"fauner consulting": Schauspieler probieren Internetserie

8. November 2011, 12:26
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Manuel Rubey und Simon Schwarz sind u.a. dabei - Ab 22. November kostenlos im Web - Vorerst zehn Episoden zu jeweils 15 Minuten

Wien - Manuel Rubey, Simon Schwarz, Marion Mitterhammer, Thomas Stipsits - die Liste namhafter Schauspieler klingt nach einem guten ORF-Film. Tatsächlich handelt es sich dabei um heimische Mimen, die für eine neue Internetserie namens "fauner consulting" vor die Kamera treten, die ab dem 22. November kostenlos im Web abrufbar ist.

Die Idee zur Serie kommt von Schauspiel-Jungstar Rubey und Georg Weissgram, der auch für Buch und Regie verantwortlich zeichnet. Die beiden wollen beweisen, dass es möglich ist, "mit geringsten Mitteln abseits traditioneller Vermittlungskanäle der heimischen Film- und Fernsehlandschaft originelle Serienunterhaltung zu bieten", so Produktionsassistent Simon Skina.

Die erste Staffel der Comedyserie besteht aus zehn Episoden, die jeweils rund 15 Minuten dauern. Jede der Folgen wird immer dienstags ab 20.15 Uhr auf der Website http://www.fauner-consulting.at kostenlos zum Stream angeboten - Start ist der 22. November. "fauner consulting" zeigt, was herauskommt, wenn Film- und Schauspielprofis auf eigene Faust und völlig frei Fernsehen machen.

Kein Geld, aber Freiheit

"Unser Konzept ist so wirkungsmächtig, dass wir auch namhafte Schauspieler an Bord ziehen konnten, obwohl wir so gut wie kein Produktionsbudget haben. Das unterscheidet uns von Studentenfernsehen", so Skina. "Wir haben kein Geld, dafür aber vollkommene Freiheit."

Die melancholische Comedyserie zeichnet ein skurriles Sittenbild moderner Großstadtneurotiker. Im Mittelpunkt steht Manuel Rubey alias Francois Fauner, der ohne Geld und ohne entsprechende Ausbildung mitten in Wien eine Praxis für Lebensberatung eröffnet. Die Musik zur Serie kommt von dem bekannten Elektronik-Musiker Bernhard Fleischmann. Hinter der Kamera stehen Robert Oberrainer und Leena Koppe, die erst heuer mit dem Diagonale-Preis für Bildgestaltung ausgezeichnet wurde.

Auf formal ähnlichem Terrain, aber wohl eher für eine andere Zielgruppe ist indes ATV mit der Web-Serie "Viva Proleta" unterwegs. In Anlehnung an den "Mundl" wird hier die Arbeiterfamilie Sargbauer einmal wöchentlich ins Internet-Rennen geschickt, um "mittels der Testphase Publikumsreaktionen aufzunehmen", so Produzent und Bonusfilm-Geschäftsführer Robert Winkler. (APA)

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