60 Strafen wegen Alko-Radelns in Wien

  • Ab 0,8 Promille wird es so richtig teuer - es sei denn, man schiebt das Fahrrad
    foto: standard/fischer

    Ab 0,8 Promille wird es so richtig teuer - es sei denn, man schiebt das Fahrrad

"Aktion scharf" der Polizei wird im Winter mit gleicher Frequenz fortgesetzt

"Drei weiße Gespritzte, drei Krügerln Bier - wenn man unterwegs ist, trinkt man das ja schnell irgendwo", sagt Johannes Frey. Der 34-Jährige verzichtet in solchen Fällen auch nicht darauf, mit dem Rad nachhause zu fahren. "Warum? Ist doch besser, als mit dem Auto zu fahren", meint der Wiener. Der Gesetzgeber sieht das anders: Er macht keinen Unterschied, ob man mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,8 Promille hinter einem Lenkrad oder auf dem Sattel sitzt. Die Strafe beträgt in beiden Fällen mindestens 800 Euro.

Auch Johannes Frey hätte so viel bezahlen müssen. Doch er konnte nicht - die Strafe entsprach ungefähr seinem Monatslohn als Leiharbeiter in einem Callcenter. Sein Antrag auf Ratenzahlung wurde abgelehnt - dafür müsse man ein Mindesteinkommen vorweisen, das über Freys Gehalt liege, erfuhr er bei der Polizei. Also blieb nur ein Ausweg: eine Woche Gefängnis.

"Wie ein Krimineller"

Vergangene Woche wurde Frey aus dem Polizeianhaltezentrum Roßauer Lände entlassen. "Schon heftig" sei es drinnen gewesen, erzählt er. "Man wird wie ein Krimineller behandelt." Frey glaubt, selbst einschätzen zu können, wann er nicht mehr fahrtauglich ist: "Mit 1,5 Promille würde ich sicher nicht aufs Rad steigen. Aber mit 0,9 Promille schon." 

Seit Juli hat die Wiener Polizei die RadfahrerInnen im Visier. Mit einer "Schwerpunktaktion Radfahren" werden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung gezielt geahndet, auch Alkoholmessungen werden nun häufiger als früher durchgeführt.

60 alkoholisierte Radfahrer

Das Ergebnis der "Aktion scharf": 60 Anzeigen wegen alkoholisierten Radfahrens. Wie viele Alkoradler knapp über der Verbotsgrenze von 0,8 Promille lagen und in wie vielen Fällen eine stärkere Alkoholisierung vorlag, weiß die Polizei nicht: Dazu führen wir keine Statistik, sagt Sprecherin Adina Mircioane gegenüber derStandard.at. Insgesamt habe es 187 verkehrspolizeiliche Anzeigen gegeben, 199 Organstrafmandate seien verhängt worden, so Mircioane. 

Für RadfahrerInnen gilt ein Alkohollimit von 0,8 Promille, die Mindeststrafe liegt bei 800 Euro, die Strafhöhe steigt jedoch relativ stark: So kann eine Alkoholisierung von bis zu 1,19 Promille bereits mit 3700 Euro bestraft werden, wenn man nicht zum ersten Mal erwischt wird. Ab 1,2 Promille werden Strafen ab 1200 Euro bis zu 4400 Euro verhängt. Die Höchststrafe liegt bei 5600 Euro. Wer den Alkotest verweigert, muss mit Strafen zwischen 1600 und 5900 Euro rechnen.

"Hälfte der Strafe würde reichen"

Dass die Strafen für Alko-AutolenkerInnen und Auto-RadlerInnen gleich hoch sind, sorgt bei Radfahr-VertreterInnen für Kritik. "Das ist unverhältnismäßig", sagt Alec Hager von der Interessensgemeinschaft Fahrrad. Alkoholisierte AutofahrerInnen seien weitaus gefährlicher als angeheiterte RadfahrerInnen - "die Strafhöhen sollten dem realen Gefährdungspotenzial angeglichen werden", fordert Hager. Heißt konkret? "Die Hälfte der Strafe würde reichen", so Hager.

