Patentdeals

Huawei: Microsofts Next Android Cash-Cow?

8. November 2011, 14:55
  • Artikelbild
    foto: huawei

    Das Ideos X5 - eines der Android-Smartphones von Huawei.

Hardwarehersteller nach eigenen Angaben in Verhandlung um Patentabkommen - Microsoft verdient bestens

Wie in der Vergangenheit bereits das eine oder andere Mal berichtet, mag Microsoft zwar nach außen offen gegen Android auftreten - in den eigenen Kassen ist das freie Betriebssystem längst zu einer fixen Größemutiert. So ist es denn Redmondern gelungen, eine Vielzahl von Hardwareherstellern in Patentabkommen zu drängen, in deren Folge man pro verkauftem Android-Smartphone kolportierterweise irgendwo zwischen 3 und 6 US-Dollar-verdient.

Reality Check

Daraus ergibt sich auch die etwas paradoxe Situation, dass Microsoft bis dato höhere Umsätze mit Android lukriert als mit dem eigenen Windows-Phone-7, das sich ja noch nicht zum erhofften Verkaufsschlager entwickeln konnte. Erst vor kurzem hatte Quanta ein Abkommen mit Microsoft geschlossen, womit bereits die Hälfte aller Android-Hersteller direkt an die Konkurrenz zahlen.

Verhandlung

Nun könnte sich diese Reihe schon bald erweitern: Wie der britische Guardian berichtet, hat Huawei nun entsprechende Verhandlungen mit Microsoft bestätigt. Allerdings verweist man in einem Nachsatz darauf, dass man selbst 65.000 Patente halte, hier also durchaus gut aufgestellt sei, die eigenen Produkte zu verteidigen, so ein Sprecher des chinesischen Hardware-Herstellers.

Verhältnisse

Zu den Unternehmen, die schon jetzt an Microsoft zahlen, gehören unter anderem Samsung, HTC und Acer. Von den großen Herstellern in diesem Umfeld hat sich lediglich Motorola Mobility ganz entschieden gegen die Ansprüche von Microsoft gestellt und diese gerichtlich bekämpft. Google hat die vor einigen Wochen angekündigte Übernahme von Motorola Mobility denn auch primär unter dem Aspekt des besseren Patenschutzes für Android argumentiert. (red, derStandard.at, 08.11.11)

FalscherProphet
00
9.11.2011, 12:11
Was Microsoft hier gegen "Nicht-Microsoft Kunden" abzieht

ist eine Art Schutzgelderpressung.

Barnes&Noble wollen jetzt gegen M$ vorgehen:
http://business.chip.de/news/Andr... 96047.html

Schnutzi
41
8.11.2011, 15:36

Gut so Microsoft!

werwolfi
02
9.11.2011, 01:26

Ja, das können sie in Redmond traditionell am besten - ohne eigene Leistung Geld scheffeln ;oP

ToMaKa
63
8.11.2011, 15:19
2 Aspekte sind hier relevant

1.) Microsoft hat seit Bestehen des Unternehmens Milliarden an Lizenzgebühren an X Firmen bezahlt ohne auf armes Hascherl zu machen. Wenn nun Android MS Patente einsetzt, ist ex nur rechtens wenn MS ebenfalls Lizenzverträge abschließt. Es kann und darf da keine Ausnahme für Google geben! Es ist MS hoch anzurechnen, dass sie nicht auch vor Google in die Knie gehen!

2.) Wenn Motorola den Prozess verliert, schaut es düster für sie und vor allem für Google aus. Dort hat man diese Entwicklung offenbar nicht voraus gesehen. Finanziell wird Google kein großer Schaden entstehen weil MS die Lizenzgebühren eher niedrig ansetzt - doch wird such Google sehr darüber ärgern, da gehts vor allem um Prestige!

LostinSpacetime
00
8.11.2011, 23:06
Und

3.) bla bla

ToMaKa
00
9.11.2011, 00:41
Chapeau!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.