GÖD-Kongress

"Für uns ist Neugebauer kein Blockierer, sondern Kämpfer"

Reportage | Lukas Kapeller, Benedikt Narodoslawsky, 8. November 2011, 18:46
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    foto: benedikt narodoslawsky

    Christine Gubitzer (im Bild rechts): "Jeder Bürger profitiert vom guten öffentlichen Dienst. Die Zufriedenheit der Bürger ist unser Erfolg."

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    Bundeskanzler Werner Faymann, GÖD-Präsident Fritz Neugebauer und Vizekanzler Michael Spindelegger waren die Redner am Kongress

  • Video-Ausschnitt: Trommeln für Reformen

  • Video-Ausschnitt: Polizei-Musikkapelle bläst zum Empfang der Delegierten

  • Video-Ausschnitt: Kinder singen über die Zukunft

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    General Edmund Entacher war der heimliche Star am GÖD-Kongress

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    Fritz Neugebauer erhielt für seine Rede Standing Ovations

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    Petra Rührnschopf (im Bild links): "Diese Jobsicherheit, die wir angeblich haben, wird überall plakativ dargestellt."

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    Otto Mörzinger: "Auch der öffentliche Dienst produziert etwas und leistet seinen Anteil an der Wertschöpfung in Österreich. Produziert eine Kindergärtnerin nichts?"

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    Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky, einer der bekanntesten Unterstützer des Bildungsvolksbegehrens, nahm vor dem Kongresszentrum die Lehrer in die Pflicht und forderte von ihnen konstruktive Vorschläge

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    Den GÖD-Kongress nutzten die Unterstützer des Bildungsvolksbegehrens, um auf ihr Anliegen hinzuweisen

Bundesregierung verneigt sich vor Österreichs Beamten - Standing Ovations für Fritz Neugebauer

Wien - Draußen nennen sie ihn einen Betonkopf, einen Blockierer, und ein Schauspieler im Fellkostüm soll im Grunde suggerieren, er sei ein politischer Neandertaler. Drinnen steht Fritz Neugebauer ganz alleine. Er schüttelt ein paar Hände und wartet geduldig auf den Vizekanzler, der gerade eine Traube von Kameras hinter sich herzieht. "Herr Vizekanzler!", begrüßt er ihn schließlich, und Michael Spindelegger gibt freundlich ein "Herr Präsident" zurück. Der ÖVP-Chef und der oberste Beamtengewerkschafter - sie können nicht ohne einander, also müssen sie miteinander.

Dann steht die Kamera-Traube rund um Neugebauer, er genießt das sichtlich. Neugebauer wird an diesem Dienstag wiedergewählt zum Präsidenten der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD). Die Wiederwahl ist fix, doch der 67-Jährige will auch ein gutes Ergebnis. Höflich beantwortet er heute auch kritische Fragen. Ob er ein Betonierer sei? "Wo sehen Sie einen Zement? Ich sehe keine Baustelle. Ich sehe eine sehr gute Schule, die an vielen Ecken noch verbesserungsfähig ist." Und die Bildungsvolksbegehrer, die draußen gegen ihn trommeln? "Wenn sie ein Feindbild brauchen, dann halte ich her."

Wut gegen Neugebauer

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, die 230.000 Mitglieder zählt, ist die zweitgrößte Gewerkschaft der Republik, die einzige unter Führung der Christdemokraten. Und auch wenn klassische Beamtenprivilegien wie Pragmatisierungen und Pensionshöhe schon vor einigen Jahren eng beschnitten worden sind und die Zeiten für den öffentlichen Dienst damit schon besser waren, sind ihm die Auftragskrisen und Einkommensdellen der Privatwirtschaft fremd geblieben. Ein gewisser Unmut der Bevölkerung gegen die Beamtengewerkschaft ist bekannt, in der Bildungsdebatte mutiert der Unmut mancherorts zur blanken Wut.

