist eine sehr teure Angelegenheit, aber HP kann sich diese Wette leisten."

PC-Sparte bleibt

Entgegen den Wünschen ihres Vorgängers beschloss Whitman bereits kurz nach Amtsübernahme, die PC-Sparte des Unternehmens zu behalten. Bis man die neue Strategie für dieses "harte Geschäft" fertig konzipiert hat, werde es keinen endgültigen Beschluss zu webOS geben. Den Berichten zufolge scheint HPs neue CEO aber einen Fokus auf Tablets legen zu wollen. "Die Dinge werden komplizierter, wenn man Handys ins Spiel bringt." (zw)

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The Verge

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    Meg Whitman will zuerst denken, dann schießen.

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