Österreich verdoppelt Außenhandelsdefizit

8. November 2011, 10:55
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Wien - Österreichs Außenhandelsdefizit hat sich in den ersten acht Monaten 2011 mehr als verdoppelt, und zwar von 2,43 Milliarden Euro auf 5,32 Mrd. Euro. Die Einfuhren stiegen bis August um 18,5 Prozent auf 85,39 Mrd. Euro, die Ausfuhren legten um 15,0 Prozent auf 80,08 Mrd. Euro zu, teilte die Statistik Austria mit.

Auch im August legten sowohl Exporte (+11,1 Prozent auf 9,32 Mrd. Euro) als auch Importe (+16,3 Prozent auf 10,42 Mrd. Euro) deutlich zu. Damit hat sich das Loch der Handelsbilanz in dem Sommermonat stark vergrößert, und zwar von 570,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,10 Mrd. Euro.

Der Außenhandel hat im August wieder an Dynamik gewonnen. Im Juli hatte sich der Exportwert um 4,5 Prozent und das Importvolumen um 11,4 Prozent erhöht.

Der Großteil des österreichischen Warenaustausches findet mit der EU statt. Aus EU-Mitgliedsländern bezog Österreich von Jänner bis August Waren im Wert von 61,38 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug 56,08 Mrd. Euro (+14,5 Prozent). Die Handelsbilanz mit der Europäischen Union verzeichnete damit ein Defizit von 5,30 Mrd. Euro. Der Außenhandel mit Drittstaaten wuchs bei den Importen um 21,2 Prozent auf 24,02 Mrd. Euro und bei den Exporten um 16,2 Prozent auf 24,00 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein Defizit von 0,02 Mrd. Euro.

Im August bekam Österreich aus den EU-Ländern Warten im Wert von 7,09 Mrd. Euro (+10,4 Prozent) und versandte in diese Länder Waren im Wert von 6,35 Mrd. Euro (+13,1 Prozent). Das Passivum der Handelsbilanz betrug damit 0,74 Mrd. Euro. Die Importe aus Drittstaaten beliefen sich auf 3,33 Mrd. Euro (+31,2 Prozent), die Exporte nahmen um 7,1 Prozent auf 2,97 Mrd. Euro zu. Daraus ergibt sich ein Defizit von 0,36 Mrd. Euro. (APA)

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