In der Morgenkälte steht der Regisseur Stefan Ruzowitzky vor dem Austria Center in Wien, wo die Beamten tagen, und klagt: "Ich erhoffe mir von der organisierten Lehrerschaft, dass sie konstruktiv an der Bildungsdebatte teilnimmt. Aber jede Reform wird abgeschmettert." Der grüne Abgeordnete Harald Walser hofft: "Auch der schwarze GÖD-Beton bröckelt, wenn er zu alt wird." Vor einigen Wochen titelte die "Kronen Zeitung": "Lehrergewerkschaft will zurück ins Mittelalter!" Die Oppositon gegen GÖD-Chef Neugebauer ist breit.

Drinnen im Saal hat es Fritz Neugebauer wärmer, in jeder Hinsicht. "Die Bevölkerung erwartet sich ja bald, man kriegt auch am Sonntag seinen neuen Reisepass", erzählt Franz W., Ausbildner in einem Landesjugendheim. Der Christgewerkschafter aus Niederösterreich hat seine Stimme für Neugebauer schon abgegeben. "Beamte sind stark gefordert - wir verwalten nicht nur uns selbst. In meinem Bundesland sagen 87 Prozent, dass wir im öffentlichen Dienst gut arbeiten. Lese ich die Massenblätter, heißt es, wir arbeiten nichts. Der Zugang zur Beamtenschaft ist schizophren."

Ein Knicks vor der Beamtengewerkschaft

Ein Bundeskongress muss wie Balsam auf die geschundene Beamtenseele wirken. Etwa wenn Erstredner Spindelegger den Beamten zuruft: "Sie sind das Rückgrat unseres Landes und auch der Bundesregierung!" Oder wenn sich Kanzler Werner Faymann (SPÖ) dem öffentlichen Dienst "dankbar" zeigt und wortreich  die Sozialpartnerschaft und "die wichtige Lehre aus der Nachkriegszeit" anpreist, nicht unversöhnlich auf die Straße demonstrieren zu gehen. Kein Minister, kein Ehrengast und auch kein Kanzler allerdings bekommt im Saal so viel Begrüßungsapplaus und Begeisterungsrufe wie der rehabilitierte General Edmund Entacher. Er währt so lange, dass er sich zweimal erhebt, um sich zu bedanken. Überhaupt sitzt die halbe Bundesregierung da, um der Beamtengewerkschaft die Ehre zu erweisen, es sind so viele Minister, dass die ORF-Journalistin, die man aus "Niederösterreich heute" kennt (und die sich dazwischen als Moderatorin bei der GÖD ein Zubrot verdient) die Minister in einem Schwung aufzählen muss und diese dann in Dreiergrüppchen zum Applaus aufstehen. Die Staatenlenker verneigen sich vor den Dienern der Republik.

Eine Delegierte aus Vorarlberg, Petra Rührnschopf, sagt in der Mittaspause zufrieden: "Ich habe mich bei allen Reden sehr geschmeichelt gefühlt." Rührnschopf, Buchhalterin bei der Wildbach- und Lawinenverbauung, fand die Reden der Politiker "sehr bundesbedienstetenfreundlich, vor allem die des Herrn Bundeskanzlers". Und fügt hinzu: "Ich hoffe, dass er sich daran später noch erinnern kann."

Delegierte stehen hinter Neugebauer

Die Forderung, die Neugebauer an die Bundesregierung stellt - 4,65 Prozent mehr Lohn - teilen zumindest alle Delegierten, mit denen derStandard.at sprach. "Diese Jobsicherheit, die wir angeblich haben, wird überall plakativ dargestellt", verteidigt sich Personalvertreterin Rührnschopf, "es gibt viele Mobbing-Fälle, viele Scheidungen durch den Beruf, wie es auch Fritz Neugebauer richtig dargestellt hat. Im öffentlichen Dienst gibt es nicht so viele Rauswürfe, sondern der Job wird einem madig gemacht." Und außerdem: "Jeder will die besten Lehrer, die höchste Sicherheit und nirgends an einem Schalter warten. Und wir müssen das jetzt mit weniger Leuten schaffen."

