Österreich

Neue Mercer-Studie: Drei Prozent Plus für Grundgehälter

8. November 2011, 10:25

In Westeuropa ist mit durchschnittlichen Gehaltssteigerungen von 2,7 Prozent zu rechnen

In Österreich werden die Gehälter im kommenden Jahr voraussichtlich um drei Prozent steigen. Damit werden sie 0,8 Prozentpunkte über der für 2012 prognostizierten Inflationsrate von 2,2 Prozent liegen. Dies ist das Ergebnis einer neuen internationalen Gehaltsstudie des Beratungsunternehmens Mercer.

In Westeuropa ist im nächsten Jahr mit durchschnittlichen Gehaltssteigerungen von 2,7 Prozent zu rechnen. Wie in Österreich sind auch in Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Schweden und UK mit drei Prozent die höchsten Steigerungen zu erwarten. Die Schlusslichter in Westeuropa bilden die Schweiz (2,2 Prozent), Portugal und Irland (jeweils 2,1 Prozent). In Griechenland erwartet die Beschäftigten trotz der Eurokrise mit 2,6 Prozent ein beachtliches Gehaltsplus, heißt es in einer Aussendung.

In Osteuropa sind 2012 mit durchschnittlich 5,7 Prozent deutlich höhere Steigerungsraten zu erwarten, wobei die Unterschiede drastisch sind: Während Arbeitnehmer in Weißrussland, der Ukraine und in Usbekistan mit einem Anstieg um zehn Prozent rechnen können, liegt die prognostizierte Rate für Montenegro nur bei zwei Prozent. (red, derStandard.at, 8.11.2011)

Hintergrund zur Studie

In den Mercer TRS Quarterly Pulse Survey, der im September 2011 durchgeführt wurde, sind die Daten zu den geplanten Steigerungen der Grundgehälter für 2012 aus 329 multinationalen Unternehmen aus 69 Ländern in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika eingeflossen. Die Studie bietet Daten für alle Mitarbeitergruppen, von der Arbeiter- bis zur Managementebene.

Die genannten Inflationsraten beruhen auf Prognosen verschiedener Organisationen und Institutionen (u. a. OECD und IMF).

Marquis de Venosta
00
8.11.2011, 10:47
3,0 - 2,2 = 0,8 oder eben auch nicht!

Es ist numerischer Wahnsinn, von zwei prognostizierten (fehlerbehafteten) Werten ähnlicher Größenordnung die Differenz bilden zu wollen. Die Differenz der prognostizierten Werte prognostiziert nicht die Differenz der tatsächlichen Werte. Da kommt einfach nur noch irgendwas raus. Mit einer Wahrscheinlichkeit von nahe 50% stimmt wohl das Vorzeichen des Ergebnisses.

Weiterführendes unter http://de.wikipedia.org/wiki/Ausl... hematik%29

R. Lexer
00
8.11.2011, 13:58

Das ist so grotesk falsch, als würde man zu irgendeiner Zahl 50 Prozent dazuzählen dann wieder 50 Prozent abziehen, und sich wundern, dass nur Drei Viertel übrig bleiben ...

Voodoo? Nein, grundlegende Prozentrechnung.

Marquis de Venosta
00
8.11.2011, 14:54
Wie bitte?

"Das ist so grotesk falsch, ..."
Dann betrachten Sie doch einmal die relativen(!) Fehlerschranken für die 0,8 (Reallohnerhöhung), unter der Annahme, dass beide Eingangsgrößen (die 3,0 und die 2,2) mit einer Toleranz von, sagen wir +/- 20% behaftet sind, um es ganz einfach zu machen.

"...als würde man zu irgendeiner Zahl 50 Prozent dazuzählen dann wieder 50 Prozent abziehen, und sich wundern, dass nur Drei Viertel übrig bleiben
..."
Sollte mich das wundern?

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