Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

8. November 2011, 12:33
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Tokioter Börse nach Olympus-Affäre schwach

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbilligte sich im Zuge eines Bilanzfälschungsskandals beim Kamerahersteller Olympus um 111,58 Zähler oder 1,27 Prozent auf 8.655,51 Punkte. Uneinheitlich waren die chinesischen Handelsplätze: Der Hang Seng Index in Hongkong blieb nahezu unverändert auf 19.678,47 Einheiten. Der Shanghai Composite sank um 0,24 Prozent oder 5,96 Zähler auf 2.503,84 Punkte.

Zulegen konnten hingegen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.866,52 Zählern und einem Plus von 18,28 Punkten oder 0,64 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 21,4 Zähler oder 0,49 Prozent auf 4.356,70 Einheiten.

Der Handelstag in Japan war überschattet vom Schock rund um den Bilanzfälschungsskandal beim Kamerahersteller Olympus. Das japanische Unternehmen gab am Dienstag zu, dass seit den 90er Jahren angehäufte Investment-Verluste mit Hilfe von Übernahmen verschleiert wurden. Ein Manager wurde infolge sofort entlassen. Nach Handelsschluss notierten Olympus als schlechtester Wert des Nikkei-Index mit minus 29,01 Prozent bei 734 Yen. Seit Ausbruch der Affäre verloren sie mehr als zwei Drittel ihres Werts.

Nomura Holdings brechen ein

Im Fahrwasser dieses Skandals verbilligten sich die Aktien von Wertpapierunternehmen, Nomura Holdings fuhren mit einem Minus von 14,93 Prozent auf 245 Yen ihre größten Verluste seit über zwei Jahren ein. Bergab ging es auch für Daiwa Securities Group, um 7,04 Prozent auf 251 Yen.

Einen Gewinneinbruch vermeldete der japanische Autoproduzent Toyota. Der Gewinn brach im zweiten Quartal um 18,5 Prozent auf 80,4 Milliarden Yen (750 Mio Euro) ein. Der Umsatz sank um 4,8 Prozent auf 4,57 Billionen Yen. Zunächst hatten millionenfache Rückrufe sowie der von dem Erdbeben ausgelöste Tsunami im März Toyota enorme Produktionsausfälle und Absatzprobleme beschert. Die Lage hatte sich zwar zunehmend normalisiert, doch nun muss der Konzern mit dem starken Yen sowie der Flutkatastrophe in Thailand kämpfen. Vor Vorlage dieser Zahlen notierten Toyota mit minus 1,69 Prozent bei 2.503 Yen.

Am insgesamt unveränderten Hang Seng-Index in Hongkong erzielten China Resources Power die höchsten Gewinne: Die Aktien verteuerten sich um 6,63 Prozent auf 14,80 Hongkong Dollar. Auch Bank of Communications präsentierten sich stärker, sie stiegen um 3,25 Prozent auf 5,72 Hongkong Dollar. Die schwächsten Einzelwerte waren hingegen Tencent (minus 5,5 Prozent) und Aluminium Corporation of China (minus 5,24 Prozent). Am All Ordinaries Index in Sydney legten im Gegensatz dazu die Titel des Aluminiumproduzenten Rio Tinto um 1,41 Prozent auf 69,77 australische Dollar zu. (APA)

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