Einen anderen Vorschlag hat Luis Rosenberg: Der Wiener, der zurzeit in Deutschland studiert, wurde bei seinem letzten Wien-Besuch mit 0,82 Promille im Blut mit 880 Euro abgestraft. "Ich habe Glück, weil ich von meinen Eltern unterstützt werde. Aber was sollen andere Studenten machen, die mit 900 Euro im Monat auskommen müssen?" Rosenberg wünscht sich einen Ersatz-Sozialdienst für Alko-RadlerInnen: "Zwei, drei Wochen unbezahlte Arbeit in einem Wohnheim" sollten alternativ zur Geldstrafe möglich sein, findet der 22-Jährige.

Wäre Rosenberg in seiner Uni-Stadt Berlin nach drei Krügerln Bier radelnd aufgehalten worden, wäre er heute übrigens um 880 Euro reicher: In Deutschland werden RadfarhrerInnen bis 1,6 Promille nur dann abgestraft, wenn sie durch ihr Fahrverhalten auffallen - beispielsweise durch Schlangenlinien-Fahren oder verzögerte Reaktion. 

Kein Ende der "Aktion scharf"

Eingeführt wurden die Rad-Schwerpunkt-Kontrollen mit der Begründung, Wien-UrlauberInnen fühlten sich durch aggressive RadfahrerInnen gestört (derStandard.at berichtete). Mit dem Ende der Sommer-Saison soll die "Aktion scharf" dennoch kein Ende nehmen: Laut Wiener Polizei wird sie in den Wintermonaten mit gleicher Kontrollfrequenz fortgesetzt. (Maria Sterkl, derStandard.at, 9.11.2011)

  • Berechnen Sie Ihr Brutto- oder Netto-Gehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner von derStandard.at/Karriere
Share if you care
Posting 176 bis 225 von 1365

auch betrunkene fussgänger gefährden andere auf verantwortungslose weise.
trotzdem bin ich froh, dass hier ganz andere grenzen gesetzt sind als bei radfahren und autofahren. und von kontrollen/planquatraten bzw. strafen für fussgänger hat ja noch keiner was gehört, da könnte man bestimmt viel mehr abcashen als bei radfahren (und autofahrern)

herr frey glaubt also einschätzen zu können...

mit wieviel promille er noch fahrtüchtig ist.

typischer fall von: ich kenn die regeln, ich mag mich aber nicht dran halten, weil ich mir einbilde, es besser zu wissen. und deswegen ist es jetzt schon ur gemein, wenn ich im fall, dass ich erwischt werde, die konsequenzen tragen muss.

schon bitter, dass man dann noch dazu, wenn man ersatzarrest für eine geldstrafe antritt, im gefängnis dann nicht den polstersessel und den fernseher in die zelle bekommt, sondern glatt wie jeder andere gefange auch behandelt wird. zustände sind das...!

da bleibt nur noch zu sagen: mimimimimimimi!

Wenn die Kieberer keine anderen Sorgen haben

als ein paar besoffenen Radfahrern hinterher zu jagen, möge mir keiner mehr mit dem Gelabere vom ach so schweren Los der armen, überarbeiteten Polizeibeamten kommen. Das kann doch nur heissen, dass sie völlig unterbeschäftigt sind.

100 bis 150 Organe für a Hausräumung abstellen zu können ist wahrlich kein zeichen von unterbesetztung der Polizei!!!

Wenn die Öffis in der Nacht endlich auch außerhalb der Ballungsräume fahren würden

oder ein adäquates Shuttlebus-/Anrufsammeltaxisystem realisiert werden würde, wäre das Thema größtenteils (zumindest für mich) hinfällig.

Inwiefern bedroht man als betrunkener Fahrradfahrer andere Menschen ?!?

Wahrscheinlich weniger als ein besoffener Fussgänger

Wo machen die denn ihre Aktion Scharf?

Wundere mich weil ich selber noch keine Kontrolle hatte und auch keine solche beobachtete.
Und daß bei meinen 4000 Radkilometern/Jahr.

