Der ewige Desperado

Florian Niederndorfer
9. November 2011, 12:04
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Ein 76-Jähriger ist der erklärte Favorit der konservativen Internetgeneration - Mit Antikriegspolitik und Laissez-faire macht der Texaner Romney und Cain das Leben schwer

Texas im August 1971: der Tag, an dem Ron Paul beschloss Politiker zu werden, war ein Sonntag. Während sich im steirischen Zeltweg Jackie Stewart zum Formel 1-Weltmeister kürte, kündigte in Washington Präsident Richard Nixon das Abkommen von Bretton Woods auf, das den Dollar seit 1944 an den Goldpreis band und ihn zur globalen Leitwährung aufsteigen ließ. Der Vietnamkrieg dauerte schon sieben Jahre und hatte den US-Staatshaushalt gefährlich ins Kippen gebracht.

Für den jungen Gynäkologen Ron Paul aus Virginia, damals 35 Jahre alt und nach Zwischenstationen in Pennsylvania, North Carolina und Michigan an der Seite seiner Ehefrau Carol in Texas gelandet, geriet Nixons verzweifeltes Manöver zum Damaskus-Moment: bis heute hält der Arzt die Wiedereinführung des Goldstandards für die dringlichste Maßnahme zur Heilung Amerikas. Das Spiel mit dem virtuellen Geld, das seit jenem 15. August 1971 nicht mehr mit Gold gedeckt ist, habe zu der aktuellen Wirtschaftskrise geführt, ist der heute 76-Jährige überzeugt und ruft zur "Ron Paul Revolution".

Solcherart Desperadotum des Texaners freut nicht nur die Jungspunde von der #Occupy-Bewegung, die dieser Tage Straßen und Plätze US-amerikanischer Städte besetzt halten. Es sind politische Lebenslinien wie diese, die Ron Paul in den Augen von immer mehr Amerikanern als Rebell gegen das Establishment erscheinen lassen. Und das, obwohl sich der Texaner seit drei Jahrzehnten behände in den elitären Politzirkeln des Washingtoner Regierungsbezirks bewegt und sich dabei von einem Weltbild leiten lässt, das alles andere als links ist. Wie konnte es soweit kommen?

Ron Paul ist libertär, nicht liberal. In seinem laissez-faire ist Ron Paul radikal. Sohn Rand vertritt seit einem Jahr als Senator von Kentucky die rechtsextremen Tea Party-Wähler im verhassten Washington, er selbst sitzt seit 1976 mit Unterbrechungen im Repräsentantenhaus. Am 13. Mai gab er offiziell sein Antreten bei den Vorwahlen der Republikaner bekannt. Zum dritten Mal nach 1998 und 2008 will Ron Paul Präsident der Vereinigten Staaten werden werden. Linke loben den Senior für dessen konsequente Antikriegspolitik. Paul gibt sich pragmatisch, kann aber auch dogmatisch sein, wenn er es für sinnvoll hält, etwa in Sachen Abtreibung. Vor allem ist er seinen Anhängern, die sich wie Jünger gerieren, aber eines: konsequent.

US-Truppen "so schnell wie möglich" heimholen

Gerade was seine außenpolitischen Ansätze betrifft, hebt er sich für viele wohltuend vom parteiübergreifenden Konsens des Interventionismus ab. "Krieg ist niemals wirtschaftlich zuträglich, außer für jene, die von den Kriegsausgaben profitieren", sagte Paul 2004, als der Irakkrieg formal beendet war, seine Nachwehen das US-Staatssäckel aber unwiderruflich zu schröpfen begann. Der linke Demokrat Dennis Kucinich, kraft seiner Karriere konservativen Geiferns unverdächtig, lobte Paul für dessen konsequente Antikriegspolitik - und kassierte prompt eine Einladung in Pauls potenzielles Regierungsteam. 2003 hat Paul als einziger Republikaner im Repräsentantenhaus gegen den Irakkrieg gestimmt, heuer hat er sich vehement gegen die US-Beteiligung am NATO-Einsatz zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung ausgesprochen.

