Wienerberger hielt in schwierigem Markt Tempo

9. November 2011, 08:38
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Wien - Der börsenotierte Baustoffkonzern Wienerberger hat im Sommer sein Wachstumstempo in Höhe von etwa 10 Prozent beibehalten und will im Gesamtjahr sein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) auf gut 250 Millionen Euro steigern. In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 1,56 (1,34) Mrd. Euro, das Ebitda exklusive Einmalerträge ("operatives Ebitda") legte um 33 Prozent auf 213,7 Mio. Euro zu, gab Wienerberger Mittwochfrüh bekannt.

"Wir sind mit dem Quartal sehr zufrieden, weil es in einem schwierigen Umfeld erzielt worden ist", sagte Wienerberger-Vorstandschef Heimo Scheuch. Dies sei Resultat von Kostendisziplin und Vertriebsmaßnahmen zugunsten "höherwertiger Produkte".

Die Märkte, in denen man aktiv sei, hätten sich gegenüber dem Halbjahr nicht verbessert. Deutschland und Frankreich seien weiter moderat im Plus, in Polen und Tschechien, zwei von drei osteuropäischen Wachstumsmärkten, habe sich die Entwicklung dagegen "leicht abgeschwächt", ebenso wie Großbritannien und Belgien in Nord-Westeuropa. Trotz Gegenwinds sei es gelungen, über die ersten neun Monate Preiserhöhungen in Höhe von durchschnittlich zwei Prozent durchzusetzen.

Die Prognose eines "deutlich höheren" Ebitda für das Gesamtjahr werde man halten können, erklärte Scheuch, der zum ersten Mal die erwarteten Größenordnungen nannte: "Wir wollen heuer 250 bis 260 Mio. Euro Ebitda machen. " Dies entspreche einer Steigerung von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Vorgabe schwarzer Zahlen beim Nettoergebnis werde man halten können. Zur Einordnung: Bis 2014 soll der angestrebte Ebitda-Wert wenigstens verdoppelt werden.

Bis Ende September hat die Wienerberger einen Nettogewinn von 64,7 Mio. Euro erwirtschaftet (vor Minderheiten und Zahlungen für Hybridkoupons). Im Jahr davor war in der Periode noch ein Minus von 13,5 Mio. Euro gestanden. Das operative Ergebnis vor Steuern (Ebit) stieg nach neun Monaten auf 62,2 (17,6) Mio. Euro. In den "operativen" Gewinnzahlen sind Einmalerträge aus Zukäufen/Aktientäuschen in Höhe von 30 bis 40 Mio. Euro nicht enthalten.

Allein im dritten Quartal stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 569,5 (517,7) Mio. Euro, das operative Ebitda legte ebenfalls um 10 Prozent auf 90,3 (82,2) Mio. Euro zu.

In den USA musste die Wienerberger im dritten Quartal neuerlich ein (leicht) negatives Ebitda hinnehmen: "Das Hauptthema in den USA wird in absehbarer Zeit die Entschuldung auf allen Ebenen bleiben." (APA)

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