Nicht, daß ich Wert darauf lege aufgehalten zu werden für nix (weil ich nicht besoffen fahre), aber so rein Interesse halber.

im august war mal eine schwerpunktkontrolle am gürtelradweg

bei der U6 josefstädterstrasse. waren mindestens 10 beamte beteiligt.

war übrigens meine erste alkoholkontrolle ever, in 25 jahren als führerscheinbesitzer. ok, ich bin nie viel auto gefahren, und in den letzten 7 jahren fast gar nimmer - keine 1000 km/jahr in mietautos, carsharing und mit geborgten karren. am rad fahr ich viel mehr.

mir geht es genau so. ich tippe darauf, dass sie hauptsächlich in der innenstadt kontrollieren. die aktionen gibt es auch, weil "touristen sich belästigt fühlten".

am ring wundert mich das nicht bei der führung und schlechten markierung des radweges im bereich der sehenswürdigkeiten von oper bis rathaus beispielsweise. das da in die luft guckende touristentrauben und radfehrer auf dieselbe verkehrsfläche geraten ist nicht verwunderlich…

ich komme dort aber auch selten vorbei. noch nie kontrollen gesehen…

Ring und U6 Josefstädterstraße schreiben weiter unten Poster.

Fahre auch sehr viel in der Innenstadt und mir faellt eigentlich schon einiges auf.

Ich weiss aber nicht ob das dann wirklich Kontrollen sind, denn ich versuche jeden Kontakt mit der Polizei tunlichst zu vermeiden. Praevention ist das Zauberwort...

Musste mal 36 € zahlen weil ich in Linz in der Nacht mit dem Rad gegen die Einbahn gefahren bin. Musste wie ein Gangster mit auf die Wache, weil ich in der Öffentlichkeit laut auf die Frage "Wollen Sie Ihr Rad nicht absperren?" gesagt habe "Ich vertraue auf die Polizei dass es nicht gestohlen wird." Hatte ziemliches Glück weil ich bei 2 Messungen unter 0,8 war. Beim Reingehen in die Wache haben eine Gruppe Jugendlicher die Kivara gefragt warum ich abgeführt werde; drinnen hab ich Sie dann laut "Freilassen" schreien gehört. So was nenn ich Zivilcourage :-)

warum sollte man die einbahnen auch beachten ?

mit dem motorrad machts sogar noch viel mehr spass; da ist man schneller und kann so richtig laut aufdrehen. oder so...

:-) Im Sinne von "Regeln und Knochen gehören gebrochen", das ist wohl die Einstellung derer, die dafür sind, "unnötige" Regeln einfach zu ignorieren!

Nachdem hier einige der Meinung sind, dass alle Verkehrsteilnehmer gleich behandelt werden sollen

und die Strafe daher gerechtfertigt wäre, hätte ich einig "logische" Vorschläge für die weitere Angleichung aller Verkehrsteilnehmer:

- Geschwindigkeitslimit auf Autobahnen: 80km/h für alle (wie bisher LKW, ...).
- 0,0 Promille für alle (wie bisher Busfahrer, LKW Fahrer, ...)
- Führerschein erst ab 21 (wie LKW, Motorrad > 25kW, ...)
- Dafür dürfen zukünftig Mopedautos auf die Autobahn
.....

Fände ich alles sehr gut, ohne Ironie, wie es bei Ihnen aber wohl eher gemeint war, nicht?

wenn das anderweitig gepostete - stvo alkohol limit von 0.8 für nicht motorisierte teilnehmer - stimmen sollte, ist es für radfahrer eh schon viel leichter.

zum anderen müssten auch sie für motorradfahrer eintreten, einbahnregelungen liberal auslegen zu dürfen. und natürlich kann ein motorrad nicht so viel strafe kosten wie ein auto, gelle....

cherry-picking ist natürlich immer nett; man sollte aber ein verlorenes spiel auch mal als solches zugeben. wird ja auch anderweitig nicht gleich hart bestraft wie bei autos...

1. Vertritt üblicherweise (auch in der Politik) jeder seine eigenen Interessen. Ich bin Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer und fahre nicht oder nur extrem selten Motorrad (A Schein habe ich).

2. Wie ich weiter unten schreibe könnte man durchaus auch über geringere Strafen für Mopeds nachdenken. Um das endgültig zu beurteilen, müsste man aber das Risiko, das von 1-spurigen KFZs ausgeht, kennen. Dieses kenne ich nicht.

3. Fordern einige/viele Poster absolute Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer. Ich bin gegen die Gleichbehandlung und zeige was Gleichbehandlung bedeutet.

Ich weiß nicht in welchem verwirrten Fieberrtraum du das Posting geschrieben hast, jedenfalls ist es Schwachsinn pur.