Die USA dürften, wenn es nach Ron Paul geht, nur dann Krieg führen, wenn sie auf ihrem eigenen Territorium angegriffen werden. Und wenn der Kongress wie in Artikel Eins der amerikanischen Verfassung vorgesehen, einem anderen Land den Krieg erklärt. Wäre er Präsident, würde er die US-Truppen aus Europa, Asien und dem Nahen Osten nach Hause holen, "so schnell wie die Schiffe eben fahren". Paul würde die milliardenschweren Subventionen an Israel überdenken, "weil die arabischen Nachbarn ein Vielfaches davon bekommen und Israel in seiner Souveränität beschränkt wird."

Appeasement gegenüber dem Iran

Paul ist aber kein Peacenik, 1981 befürwortete er den Luftangriff der Israelischen Luftwaffe auf den irakisch-französischen Atomreaktor Osirak. Geht es um den Iran, der ebenso verdächtigt wird an Nuklearwaffen zu arbeiten, würde Paul aber einen völlig neuen Ansatz verfolgen. "Die Bedrohung Amerikas und der Region durch den Iran ist völlig übertrieben", sagte er unlängst und schlug vor, dem Mullahregime "mit Freundschaft statt mit Sanktionen" zu begegnen.

Überhaupt agitiert Paul gerne gegen die Dogmen der konservativen Nullerjahre: den Patriot-Act, mit dem die Regierung George W. Bush auf die Terrorgefahr nach 9/11 reagierte, hält er für ein Überwachungsinstrument. Terroristen würde er lieber mit polizeilichen Mitteln beizukommen versuchen, hätten die USA nicht so viele Truppen im Ausland stationiert, lautet Pauls Spin, würden Terroristen Amerika auch nicht angreifen.

Prediger des unregulierten Marktes

Während sich mit Pauls verteidigungspolitischen Akzenten auch so mancher Linker anfreunden kann, betont er im Bereich der Wirtschafts- und Finanzpolitik klassisch libertäre Werte. 1988 kandidierte er sogar auf dem Ticket der marktradikalen Libertarian Party für die Präsidentschaft, bis heute lässt er Kritik am Kapitalismus per se nicht gelten, "schließlich haben wir ihn noch gar nicht probiert."

Immer wieder tritt Paul, der sich ökomisch der Österreichischen Schule von Hayek und Konsorten verpflichtet sieht, als radikaler Kritiker der US-Fiskalpolitik auf, ortet Überregulierung des Marktes durch die Regierung und wünscht sich die Abschaffung der mächtigen Notenbank Federal Reserve. Lieber heute als morgen sähe er Gold und Silber als Zahlungsmittel eingeführt. Ein Staatsdefizit führt in Ron Pauls Augen automatisch zu Steuererhöhungen, säße er im Weißen Haus, würden nicht nur Einkommens- und Treibstoffsteuer, sondern auch gleich die Bundessteuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) abgeschafft.

Das Thema Klimawandel gehört zu den wenigen Bereichen, in denen Paul seine Meinung im Laufe der Jahre merkbar geändert hat. Sprach er 2008 noch von einer Mitverantwortung des Menschen und forderte die Regierung auf, die Ölindustrie nicht mehr länger zu unterstützen, nennt er die wissenschaftliche Erforschung des menschlichen Anteils am Klimawandels mittlerweile einen "Schwindel".

"Pro-Life-Champion"

Während er das Recht der US-Amerikaner auf das Tragen von Waffen, im Zweifel auch jener automatischer Provenienz, standhaft verteidigt, bezeichnet er sich selbst als "Pro-Life-Champion", hält Abtreibung also für einen illegitimen Eingriff in das Werk Gottes. Er stimmte für Gesetzesvorschläge, die Krankenhäusern Bundesgelder verwehrt, so sie Abtreibungen durchführen, ist aber grundsätzlich gegen die Einmischung Washingtons in die Abtreibungsgesetzgebung.

