EZB-Ökonom Stark

EZB kann Krise nicht lösen

8. November 2011, 13:18
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Posting 1 bis 25 von 37
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Karl Krammer
01
8.11.2011, 17:43
Herrn Starks Vorbild: Lettland

20% Arbeitlosigkeit, 25% Wirtschaftseinbruch und 1% Bevölkerungsverlust pro Jahr durch Auswanderung. Aber der Geldwert ist stabil.

Und mit der gleichen Methode werden gerade Griechenland, Irland, Spanien und Portugal "saniert". Italien wehrt sich noch. Belgien wird der nächste Kandidat sein und selbst in Slowenien spricht man von Rentenkürzungen, um dem Euro zu gefallen.

"Haushalt in Ordnung bringen" ist ein Synonym für kaputtsparen - vor allem an Sozialleistungen. Das geht vielleicht in den kleinen, leidensfähigen baltischen Republiken, aber nie im Westen. Das wurde zuletzt 1931 in Deutschland versucht, mit den bekannten Folgen.

Andreas Prucha
00
8.11.2011, 18:36
Ich denke zwar schon, dass die öffentlichen Haushalte effizienter geführt gehören, aber diese Radikal-Sparmethode kann nicht gutgehen und hilft letztendlich nur den obersten geld-vermögens-besitzern.

Wenn ein Mittelschichtler glaubt, er hätte mehr, wenn der Staat nur mehr sparen würde, ist ziemlich naiv. Eigentlich wirklich pervers: Ausgegangen ist das Theater vom Immo-Crash in den USA. Ich kann mich noch erinnern wie manche vor dem Crash das Platzen der Blase vorausgesehen haben und sich hämisch darüber gefreut haben, dass es jetzt die USA zerreisen wird. Das Platzen ist eingetreten, nur offensichtlich hats den Dollar nicht zerrissen - dafür kämpfen wir jetzt: Die USA niessen und wir kriegen die Grippe. Dass es die USA nicht zerrissen hat liegt meiner Ansicht nach am pragmatischen Vorgehen der FED.

lessismore
00
8.11.2011, 18:32

Ah, die tollen Erfolge von Heinrich Brüning und Arnold Schwarzenegger!

Krones
00
8.11.2011, 17:08
kann mich nur wiederholen...

das ganz Feudalsystem, der Größenwahn, uvm. dieser EU/€-Fanatiker kann nicht mit dem Rettungsschirm aufgefangen werden. Das Diktat von Merkozy (Ferkel/Westentschennapoleon) stürzt noch weitere Länder in den Abgrund! Dieser EU, der ich immer reserviert gegenübergestanden bin, hat genau das Gegenteil, nicht Milch u.Honig sind geflossen, sondern Zwietracht wurde gesät! Es wird höchste Zeit, sich auf die Eigenstaatlichkeit zu beschränken, ansonsten wir mit in den Abgrund gerissen werden!!!

zimbo
 
00
8.11.2011, 16:14
Austritt aus dem Verein.

Schmerzhaft für die Feudalherrscher.

Andreas Prucha
00
8.11.2011, 17:18

Und dann? Welche Probleme soll das lösen?

zimbo
 
00
9.11.2011, 10:17
Viele, die wir vorher nicht hatten.

sensortimecom
00
8.11.2011, 16:30
Ohne dass Länder wie DE oder NL mitziehen...

...ist das nahezu unmöglich. Da wären die Sanktionen von 2000 die reinste Laudatio dagegen.

proteus
00
8.11.2011, 15:49
"Die Geldpolitik könne solche Probleme nicht lösen "ohne die Gefahr, dass wir in eine Inflation geraten"

Ach, was er nicht sagt. Da die EZB seit einem Jahr Italien und Spanien finanziert und keinerlei Anstalten macht, diese Politik zu beenden, darf man davon ausgehen, dass die EZB solche Probleme mittels Geldpolitik inklusive Inflation lösen will.

the world is flat
02
8.11.2011, 17:06
aber die Inflation, die wir haben, ist nicht die die die Geldpolitik meint!

Wir haben keinen Überschuss an nomineller Güternachfrage(!) sondern das Geld wandert in die Finanzmärkte und über Rohstoff-Spekulation in die Preise!

Stark's Modell ist falsch, trifft aber in den Auswirkungen zufällig ein wenig zu.

