"Licht ins Dunkel": Peter Rapp wird ersetzt

8. November 2011, 14:16
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Wrabetz: "Man muss immer wieder zu Veränderungen bereit sein" - Rapp war 25 Jahre das Gesicht des Aktionstages

Wien - An Prominenz hat es am Dienstag beim diesjährigen "Licht ins Dunkel"-Auftakt in der Hofburg nicht gemangelt, dennoch stand eine Person im Mittelpunkt, die nicht erschienen war: Peter Rapp. Jener Moderator, der 25 Jahre das Gesicht des Aktionstages war, wird durch ein ganzes Team an ORF-Stars ersetzt.

"Man muss immer wieder zu Veränderungen bereit sein, die Aktion muss leben", betonte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. So werden u.a. Barbara Sima, die aufgrund ihrer Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, Tarek Leitner, Sandra König, Elisabeth Engstler und Alfons Haider zum Einsatz kommen.

Gegen die Degradierung Peter Rapps haben sich im Internet Widerstandsgruppen formiert, die ein weiteres Engagement des langjährigen Moderators fordern. Auf Facebook gibt es etwa die Gruppe "Licht ins Dunkel ohne Peter Rapp? - Nein, Danke!!" oder online die Unterschriftenplattform "Peter Rapp - Licht ins Dunkel".

"Wir haben im ORF so viele Stars und Gesichter, die sich auch in den Dienst der Aktion stellen wollen", meinte "Licht ins Dunkel"-Organisatorin Sissy Mayerhoffer. Das Angebot, Teil des Moderatorenteams zu sein, habe Peter Rapp ausgeschlagen: Entweder alleine oder gar nicht. Dennoch würdigten beide das langjährige Engagement des Entertainer-Urgesteins.

Auch sonst war der Auftakt eine willkommene Gelegenheit für einen Rückblick: Seit dem Beginn im Jahr 1973 kamen rund 200 Millionen an Spenden herein, ebenso viel wie bei der Schwesteraktion "Nachbar in Not". "In Schilling, in Zeiten wie diesen darf man das sagen, sind das zusammen über fünf Milliarden Schilling - in richtigem Geld", scherzte Wrabetz. (APA/red)

  • Peter Rapp wie man ihn seit 25 Jahren kennt. Im Dienste von "Licht ins Dunkel".
    foto: orf/badzic

    Peter Rapp wie man ihn seit 25 Jahren kennt. Im Dienste von "Licht ins Dunkel".

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