In Sachen Homo-Ehe beruft sich Paul auf die Autorität der Bundesstaaten und will Washington nicht über Für und Wider entscheiden lassen. Was hingegen Obamas Gesundheitsform betrifft, sieht sich der Arzt durchaus auf Linie mit seiner Partei, für ihn ist jegliche staatliche Unterstützung im Gesundheitssektor ein Gräuel, Versicherungspflicht sowieso. Stattdessen dürften die US-Bürger ihre Gesundheitsausgaben komplett von der Steuer absetzen. Paul, der 1961 an der Duke University in North Carolina sein Medizinstudium abschloss, baut auf das Gewissen der Ärzte, Bedürftige gratis zu versorgen, so wie er es der Legende zufolge während seiner Medizinerkarriere gehalten hat.

Illegalen Einwanderern will Paul sämtliche Rechte und Vergünstigungen streichen, die Grenze zu Mexiko müsse geschützt werden, "koste es was es wolle". Auch die automatische US-Staatsbürgerschaft von im Land geborenen Kindern ist dem Libertären ein Dorn im Auge, Kindern illegaler Einwanderer würde diese künftig verwehrt.

Crux Onlineumfragen

Illinois im November 2011: 52 Prozent der insgesamt 3.649 Teilnehmer einer Strawpoll-Meinungsumfrage halten Ron Paul für den besten Kandidaten der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl 2012. Abgeschlagen dahinter: Mitt Romney und Herman Cain. Die Crux dabei liegt im Wesen der Umfrage, bei der sowohl per Mausklick als auch persönlich abgestimmt werden konnte. Fast 67 Prozent der Online-Stimmen gingen an Paul, jene Bürger, die in personam an die Wahlurne schritten, entschieden sich nur zu acht Prozent für ihn.

Hinter den 2.000 Stimmen für Ron Paul aus Illinois verbergen sich Menschen, deren Mobilisierung für Grand Old Party praktisch wertlos ist. Kaum ein eingeschworener Paul-Unterstützer würde nach Ansicht von Experten für einen anderen republikanischen Kandidaten stimmen, sollte der Texaner nicht nominiert werden. So droht der Siegeszug des Ron Paul, der zuvor in diesem Jahr schon Strawpolls in Ohio und Iowa für sich entscheiden konnte, erneut an der republikanischen Parteiräson zu verpuffen. (flon/derStandard.at, 8.11.2011)

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Ron Paul vs. the Establishment

wieso gibts auf standart.at nur 2 beiträge über ron paul???

-meiner meinung nach nicht sehr objektiv.

Weil der Psycho *nichts* bewirken wird außer - wie schon Nader - vielleicht ein paar Stimmen zu binden und das Zünglein an der Waage darzustellen.

ron paul wär ein guter papst geworden*

Nach der Debatte auf CNBC wurde vorigen Mittwoch die dazugehörige Online-Umfrage kurzerhand vom Netz genommen…

…Vor dem Verschwinden der Umfrage führte Paul mit 62%, gefolgt von Newt Gingrich mit 12% und Herman Cain, gleichauf mit Romney zu 9%.

Als "Begründung" wurde vom Management der CNBC angegeben, daß diese Maßnahme deshalb erfolgt sei, weil die "politische Organisation des führende Kandidat eine offensichtlich zu große Internetpräsenz aufweist, und deshalb nicht repräsentativ für den tatsächlichen Sieg bei der Diskussion" gewesen sei…



http://www.examiner.com/democrat-... ul-winning



Noch Fragen?

Es gab vor kurzem auch eine Umfrage bei News, wo die FPÖ über 40% hatte, nachdem Strache auf Facebook zum Abstimmen aufgefordert hatte; einige Tage später haben die Grünen reagiert, in derselben Umfrage liegt der Zahntechniker nun weit hinten und jammert über unfaire, tendenziöse Berichterstattung.

