Ex-Wall-Street-Grösse

92,8 Millionen Dollar Strafe für Börsen-Zocker

9. November 2011, 08:43

Zusätzlich zu den elf Jahren Haft - Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam hat illegale Aktien­geschäfte im großen Stil getätigt

New York - Seine Verfehlungen kommen dem wegen Insiderhandels verurteilten Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam noch teurer zu stehen. Ein Richter in Manhattan verhängte am Dienstag in einem Zivilverfahren eine Strafe von 92,8 Millionen Dollar (67 Millionen Euro) gegen die einstige Wall-Street-Größe. Bereits zuvor hatte ein anderer Richter ihn in einem Strafverfahren zur Zahlung von insgesamt 63,8 Millionen Dollar sowie zu elf Jahren Haft verurteilt.

Der Hedgefonds-Manager war von Geschworenen für schuldig befunden worden, im großen Stil illegale Aktiengeschäfte getätigt zu haben. Demnach hatten Tippgeber ihm mehrfach Interna aus börsennotierten Unternehmen verraten. Mit diesem Wissen, so befand die Jury, habe Rajaratnam dann an der Börse spekuliert und Millionenprofite eingestrichen oder Verluste vermieden.

"Zu billig weggekommen"

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Rajaratnam in dem Zivilverfahren verklagt. Ihrer Meinung nach hatten er und gut zwei Dutzend Komplizen mehr als 52 Millionen Dollar ergaunert. Richter Jed Rakoff schloss sich nun der Meinung der SEC an, dass Rajaratnam in dem Strafverfahren zu billig weggekommen sei. Nach Angaben der SEC ist es die höchste Strafe, die jemals gegen einen Einzelnen in einem Verfahren der Börsenaufsicht verhängt wurde.

Rajaratnam hatte zu Spitzenzeiten sieben Milliarden Dollar an Vermögen verwaltet - damit war sein Hedgefonds Galleon einer der größten überhaupt. Sein Privatvermögen taxierte das Magazin "Forbes" 2009 auf 1,5 Milliarden Dollar - damit belegte Rajaratnam Platz 236 auf der Liste der reichsten Amerikaner. In der aktuellen Forbes-Liste taucht er nicht mehr auf. (APA)

Marquis de Sade
 
03
9.11.2011, 14:30

in Österreich hätt er dafür 8 Monate auf Bewährung, einen Posten in mehreren Aufsichtsräten und ein NR-Mandat bekommen.

Karl Joda
01
9.11.2011, 22:41
in Österreich hätt er dafür 8 Monate auf Bewährung, einen Posten in mehreren Aufsichtsräten und ein NR-Mandat bekommen.

Ha,ha,ha, In Österreich hätte die Staatsanwaltschaft -zufällig-;-)) und leider, leider, die Fristen versäumt und der Kerl wäre frei gegangen... siehe Hypo, Grasser, ecet... Eine Art Revolution muss her. Drecksäcke und BetrügerInnen müssen auch zur Rechenschaft gezogen werden, das ist sich die Gesellschaft schuldig...

gemeinwohl-ökonomie
00
9.11.2011, 12:05
monopoly
00
9.11.2011, 10:48
Protest

In Wien findet am 11.11. 2011 eine Occupy Demo statt. Treffpunkt 15h30 am Heldenplatz. Bitte weiter verbreiten!

pollepole
00
9.11.2011, 10:52
einfach gegen alles

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