Christine Gubitzer, Schuldirektorin aus Krems und Bundesfrauenvorsitzende der GÖD, plädiert für eine Gehaltserhöhung für die Kollegen: Lehrer hätten vielleicht einen sicheren Arbeitsplatz, "aber beim Billa bekomm ich die Milch auch nicht billiger". Man habe auch als Beamter keine Garantie, dass man bleibe, wo man ist, sondern könne immer schneller versetzt werden. "Die Jobgarantie ist kein Argument. Auch in der Privatwirtschaft gibt es Stellen, die sicher sind."

"Jeder Bürger profitiert"

Eine Lohnerhöhung sei durchaus gerechtfertigt, sagt Gubitzer: "Jeder Bürger profitiert vom guten öffentlichen Dienst. Die Zufriedenheit der Bürger ist unser Erfolg." Ein anderer GÖD-Delegierter, Otto Mörzinger, kann da nur zustimmen: "Auch der öffentliche Dienst produziert etwas und leistet seinen Anteil an der Wertschöpfung in Österreich. Produziert eine Kindergärtnerin nichts?", fragt der Vorsitzende des Zentralbetriebsrates der Diözese Linz.

Und über Fritz Neugebauer lassen sie am Kongress ohnehin nichts kommen. "Ihn einen Blockierer zu nennen, finde ich sehr ungerecht", sagt Delegierte Rührnschopf. "Er hat Standfestigkeit und ein super Verhandlungsgeschick." Auch Christine Gubitzer lobt den trotzigen Verhandler Neugebauer: "Bei uns hat er nicht das Image als Blockierer, sondern als Kämpfer. Wir sind froh, dass er seine Macht für die Kollegenschaft einsetzt."

Harmonie am GÖD-Kongress

Und Neugebauer, der sein Publikum kennt, streift in seiner Grundsatzrede gekonnt alle Berufe: Für die Polizei müsse etwas getan werden, für die Justiz sowieso, die Lehrer verstehe er bestens, und auch das Bundesheer dürfe man ihm nicht vergessen. Sicherheitshalber sagt er noch: "Es ist hochentwickelte Kultur bei uns, dass zwischen die Fraktionen bei gewerkschaftlichen Maßnahmen kein Blatt Papier passt." Soll heißen: Auch rote Gewerkschafter können ihn ruhigen Gewissens wählen. Dazu passt, dass Neugebauer und Faymann in der internationalen Finanzindustrie einen gemeinsamen Feind gefunden haben. Da muss man einander nicht auf die Füße steigen. Am Ende erheben sich die Gewerkschafter, um ihrem Präsidenten Beifall zu klatschen.

Schon davor hatten mehrere Musikeinlagen für unbeschwerte Minuten gesorgt. Mit bunten Fähnchen und der Aufschrift "Wir sind die Zukunft" schickte eine Wiener Volksschule Kinder zum Singen auf die Bühne. Dass der Kinderchor fröhlich eine Zukunft begrüßte, in der die heutigen Lohn- und Pensionsregelungen der unten klatschenden, ergrauten Delegierten als goldene Vergangenheit erscheinen werden, wollte in dieser beschwingten Stimmung niemand aussprechen. (Lukas Kapeller, Benedikt Narodoslawsky, derStandard.at, 8.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 398
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DasFragezeichen
01
Der Neugebauer ist realitätsfremd, berufsblind,

und ein großteils der öffentlichen Bedienstete laufen im ferngesteuert hinterher!

Cucumuch
00
Produziert eine Kindergärtnerin nichts?", fragt der Vorsitzende

Doch, sie "prodziert" etwas, und keiner der sog. Wutbürger ärgert sich über die Kindergärtnerin und deren Gehalt, DAS ist sicher nicht das Thema der Unzufriedenheit! Also bitte lenkens nicht vom Thema ab!
Wenn ich allerdings die gestreiften, übergewichtigen aber wenig wichtigen Schachteln plus den Neugebauer anschaue, dann kommt mir nur mehr der Mageninhalt hoch!

mfg

sonne-licht
 
01
17.12.2011, 10:01
also mir graust!

wenn ich dann menschen sehe, die sich gehen lassen, körperlich und gesundheitlich und nur zustimmen, weils sonst angst haben kein geld mehr zu bekommen!

verkauft, verfressen, verraucht!

armutszeugnis unserer gesellschaft!

bula sagt
00
30.11.2011, 15:26
die teilnehmer waren sicher alle

dienstfreigestellt.