Und es gilt als allgemein bekannt, dass Ron Paul - wieso auch immer, als greiser Verhetzer und Abtreibungsgegner - gerade in der Online-Community lautstarke Fans hat, aber eben sonst nirgends.

ok ok - nehm alles zurück

vergiss das posting...

mit dem schei*s rtunnel u hotspotshield etc. um in Iran die Zensur zu umgehen - wechseln bei mir die Seiten u Bilder von selber am Laptop

Da will mich jemand ver*schen...der wohl grosse Nachteil bei solchen Programmen...ich bin komplett offen
Shiit

"die rechtsextremen Tea Party-Wähler "

gehts noch?

Gut die Wähler eventuell nicht wissentlich rechtsextrem.

Aber die Tea Party selbst ist ganz klar eine rechtsextreme Organisation.

Wo haben sie diese Weisheit her, aus dem Standardforum?

Die Kernpunkte der Teapartybewegung sind
geldpolitische Verantwortungslosigkeit zu stoppen, eingeschränkte staatliche Macht und freie Märkte.

laut Wikipedia ist Rechtsextremismus als "dient als Sammelbezeichnung, um faschistische, neonazistische oder ultra-nationalistische politische Ideologien und Aktivitäten zu beschreiben..."

Und das soll das selbe sein?????
Lesen sie das an der Quelle mal nach bevor sie falsche Tatsachen posten.
Das sind übelste Lügen die sie verbreiten!

... noch dazu sind die Tea-Party-Freaks radikal islamfeindlich: Kontakte etwa zur English Defense League und anderen rechtsextremen Muslimhasser-Gruppierungen (so die Preisklasse, wo auch der Breivik ein Fan war) sind seit längerem bekannt.

Wo hast du deine Infos her? Von Breivik-Foren und Neonazis, wie dein Nick vermuten lässt?

Die Tea Party ist oft genug recht unverhohlen rassistisch - etwa die Behauptung, Obama sei Kenianer und alle Ausweise usw gefälscht.

Die dümmeren Neonazis findet man besonders oft bei 9-11-Leugnern und sonstigen Seltsamkeiten, in den USA auch gern in Milizen. SPON passt da gut:
http://www.spiegel.de/politik/a... 995-2.html

In ihrem radikalen Hass auf das System, und die Forderung nach völliger Abschaffung aller solidarischer Mechanismen, und ihrer Verachtung von Frauen, sind die TPler auch den Rechtsradikalen nahe. http://www.taz.de/!63990/ wär nur ein Beispiel.

Rona Paul, der 'Desperado', ist seit Jahrzehnten in der Politik und waehlt zu 98% mit den anderen republikanern. der ist sosehr ein aussenseiter wie Romney.
schlechter journalismus.

Ron Paul gegen das Establishment: Die Österreichische Schule der Ökonomie als Systemkritik vom Feinsten !!

Es ist Usus d Systemanhän.-Polit.,Technokraten,Journalisten u Konsorten-mit Begriffen Schindluder zu treiben,billige Etiketten an etw zu heften,um so das aufklärerische Nachdenken zu behindern-denn 'extrem ist d Ahnungslosigkeit jener,die Teuerung mit Inflat verwechseln,Regulierung statt Achtung vor Rechtsprinzipien fordern u die unser Wirtschaftssyst. mit d Marktwirts.gleichsetzen,um den "Markt" ein krisengenerierendes Versagen anzuhängen.Nein,es ist dSystem das vesagt-mit dem Staat als Garanten,indem v Gesetzes wegen Marktteiln.privilegiert(Bankensy durch Teilreservesys u Gelderfindungsmacht d Zentralbank) und andere Marktteiln.(Sparer u Steuerzahler)sanktioniert sind...Wi.Buchempf:"Money, Bank Credit and Economic Cycles" v J.H.de Soto

à propos technokraten : nette lektüre für Sie !

http://www.acting-man.com/?p=11560

lieben gruss

kenn ich ..

Jedes "Rechtsprinzip" ist eine Regulierung. Ohne Regulierung gibts nur das Faustrecht. Ziel von Regulierung ist es, Regeln zu definieren, um ein Zusammenleben zu ermöglichen.

