Am Dienstag ist in den USA der jüngste Teil von Activisions Bestseller-Franchise "Call of Duty" erschienen. "Call of Duty: Modern Warfare 3" bleibt dem Erfolgsrezept der Serie treu und versetzt die Spieler in die Rolle von Soldaten amerikanischer und britischer Spezialeinheiten, die auf der Jagd nach einem international gesuchten Terroristen, den nuklear herbeigeführten Weltuntergang zu verhindern versuchen. Die Erwartungen an die Entwickler sind hoch: Das 2010 erschienene "Call of Duty: Black Ops" konnte sich mit über 25 Millionen verkauften Exemplaren als kommerziell bislang erfolgreichstes Videospiel dieser Konsolengeneration etablieren. Bei weltweit 6,5 Millionen Vorbestellungen (1,3 Millionen mehr als Black Ops) scheint "Modern Warfare 3" am besten Weg zu sein. Nun sind auch die ersten Kritiken der Fachpresse eingetroffen und bescheinigen dem Blockbuster ein gutes Zeugnis, wenngleich Alterserscheinungen nicht zu übersehen seien.
Stark inszeniert, nichts neues
Wie gewohnt lockt Modern Warfare 3 mit einer real anmutenden Terror-Geschichte und schickt einen auf einen Hollywood-reifen Höllentrip rund um den Globus. Berlin brennt, der Eiffelturm wird dem Erdboden gleichgemacht und in den Straßen Londons liefern sich das Militär und die Schergen eines mysteriösen Oberbösewichts verheerende Schusswechsel. In New Yorks Wall Street hängt die US-Flagge schief. "Die Grafik-Engine ist fern von 'cutting edge' und der generelle Look hat sich seit Modern Warfare 2 nicht stark weiterentwickelt. Die Vision, die Inszenierung und das Gefühl für Größe und Detail sind zeitweise umwerfend", schreibt Guardian. Die mit Modern Warfare angefangene Erzählung wird zu einem bombastischen Ende gebracht. "Die Kampagne wird einen sehnsüchtig zurücklassen und man wünscht sich, dass die Charaktere sich durch mehr als durch den aufgesetzten Akzent unterscheiden würden oder, dass man beim Gameplay mehr versucht hätte, als zielen, schießen, nachladenladen, Wiederholung", moniert Joystiq.
Süchtigmachender Multiplayer
"Modern Warfare 3 erfüllt die Erwartungen", so Game Informer. "Die Kernelemente der Kampagne und des Multiplayers bleiben grundsätzlich unverändert, aber das Spiel zeigt beispielhaft, wie selbst kleine Änderungen das Gesamtpaket verbessern können." "Mit fast 20 Mehrspielermodi gibt es hier für so ziemlich jeden etwas", lobt Gametrailers die Angebotsvielfalt. "Es ist ein aufregendes und lohnendes Spiel, wenngleich die einst auszeichnenden Nervenkitzel der Serie etwas an Wirkung verloren haben", so GameSpot. "Modern Warfare 3 wiederholt mehr als zu erneuern, der gebotene Spaß kommt daher bekannt vor." (zw)
Für mich gibts nur einen grund MW3 zu kaufen: der LAN modus, hat damit schon wer erfahrung? Ists ein “echter“ ohne online-zwang?
Da wie befürchtet die selbe angestaubte grafik-engine zum einsatz kommt (seit mw1 die gleiche??) ists sonst eher uninteressant.
Naja dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu ab.
Das ist mein erster Online Shooter den ich auf Konsole spiele, habe Shooter sonst nur am PC gezockt.
Der SP ist ziemlich bombastisch aufgezogen, alles explodiert, mal ist man im Hubschrauber, mal im Boot etc, man kennt das ja. Grafik OK, wenigstens läuft es flüssig.
Aber SP ist bei CoD sowieso nebensache.
Habe dann gleich mal Multiplayer gestartet, Team Deathmatch, was soll man sagen, man fängt auf Stufe 1 an und ich spielte gleich mit mehreren Stufe 40+ Spielern = nur Kanonenfutter.
Dann später am Abend waren einige Wiener auch im PSN unterwegs, das war krass... So auf "Heast oida des pock i net, der hot auf mi gwoat, i triff eam net" LOL
Nettes spiel, wenn man es mit Humor nimmt.
kommt ganz drauf an wie hoch man die Erwartungen schraubt. Wenn ich für ca. 50 Euro ein Spiel kaufe, welchens grafisch und spielerisch auf dem Stand von 2009 steht, finde ich den Preis dafür einfach zu teuer. Auch ist es schon sehr unverfrohren, ein Spiel, daß sich ca 25.000.000 (!) mal verkaufen wird, nicht wirklich weiterzuentwickeln und keinen Fortschritt mit dem bisher verdienten Geld zu erzielen. Für mich ist das einfach zu bequem auf eine sichere Bank zu setzen, bestehendes nicht weiterzuentwickeln sondern einfach noch einmal einzusetzen und dem Kunden keine Innovation zu bieten. Aus den Reaktionen meines Bekanntenkreises kann ich leider bis jetzt nur Enttäuschung entnehmen. Am Ende zählt schließlich nur die Zufriedenheit des Kunden.
das dumme daran ist, das solche mörderzahlen dann zum standard werden sollen und alle entwickler dann sowas zu erreichen haben. call of duty ist ein phänomen, und alle andren bekommen eins aufn deckl weil die gierigen publisher nicht die nächste mörderzahl erreichen konnten....das ganze geht in eine absurde richtung; anstatt die entwickler gscheit zu entlohnen (siehe EA, siehe UBI, siehe RockStar) geht die kohle weiß keiner wohin.....
interessant, bei mir sieht die aufteilung genau umgekehrt aus:
CoD MW3:
- Multiplayer
- PC
BF 3:
- Konsole
- Single- sowie Multiplayer
ich begründe das in erster linie mit dem wesentlich schnelleren gameplay in CoD multiplayer, wo die mouse/keyboard steuerung eigentlich unumgänglich ist, während die konsolen-controller in BF, zumindest bei der vielzahl an fahrzeugen, ihre berechtigung hat...
Diese beiden Spiele sind schwer zu vergleichen, weil sie meines erachtens schon mal einem anderen Genre angehören. BF3 entspricht einem hochklassigen Taktikshooter bzw. Kriegsimulator dagegen entspricht MW3 eher dem klassischem Egoshooter like Counterstrike.
Ich muss sagen ich spiele beide Spiele gern, je nach laune.
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