Andreas Prucha
00
8.11.2011, 16:20

Die EZB hat kaum eine andere Wahl. Es kann sich zwar nicht da drauf beschränken, aber die EZB zu fesseln und zu zwingen den geldpolitischen Falken zu spielen, wäre realwirtschaftlicher Irrsinn (Heinrich Brüning und seine Deflationspolitik lassen grüssen).

auf meiner Insel steht ein Hochhaus
01
8.11.2011, 15:58

von Wollen (Inflation) kann sicher nicht die Rede sein, die EZB hat aus purer Not u. Verzweiflung Staatsanleihen gekauft, sonst wäre das Euro-System schon längst zusammengekracht

ganzsichernicht
 
00
8.11.2011, 15:21
...je mehr man es reduziert umso lächerlicher das ganze: nuller und einser.

ganzsichernicht
 
04
8.11.2011, 15:19
...das heißt? die ezb ist pleite?

lessismore
00
8.11.2011, 18:12

So pleite wie halt jemand ist, der sein eigenes Geld druckt.

Mostbluzza
13
8.11.2011, 15:29
na klar, bilanztechnisch schon lange und jetzt auch

noch politisch.

dt hat das stimmgewicht von malta und zypern in der ezb. hat aber mehr als ein viertel des kapitals aufgegracht. danke (ähnlich öst.).

jetzt nochmal über den tisch ziehen und dann hosen owe. wie gehabt. oder man dreht den spiess um und schickt die bettler, gauner und trickbetrüger in die wüste, wo sie ihre eigene kamel,muschel oder rotwein währungen aufbauen sollen.

noch ein paar fderbe gschichtln der "eurofreunde" und dann ist schluss mit lustig. man entdeckt die flöhe im eigenen bett.

http://www.focus.de/finanzen/... 82302.html

Der Mann
11
8.11.2011, 16:03
sie

sind ahnungslos.

die schwachen ermöglichen den starken erst die exporterfolge.

wenn gr weit unter deutschem lohn produzieren würde, zu gleicher qualität, dann würden sie schön schauen!!!

farsad kambiz
02
8.11.2011, 16:28
was sollen denn die griechen grossartig produzieren?

touristen ???

die haben keine g'scheite industrie, und leben quasi von olivenöl und tourismus.
daher würde eine senkung der lohnstückkosten iwie schwierig... oder ????

alpenmilch
04
8.11.2011, 15:16

In dem wichtigsten und richtungsbestimmenden Organ der EZB, dem Direktorium, sind von 6 Leuten 4 aus den Problemstaaten der Eurozone (2 aus Italien, ein Portugiese und ein Spanier)....

Natürlich wird die EZB sich nicht auf ihr Ziel konzentrieren, sondern weiter die Staatsanleihen dieser Staaten kaufen!

Es ist unglaublich, wie Volksvermögen hier ohne viel Umschweife vernichtet wird.

lessismore
00
8.11.2011, 18:12

Ja? Wieviel denn?

alpenmilch
00
8.11.2011, 18:36

Alleine die EZB hat Staatsanleihen in Höhe von 180 Mrd Euro gekauft, die jetzt realistisch betrachtet maximal 50 % ihres Kaufwertes wert sind, also etwa 90 Mrd Euro durch die EZB.

Da sind allerdings die Haftungen und Direktzahlungen durch die Eurostaaten noch nicht inkludiert, dürften wohl noch ein paar hundert Mrd Euro dazukommen.

lessismore
00
8.11.2011, 18:59

M.a.W., es ist nicht sicher, daß überhaupt irgendetwas vernichtet worden ist.

boutch
13
8.11.2011, 14:41
es gibt keine krise

das ist schon lange der anfang, oder die mitte, des zusammenbruches, der unaufhaltsam ist.
also gibts auch nix zu retten.

Der Mann
02
8.11.2011, 16:05
genau

so ist es, drum ist es ja so lustig, dass die lemminge noch immer glauben alles wird gut.

wie sollen die staatsschulden jemand gezahlt werden, wenn das geld schon lange in privater hand ist???

wie soll es wirtschaftlich weitergehen, wenn staaten schon fast die hälfte des bips zur schuldendeckung aufwenden???

wer diese fragen beantwortet, sieht wie lächerlich kaputt das derzeitige system schon ist!!!

lessismore
00
8.11.2011, 18:20

Welche Staaten wenden die Hälfte des BIP zur Schuldendeckung auf?

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