…geschwindigkeit 80 auch für radfahrer und fußgänger
…mit glatten sohlen im winter unterwegs sein kostet

und was machen die Fallschirmspringer?

nach der jahrelangen leugnung ignorierter ampeln, vorrangtafeln, einbahnen und dem fast schon sportlichen meiden der radstreifen folgt jetzt die nächste entdeckung: alkohol am fahrrad !

vielleicht kommen standard und grüne auch mal drauf, dass vorrangregeln für fussgänger nicht immer beachtet werden - das wäre eine neue schlagzeile...

ja, bis jetzt hats keinen interessiert, weil eh nix passiert dabei.

aber jetzt regt sich anscheinend in ein paar leuten ein neidgefühl - warum sollen die dürfen was ich ned darf! - und jetzt muss man auf einmal sachen kontrollieren, die nie ein problem dargestellt haben.

vielleicht gibts ja auch bald eine aktion scharf gegen fußgänger, die bei rot über die straße gehen. das machen die zwar auch schon seit es ampeln gibt, und es tut keinem weh, aber vurschrift is vurschrift!

die stvo existiert nicht, um verletzte zu produzieren.

die anzahl in wien durch skinheads verstorbener ist auch recht gering - da würde der einsatz auch nicht lohnen. autos überfahren am gehsteig auch selten jemanden - einfach freigeben. motorrad soll ruhig auch gegen die einbahn oder auf eigenen gleiskörpern fahren dürfen - auch kein problem.

fakt: es gibt regeln, an die man sich halten sollte. tut man das nicht, muss man die cojones haben und zahlen. alles andere ist jämmerlich.

siehe auch ihr beispiel mit den fussgängern: vor der nase eines polizisten wäre es bei einer geregelten kreuzung in der tat nicht unbedingt empfehlenswert. wenn sie aber den schutz ihres lebens und eigentums wollen, müssen sie anderweitig auch regeln akzeptieren. oder bei verfehlung ihren mann stehen und zahlen.

was soll dieses ehren-blabla ("mann stehen")? wenn ich eine regelung deppat find, dann werd ich das doch äußern, und ned so tun als wär nix und ständig "stolz" strafe zahlen, was nützt ma des? ich will ja ned aus überzeugung radlfahren, koste es was es wolle, sondern weils billig und unkompliziert is.

Man kann Regeln anzweifeln, auch dagegen ankämpfen, doch so lange sie gelten, hat man sich gefälligst daran zu halten. Falls nicht, muss man Strafe zahlen. Doch ganz einfacher Vorgang, oder?

und den muss man deshalb gut finden?

Sicher nicht, man kann dagegen ankämpfen, habe ich eh oben (bitte lesen) gesagt, aber einfach ignorieren, da muss man halt Strafe zahlen!

hab ich ja nicht bestritten, dass man gestraft wird, wenn man von einem überkorrekten polizisten erwischt wird. sondern dass es lächerlich ist, wenn es passiert

Drei weiße Gespritzte, drei Krügerln Bier - wenn man unterwegs ist, trinkt man das ja schnell irgendwo

Ich bin jetzt 68, fahre jährlich ein paar tausend km mit dem Rad, aber noch KEIN EINZIGES MAL habe ich das "schnell irgendwo" getrunken.
Dennoch finde ich die Strafe für Radfahrer zu hart. Was ein Auto schon mit 50 kmh vermöge seiner Masse an Leid anrichten kann, ist in keinem Verhältnis zu dem was ein beschwipster Radfahrer mit bestenfalls 20 kmh verursachen kann.

Und er wird trotzdem noch bestraft, 'weil' er nach gesetzlicher Norm über dem zulässign Wert war. Es ist nicht relevant mit 'was' er gefahren ist. Nach der Theorie müsste man zB nen Mopedfahrer auch leichter bestrafen. Bisschen schwerer als den Radfahrer, aber auf alle Fälle weicher als den Autofahrer.

neurotisch monokausal…

ja, das wär in der tat passend.

wenn es eine interessensgemeinschaft für mopedfahrer geben würde, hätte man das auch sicher schon gefordert. ob zu recht oder zu unrecht ist eben die frage.

"so is es und so wird es immer bleiben" ist halt keine diskussionsbasis. unsere gesetze sind nicht gottgegeben.

Naja,

Bei Moped und Motorräder ist die Unfallwahrscheinlichkeit lt. Statistik um ein Vielfaches höher als bei allen anderen Verkehrsmitteln... .

