Privatinsolvenzverfahren über Auer-Welsbach eröffnet

8. November 2011, 13:07
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Graz - Die erste Gläubigerversammlung im Fall des Privatinsolvenzverfahrens von Wolfgang Auer-Welsbach hat am Dienstag im Grazer Bezirksgericht West stattgefunden: Einige Anwälte, die zusammen Tausende geschädigte Mandanten vertreten, haben gemeinsam mit der zuständigen Richterin die kommenden Termine festgelegt: Das Verfahren wird erst wieder am 21. Februar 2012 fortgesetzt. Die Frist für die Anmeldung von Ansprüchen endet am 24. Jänner.

Das Gericht hatte rund 9.000 Geschädigten des AvW-Strafverfahrens Ende Jänner in seinem Schuldspruch erklärt, dass über die 500 Euro hinausgehenden Ansprüche von den Gläubigern in Zivilverfahren verfolgt werden müssten. Doch als selbst dieser vergleichsweise geringe Betrag von Hunderten Geschädigten, die teilweise Tausende Euro verloren hatten, nicht einbringlich war, stellten manche von ihnen den Antrag auf ein Schuldenregulierungsverfahren.

Keine Inhalte

Bei der ersten Gläubigerversammlung wurden noch keine wesentlichen Inhalte besprochen, sondern lediglich neue Termine festgelegt. Der zuvor beschlossene zweite Verfahrenstag musste abberaumt werden, da die Vorbereitungszeit zu knapp sei, erklärte der Klagenfurter Rechtsanwalt Oliver Lorber, der rund 300 Geschädigte vertritt. Darum wird das Verfahren erst wieder im neuen Jahr fortgesetzt.

Die AvW Gruppe AG und die AvW Invest AG sind seit Mai 2010 im Konkurs, der 55-jährige Auer-Welsbach wurde nach einem Geständnis zu acht Jahren Haft unter anderem wegen gewerbsmäßig schweren Betrugs und Untreue verurteilt. Er sitzt zwar seine Strafe in der nahen Justizanstalt Graz-Karlau ab - weshalb auch beim Bezirksgericht Graz-West das Konkursverfahren eröffnet wurde -, war aber zur ersten Gläubigerversammlung weder geladen noch erschienen. (APA)

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