Schewtschenko kämpft um letzten Höhepunkt

8. November 2011, 16:44
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Chronische Rückenprobleme machen dem ukrainischen Idol zu schaffen: "Werde alles tun, um für die Euro bereit zu sein"

Kiew - Andrej Schewtschenko lässt seine Teilnahme an der EM 2012 im eigenen Land offen. "Ich werde nur spielen, wenn ich bereit dazu bin. Ich will mich und meine Mannschaft nicht blamieren", sagte Europas Fußballer des Jahres 2004.  Das ukrainische Fußball-Idol, und mit ihm eine ganze Nation, wünscht sich, dass er bei der EM das Ende einer glanzvollen Karriere feiern kann.

Schewtschenko steht zwar im Aufgebot für die Länderspiele der Ukraine am kommenden Freitag gegen Deutschland in Kiew und gegen Österreich am Dienstag in Lemberg, doch chronische Rückenprobleme des 35-Jährigen stellen die Fortsetzung seiner Karriere in der Nationalmannschaft grundsätzlich infrage. In seinem Verein Dynamo Kiew wird der ehemalige Superstar des AC Mailand und des FC Chelsea fast nur noch in Heimspielen eingesetzt.

In Kiew ist Schewtschenko groß geworden. Er war Musterschüler von Walerij Lobanowski, ein kompletter Spieler, der dem hohen Ideal der Trainerlegende am nächsten kam. Drei Jahre vor Lobanowskis Tod zog es Schewtschenko 1999 zum AC Mailand. Die Ablöse von 23 Millionen Euro zahlte sich für Milan aus. Er war maßgeblich beteiligt am Champions-League-Triumph 2003 sowie der Meisterschaft 2004. Zwei Jahre später wechselte er für 51 Millionen Euro zum FC Chelsea.

Doch in London verblasste der Glanz. Der Stürmer verlor seinen Torriecher, den er auch nicht wiederfand, als ihn die Londoner 2008 noch einmal nach Mailand ausliehen. Seit 2009 kämpft er wieder für Dynamo Kiew, aber mehr noch gegen die Spuren, die der Sport in seinem Körper hinterlassen hat.

"Andrej ist nicht irgendein Fußballspieler. Er ist auch ein Mensch von ungeheuerer und unbestreitbarer Autorität, und unser Team braucht ihn", sagte der ukrainische Nationaltrainer Oleg Blochin. "Ich werde alles tun, um für die Euro bereit zu sein, aber nur Blochin wird entscheiden, ob ich fit genug bin", hat Schewtschenko die Hoffnung noch nicht aufgegeben. (sid/red)

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    Schewtschenko "Will meine Mannschaft nicht blamieren."

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