Rechtsprinzipien sind Regulierungen.

Nein! Rechtsprinzipien sind Eigentumsrecht, Vertragsrecht, Vertragsfreiheit.. Recht auf freie Arbeitswahl. Alle diese Prinzipien werden in unserem Wirtschaftssystem verletzt - so widerspricht das
Teilresevesystem dem Eigentumsrecht - weil dem Einleger vorgegaugelt wird, dass seine Einlage immer da ist u er das Verfügungsrecht habe - obwohl x-mal verliehen. Das Geldmonopol des Staates verletzt die Vertragsfreiheit..nur in Euro darf ich Steuern zahlen
Staatliche Regulierungen verletzen diese Prinzipien meist auch .. oder gehen ins Leere wie zum Beispiel das Verbot von Leerverkäufen(eine Verletzung der Vertragsfreiheit).

Das Teilreserve-System stammt aus der Goldgeld-Zeit. Es gibt einfach nicht soviel Gold wie notwendig, um ein funktionierendes Geldsystem zu haben. Die Goldbindung hat man glücklicherweise abgeschafft - aber leider nicht die private Giralgeldschöpfung. Ganz unabhängig davon ist auch klar: Wenn man sicherstellen will, dass das Geld immer da ist, kann es keine Zinsen geben, weil die Bank nicht damit arbeiten könnte. Geld deponieren würde also wieder Geld kosten.

Was den Rest betrifft: Es kann keine uneingeschränkte Vertragsfreiheit und Eigentumsrechte geben. Es muss auf jeden Fall ausgleichend eingegriffen werden. Und das ist auch im Interesse der Besitzenden.

Wer hat Ihnen den das beigebracht- dass es nicht soviel Gold wie notwendig gibt?? Preisverhältnisse entstehen durch unterschiedliche Bewertungen von unterschiedlichen Marktteilnehmnern.. wieviel Gold eine Ware wert ist, bildet sich am Markt heraus, würde es eine Bindung geben. Wo ist das Problem?

Geld muss nicht Gold sein..es würden die Menschen sich aber für Gold als Geld entscheiden, hätten sie die freie Wahl und wären nicht durch den Staatsmonopolisten erpresst.

Richtig, es kann keine Zinsen geben - für Sichteinlagen,d Einleger müsste sogar eine Gebühr
bezahlen. Für Termineinlagen sehr wohl-d Einleger hätte aber d Verfügungsrecht bis zum Termin nicht. Diese Trennung ist wichtig - nur so wird die Girageldschöpfung(=Betrug) vermieden.

Das Prolem dabei ist, dass durch Rationalisierungsprozesse und Bevölkerungswachstum mehr Geld notwendig sein könnte als "produziert" (geschürft) werden kann, wodurch Waren und Dienstleistungen laufend im Wert verfallen müssten. Tatsächlich gabs ja früher Dauer-Deflation. Was toll klingt, ist aber katastrophal: Die Waren werden zwar billiger, aber die eigene Arbeit auch. Kein Mensch würde unter solchen Gesichtspunkten einen langfristigen Kredit aufnehmen, weil vorhersehbar wäre, dass es immer schwieriger wird ihn zurück zu zahlen.

Was heist, dass "ausgleichend eingegriffen" wird?
Heisst das, dass mir jemand vorschreibt, was mein Eigentum ist, obwohl ich es wohlerworben habe? Das kann ja wohl nicht wahr sein. In welcher Welt leben Sie?

Dass keine sittenwidrige Verträge abgeschlossen werden dürfen, ist selbstverständlich.

Dafür müsste man mal "wohl erworben" definieren.

Im Übrigen finde ich die Formulierung im deutschen Grundgesetz vernünftig:

Absatz 1: Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

1: Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
3: Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt.

Man schützt also Eigentum, sieht es aber nicht als heilige Kuh, da man grundsätzlich die Gefahr des Missbrauchs des Eigentums gegen die Allgemeinheit erkennt.

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