Aber kann doch nicht so viel Schaden wie ein Auto anrichten, oder?

Naja, mit einem Mopen, kann man mit etwas Pech schon gemanden umbringen. Mit dem rad eher schwer.

Nachdem ein Moped normalerweise irgendwas um die 100kg wiegt und nach einem Unfall (Ausnahme: Frontalcrash) ein bissl unkontrolliert durch die Gegend schlittert...

Das beste aus 2 Welten: Motorisiert und schwer, und die Fahrer so deppat wie der Anarchoradler wegen dem man seine Kinder wegsperren sollt. Der Fritzl hat schon gwusst was er tut.

Moped mit 100 Kilo ...

Meines hat 36 kg (Puch MS 50), aber eines mit 100 kg habe ich noch nicht gesehen. Meine engl. Triumph 350 hatte nur 140 kg.

Die MS50 ist ein besseres Fahrrad mit Motor, und selbst die wiegt bereits doppelt soviel wie ein DH-Bike, oder 3,5x soviel wie ein Rennrad.

Ein durchschnittlicher Scooter, der mit 50ccm/<4KW als Moped gilt, bringt nicht selten 80-120kg auf die Waage, was in etwa einem Fahrrad PLUS Fahrer entspricht.

und sie meinen, eine 120 kg entität bei 25 km/h ist ungefährlich ?

nur, um die geschichte mit den ungefährlichen, angesoffenen radfahrern noch mal auf das kernthema zu bringen...

90kg bei 15km/h ist etwas realistischer, wenn wir schon vom Suff eines Durschnittsmenschen ausgehen.

Und ja, ich hab zwar keinen Tau von Physik, aber ich glaube in der Tat, dass diese Entität ungefährlicher ist als eine 100kilo Mopettn plus Fahrer bei waaßinedabersichermehralsdasfoahrradl km/h. Liegt vermutlich daran, dass der Scooter mehr Ecken hat, owa i kenn mi da ned so aus... Blade Radler sind sowieso die gefährlichsten.

ich kann am fahrrad 50 km/h erreichen, mit dem moped gehen 45.

der scooter hat einen metallrahmen und drauf montiert sind kunststoffteile und füllmaterial, die einen aufprall dämpfen sollen (und tun).

wenn sie es mit einem nicht aufprall-optimierten festkörper (vulgo: vergleichbar zum fahrrad) probieren wollen, machen sie einfach einen selbstversuch:

1, heben sie einen vollen bierkasten auf ihren kleiderschrank, am besten an die kante stellen
2, befestigen sie daran eine schnur
3, legen sie sich auf den fussboden, den kopf senkrecht unter der stelle mit dem bierkasten
4, ziehen sie an der schnur

voila - sie haben modulo ein achtel der fraglichen masse mit ca. 8-10 km/h auf den kopf oder sonstwohin bekommen.

Das vielleicht nicht.

Aber die Verletzungsgefahr bzw. die Wahrscheinlichkeit bei einem Motorradunfall zu sterben ist viel größer als mit einem Fahrrad.

Das Eigenverletzungsrisiko wohlgemerkt. Das ist nicht unbedingt der relevante Parameter. Zuvorderst ist das Risiko relevant, das ich für Dritte eröffne.

Deshalb meinte ich ja, dass man nach der Theorie den Mopedkandidaten zwischen Auto- und Radfahrer einordnen muss. =)

Dass das Gesetz zwischen motorisiertem und nicht-motorisiertem Verkehr nicht unterscheidet ist dennoch ein wenig pervers. Vor allem angesichts der Tatsache, dass eben nicht alle Verkehrsteilnehmer gleich behandelt werden, wie man an noch so besoffenen Fußgängern sehen kann.

Bei meinen Wadln kann man da auch nicht mehr so einfach unterscheiden...

Fußgänger sind in der StVO ebenfalls abgehandelt. Und ich kenn auch einen Kandidaten der brav gezahlt hat.

Fußgänger werden vom Gesetz her anders behandelt. Faktum. Punkt! Als Fußgänger darf man prinzipiell besoffen sein, als Auto- und Radfahrer nicht. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Dein Bekannter muss sich schon extrem aufgeführt haben, wenn er bestraft wurde.

Aber ein Füßgänger zahlt nicht 800€ ab 0,8‰.
Warum wohl?

Posting 176 bis 225 von 1365

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.