DasFragezeichen
00
sicher ist er ein Blockierer! Realitätsfremd ist er!

ach ja alle die da so lächelnd in die Kamera schauen waren ja vom Dienst freigestellt weil sie ja als Gewerkschafter auf diesen Kongress waren. Da kann man sicher schön lachen. Man muss nur vergleiche zu anderen Staaten ziehen! Da sind wir Österreicher wieder Spitzenreiter, so viele Beamten haben wir, und die gehen ja bald in Pension. Und wenn die Dame meinen der Bürger wär mit ihnen den Beamten zufrieden, belügen sie sich selbst.

kater bruno
00
26.11.2011, 11:50

Neugebauer auf Wiedersehen. winke winke tschühüüüüss

adal2
03
18.11.2011, 00:58
Ist die Negativ-Austrahlung der Beamtenvertreter nur Zufall oder doch ein Beleg für die Vorurteile gegenüber Beamten?

Neugebauer und Gubitzer:
Dick, selbstgefällig und arrogant.

tompirker
00
16.11.2011, 13:45
Lehrer

wie ist es möglich das man lehrergehälter für zu nietrig hält,wo doch die oecd(westliche industriestaaten) feststellt das unsere lehrer bei den wenigsten pflichtwochenstunden(20) jetzt schon die höchsten gehälter beziehen?
und es gleichzeitig bei immer weniger schüler mehr lehrer gibt?
da müsste ja die arbeitsbelastung deutlich weniger sein als je zuvor

PEKN
00
13.11.2011, 20:06
Red doch keinen Stuss...

die Beamten sind net fürn Preis eines Passes verantwortlich!

xyz75
02
12.11.2011, 16:57
Jeder Bürger profitiert vom guten öffentlichen Dienst.

und darf neben der Bezahlung seiner Steuern noch für die Paßausstellung E 79,00 bezahlen.
Wo bleibt do die Leistung?
Österreich hat eine Beamtenschaft wie zu Zeiten der Monarchie - allerdings ohne die Größe des damaligen Staatsgebietes! Einsparung jetzt - weil 2013 (Wahljahr) ist es zu spät!

Eumaios
06
10.11.2011, 15:44

also ganz persönlich: ich halte den Neugebauer für einen der ärgsten Verhinderer in dieser GroKoa.

Das Problem ist aber nicht, dass er Vorsitzender der Beamtengewerkschaft wäre; soll so sein, eine Gewerkschaft ist eine Interessensvertretung, und für eine solcherart Rolle mag er ja geeignet sein.

Neugebauer ist aber ein Symbol für die Verfilzung dieser Republik, die so was wie Gewaltenteilung nicht kennt. der Herr ist zudem noch 2. NR-Präsi.

Diese Ämterverquickung ist eine Unart sondergleichen, die hierzu Lande gepflegt und gehegt wird. Kein Problem des Hr. Neugebauer, sondern der Struktur.

Dass sich die Gewerkschaft moderner zeigen könnte steht wieder auf einem anderen Papier.
Einfach nur Kopf schütteln.

qwert zuiop
14
10.11.2011, 12:44

Gnä' Frau, darfs ein bisserl mehr Hals sein?

Marlon62
00
10.11.2011, 14:22
tief, tiefer, am ...ahhhhh....

Marlon62
12
10.11.2011, 11:06
Während einer Neugebauer-Ansprache

reißen sich die beiden Groupies die Kittel hoch, unter welchen sie nichts anhaben, und kreischen: "Fritzi, ich will ein Kind von dir!"

Marlon62
20
10.11.2011, 10:32
Die Groupies von Fritz Neugebauer

Wer will, mag sich jetzt bildlich vorstellen, wie die beiden geilen Schnitten sich während einer Ansprache von Neugebauer ihre Röcke, unter welchen sie nichts anhaben, in die Höhe reißen und kreischen: "Fritz, ich will ein Kind von dir!"

Bioberni31
00
10.11.2011, 07:26
Die Strickliesls

gehen in die Offensive. ...

K1981
12
9.11.2011, 22:20

Irre der neugebauer!

