Wiener Börse schließt am Mittwoch massiv im Minus

9. November 2011, 17:51
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Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen auf Rekordhöhe

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei moderatem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 60,96 Punkte oder 3,07 Prozent auf 1.923,20 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 85 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.008 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,74 Prozent, DAX/Frankfurt -1,81 Prozent, FTSE/London -1,75 Prozent und CAC-40/Paris -1,91 Prozent.

In einem sehr schwachen Umfeld ging es auch für den ATX tief in die Verlustzone. Dass die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen auf neue Rekordhöchststände geklettert waren, schürte große Verunsicherung an den Märkten, hieß es. Die Anleger halten sich mit Engagements in Aktien sichtlich zurück, sagte ein Händler. "Ich würde es genauso machen", formulierte er weiter.

OMV und Wienerberger sehr schwach

Mit den Neuigkeiten zur Euro-Schuldenkrisen wurden die Unternehmensnachrichten etwas in den Hintergrund gedrängt. OMV-Papiere verbuchten nach präsentierten Geschäftszahlen einen Kursabschlag von 3,57 Prozent auf 24,42 Euro. Im Handel wurden die 9-Monatsergebnisse des Öl- und Gasunternehmens in einer ersten Reaktion mit "in line bis leicht besser als erwartet" bewertet.

Wienerberger verabschiedeten sich nach Vorlage von 9-Monatszahlen mit einem massiven Minus von 6,94 Prozent auf 8,20 Euro aus dem Handelstag. Die Analysten der UniCredit bewerteten das Zahlenwerk des Ziegelherstellers als marginal unter den eigenen Erwartungen. Jedoch zeigte Wienerberger starke Zuwächse bei den Umsätzen und Ergebnissen, sowie wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr bekräftigt, schrieben die Analysten.

Verkaufsdruck gab es mit der schwelenden Euro-Schuldenkrise wieder im Bankenbereich zu beobachten. Die Raiffeisen Bank International-Aktie sackten um 3,60 Prozent auf 18,46 Euro ab. Erste Group-Papiere verbuchten einen Kursrückgang in der Höhe von 2,41 Prozent auf 14,55 Euro.

Den Andritz-Papieren (minus 2,68 Prozent auf 67,50 Euro) verhalfen in einem schwachen Umfeld auch nicht positivere Analystenmeinungen auf die Sprünge. Sowohl die Experten von Goldman Sachs als auch von JPMorgan erhöhten ihre Kursziele für die Titel des Anlagenbauers nach den jüngsten Quartalszahlen nach oben.

Unter den weiteren Schwergewichten mussten voestalpine einen herben Verlust von 6,03 Prozent auf 23,77 Euro einstecken. Vienna Insurance rasselten um 5,59 Prozent auf 5,59 Prozent auf 28,30 Euro nach unten. Palfinger schlossen im Vorfeld von Quartalszahlen am morgigen Donnerstag um 4,51 Prozent schwächer bei 15,14 Euro.

Die weitere Richtung für die Aktienkurse ist aktuell sehr schwer abzuschätzen, hieß es aus dem Handel. Der Blick sei weiterhin vor allem auf die Meldungen zur Euro-Schuldenkrise gerichtet.

Die zehn größten Kursgewinner


      1. BRAIN FORCE HOLDING AG            +4,87 Prozent
      2. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           +2,67 Prozent
      3. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG       +1,06 Prozent
      4. BWT AG                            +0,61 Prozent
      5. WOLFORD AG                        +0,59 Prozent
      6. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     +0,48 Prozent
      7. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG        +0,38 Prozent
      8. KAPSCH TRAFFICCOM AG              +0,27 Prozent
      9. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +0,11 Prozent
     10. TEAK HOLZ INT. AG                 +0,11 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. WIENERBERGER AG                   -6,94 Prozent
      2. VOESTALPINE AG                    -6,03 Prozent
      3. VIENNA INSURANCE GROUP AG         -5,59 Prozent
      4. PALFINGER AG                      -4,51 Prozent
      5. SEMPERIT AG HOLDING               -4,17 Prozent
      6. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG      -3,84 Prozent
      7. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG      -3,60 Prozent
      8. OMV AG                            -3,57 Prozent
      9. VERBUND AG  KAT. A                -3,38 Prozent
     10. INTERCELL AG                      -3,35 Prozent (APA)
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