Schulden gegen Zukunft

Die kurze Blüte von Occupy Triest

Hermann Sussitz, 8. November 2011, 12:31
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    Einige Tage campierten die Jungen auf dem Unabhängigkeitsplatz,...

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    ...dem Triestiner Paradeplatz, ein Umstand, der...

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    ...dem Bürgermeister nicht gefiel, der in diesem Gebäude wirkt.

Junge Menschen belagerten zentrale Plätze der oberitalienischen Hafenstadt, um prekäre Bildungs- und Arbeitsverhältnisse anzuprangern

"Wir werden die Schulden nicht mit unserer Zukunft bezahlen", ist das Motto der Bewegung #occupy trieste. Vorwiegend Schüler campierten in rund 50 Zelten zunächst auf dem Triestiner Einheitsplatz, später auf dem Börsenplatz.

Sie fordern im Kleinen selbstverwaltete Räume an Schulen und Universitäten, im Großen den freien Hochschulzugang und das Recht jedes Einzelnen auf eine Wohnung sowie Strom und Gas.

Nachdem Schüler am 25. Oktober von der Polizei aus frei verwalteten Räumlichkeiten an zwölf Schulen geworfen wurden, stellten sie, inspiriert von den spanischen "Indignados" und der "Occupy Wall Street"-Bewegung, kurzerhand eine Zeltstadt auf dem großen Platz der italienischen Einheit auf. Dort wurde debattiert und gekocht, interessierte Passanten informiert und musiziert. Alle paar Stunden wanderten kleine Gruppen mit einem Megaphon durch die Gassen und Straßen der Altstadt, um lautstark die verfehlte Politik von Stadt und Repuplik anzuprangern.

Hintergrund der Proteste sind die Kürzungen im Bildungssektor, die in den letzten Jahren einer Reihe von Gesetzesbeschlüssen folgten. So wurde das staatliche Budget für die Universitäten um 30 Prozent gekürzt. Auch stoßen sich die Jungen an einem Arbeitsmarkt, der zwar traditionelle Berufsbilder stark schützt, neue Jobs aber in prekären Verhältnissen belässt. In kaum einem Land gibt es so viele Praktikanten wie in der Republik am Stiefel.

Nach der Räumung des Hauptplatzes wich man auf den Börsenplatz aus. Einige Tage später, am Sonntag, beendeten Schüler, Studenten, Arbeitslose und prekär Beschäftigte dann ihre Zeltstadt. Man will mit anderen Mitteln weiterkämpfen. Wie ein "mäandernder Fluss" will man die "Revolution" weiterbringen und den "99 Prozent" zu ihrem Recht verhelfen. (sos, derStandard.at, 8.11.2011)

werauchimmer1
 
00
8.11.2011, 15:06
Schulden gegen Zukunft

Kurz hab ich geglaubt, die Demonstranten wollten Triest gegen Schuldenerlass an Österreich verkaufen ;-D

Bodo Ballermann
01
8.11.2011, 13:50
Unabhängigkeitsplatz??

Das ist die Piazza della unitá!

altbürgermeister
00
8.11.2011, 18:27
Piazza dell'unità d'Italia

Oder sagen wir doch einfach Piazza San Pietro, wie in der guten alten Zeit... ;-)

Otsch1
 
00
8.11.2011, 18:20

Es handelt sich um die ehemalige Piazza Grande, heute Piazza dell'Unità d'Italia. Im Dritten Reich wurden auch die größten Plätze Adolf Hitler Platz getauft!

Bodo Ballermann
00
8.11.2011, 19:23
wie auch immer....

sie ist einfach wunderschön...die UNITÁ !!

Otsch1
 
00
9.11.2011, 08:54

Hat aber bei Ihrer Schreibweise den falschen Accento!

byron_sully
00
8.11.2011, 15:35

die beiden ersten buchstaben sind gleich, das hat sich halt der/die autorIn gedacht, es bedeutet wohl das gleiche ;-)

Otsch1
 
00
9.11.2011, 09:08
Nicht ganz!

Einheit mit Italien ja - aber Unabhängigkeit? Bis 1918 war Triest Freihafen mit Österreich und Böhmen als Haupteinzugsgebiet, dann ein unbedeutender Hafen ohne Hinterland.

Otsch1
 
00
9.11.2011, 08:57
Nicht ganz!

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