Abschaffung jeglicher privilegien fuer beamte u politiker, dann reden wur weiter.

Laandaks
32
9.11.2011, 21:02
Ich lachte mich kaputt, wenn's nicht so traurig wär'... - Naja, wie heißt es schön: viel Feind, viel Ehr...

...

Wenn man die Haßpostings hier liest, bekommt man ja nachgerade Respekt vor Neugebauer...

Die Eintönigkeit und Undifferenziertheit der Behauptungen macht das Lesen der Beiträge mühsam, z.T. entbehrlich.

Weshalb ich nur eines erstaunt festhalte: Der Sieg in Sachen Gehirnwäsche der Depravierten ist eindeutig. Die Masse will nicht mehr, daß es ihr so gut geht wie anderen, sondern bloß, daß es den anderen so schlecht geht wie ihr...

Da wird eigentlich in die falsche Richtung gekämpft.

...

herr inspekta
00

sowas inelligentes kann nur ein lehrer schreiben, der in seinem elfenbeinturm für nicht notwendige vorbereitungstunden kassiert

sonne-licht
 
00
17.12.2011, 10:05
primitiv

ist es ohne zu differenzieren warum, wer so eine einstellung hat von haßpostings zu schreiben!

es geht um die ungerechte verteilung, wie es sich beamten richten ohne für eine solidarische konsolidierung des budgets schuldenbremse überhaupt bei sich selber einen gedanken zu verschwenden von handeln will ich da gar nicht schreiben!

GhostInside
10
10.11.2011, 09:52
genau!

Jedem soll es möglichst schlecht gehen...
und zu den Haßpostings: "Sage mir wer Dich lobt, und ich sage Dir welchen Fehler Du machst." (Wladimir Iljitsch Uljanov)

A Voice
00
13.11.2011, 21:13
Sie loben gerade Lenin

(implizit für eine richtige Aussage, falls das nicht klar sein sollte) .....

Der Hund von den Simpsons
26
10.11.2011, 07:29
Es ist verständlich, Herr Beamter, ...

... dass Sie sich die Dinge zurecht biegen.

Auf der einen Seite haben wir die riesige Masse der Beamten, die es wieder erfolgreich schafft, (1) ihren Status zu erhalten und (2) noch mehr zu bekommen. Auf der anderen Seite die Masse der wertschöpfenden Bevölkerung, der (1) immer mehr weggenommen wird und (2) die riesige Beamtenmasse durchfüttern muss.

Und ja: ich bin neidig auf euch Beamte! Aber auch der Zorn wird immer größer. Nicht auf die Beamten, sondern auf unsere Politiker, die ganze ermöglichen und auch noch fördern.

Taschmahal
44
10.11.2011, 08:56

Sie müssen uns Beamte durchfüttern, wirklich? Oder zahlen sie nicht eher für Leistungen die SIE brauchen (Kanalreinigung, Feuerwehr, Polizei, Spitäler, Unterricht, etc.) Übrigens kaufen Beamte nichts von ihrem Geld in der Privatwirtschaft, warum füttern diese nicht ihr Gehalt, oder wächst auch bei ihrem Arbeitgeber die Geldscheine auf einem Baum?

Der Hund von den Simpsons
02
10.11.2011, 12:42
Pauschalaussagen, ...

.. wie die meinige von oben, sind immer problematisch. Aber Sie als Beamter wissen es ja als Insider, dass es im Beamtenbereich überdurchschnittlich viele Mitläufer gibt, unzählige Einsparungsmöglichkeiten und einen riesigen Reformstau.

So lange sich alle Beamte vor diese Nicht-Leister stellen und jegliche Reform im Keim ersticken, werden Sie sich Pauschalurteile gefallen lassen müssen.

Ich zahle gerne für Leistung! Aber ich will nicht für einen aufgeblähten Verwaltungsapparat, für Systemerhalter und Reformverweigerer zahlen.

Übrigens: Ihr Argument "Beamte sind auch Konsumenten und kurbeln dadurch die Wirtschaft an", greift nur in Östereich, da wir einfach prozentuell viel zu viele Beamten haben.

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