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vergrößern 1500x983"Wir sind die Zukunft": Werner Faymann und Fritz Neugebauer am GÖD-Bundeskongress
Wien - Durchaus harmonisch ist am Dienstag die Eröffnung des 16. Bundeskongresses der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) im Wiener Austria Center über die Bühne gegangen. Im Gegensatz zu früheren Gewerkschaftstagen war nur wenig Konfliktpotenzial zu spüren, GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer streifte die stockenden Gehaltsverhandlungen für die Beamten nur am Rande und gab sich sogar gegenüber den Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens versöhnlich. Am späten Nachmittag stand seine Wiederwahl auf der Tagesordnung. Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger überbrachten den Beamten Lob und luden sie in eine Reformpartnerschaft ein.
Für die Wiederwahl Neugebauers am späten Nachmittag war mit keinen Überraschungen zu rechnen. Der 67-jährige Christgewerkschafter, der bereits seit 1997 die Beamtengewerkschaft anführt, hat keinen Gegenkandidaten und wurde mit 85,6 Prozent wiedergewählt. Vor fünf Jahren hatte Neugebauer 80,6 Prozent der Stimmen erreicht. Seine Wiederwahl bezeichnete er als "großen Auftrag".
Bildungsvolksbegehren
Ein Hauptthema des Kongresses war das noch bis Donnerstag laufende Bildungsvolksbegehren. Schon vor Beginn haben die Initiatoren mit einer Kundgebung vor dem Eingang auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Unmittelbar vor der Eröffnung wollten sie dann auf die Bühne gelangen und das Mikrofon in Besitz nehmen. Das wurde ihnen jedoch von den Veranstaltern verwehrt. Allerdings bot ihnen Neugebauer an, ihre Anliegen während des Kongresses vorzustellen, was diese auch angenommen haben. Nach Angaben der GÖD wird der Kongress nun am morgigen Mittwoch um 14.00 Uhr unterbrochen, und Vertreter des Volksbegehrens können formal außerhalb der Tagesordnung ihre Vorstellungen den Delegierten präsentieren.
Einen großen Auftritt hatte zum Auftakt der wieder in sein Amt eingesetzte Generalstabschef Edmund Entacher. An seinem ersten Arbeitstag nach der Aufhebung des Versetzungsbescheides durch die Berufungskommission beim Bundeskanzleramt ließ sich Entacher bei der Begrüßung von den Delegierten des Gewerkschaftstages feiern und genoss den stürmischen Applaus der Beamten. Spindelgger zeigte sich froh, dass der Generalstabschef wieder im Amt ist.
Gehaltsverhandlungen nur gestreift
Ansonsten gab es kaum Konfliktthemen bei der Eröffnung des Gewerkschaftstages. Die stockenden Gehaltsverhandlungen, die nun am kommenden Samstag fortgesetzt werden, streifte Neugebauer nur am Rande. Dabei appellierte er an die Länder, die Null-Lohnrunden angekündigt haben, wie etwa die Steiermark, den zu erzielenden Abschluss der Gehaltsverhandlungen auch heuer zu übernehmen: "Kehrt zurück zur gemeinsamen Besoldungspolitik." Die Forderung nach einem neuen Dienstrecht für den öffentlichen Dienst inklusive Besoldungsreform begründete Neugebauer auch mit der aktuellen Anti-Korruptionsdebatte. Das Dienstrecht müsse Schutz für die Bediensteten für einen objektiven Gesetzesvollzug bieten. "Korruption hat in unserem Land keinen Platz."
Faymann strich den sozialpartnerschaftlichen Gedanken heraus, das Gemeinsame zu suchen und das Trennende hintanzustellen, den er auch für Europa propagierte. Der Bundeskanzler betonte, dass man die Unabhängigkeit des Landes nur dann gewährleisten könne, wenn man die Schulden reduziere und gleichzeitig für faire und gerechte Einnahmen sorge. In diesem Sinne bat er die Beamten um eine faire und gute Zusammenarbeit. Auch Spindelegger hob das Gemeinsame hervor und meinte, wenn man ordentlich zusammenarbeite, "können wir die Krise als Chance sehen". Deshalb lud er auch die GÖD zu einer Reformpartnerschaft ein. Angesichts des Schuldenstandes von rund 200 Milliarden Euro seien Reformen nötig. Die Beamten würdigte der Vizekanzler als "Rückgrat des Staates und der Bundesregierung", deren Leistungen verdienten Anerkennung und nicht "pauschal verunglimpft zu werden". (APA)
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André Heller meinte in der Ö1- Radiosendung "Cafe Sonntag" am 13.11.2011 sinngemäß:>Helmut Qualtinger hätte sich dieses Foto der beiden Zukunftsträger wahrscheinlich auf ein T-Shirt gedruckt, und wäre damit durch die Stadt spaziert.<
Ich habe mir erlaubt, diese Anregung aufzunehmen und umzusetzten:
https://picasaweb.google.com/105137521... directlink
..denn ein alter Funktionär sollte nicht nur auf die Jungen herabschauen sondern diese auch fordern und fördern. Die Arbeitswelt der 18-65jährigen sich von einem 67-72 jährigen (will ja bleiben) vertreten zu lassen, ist mir nicht nachvollziehbar.
Er ist Interessensvertreter.
Er vertritt die Interessen der Beamten vehement.
ICH hätte auch gerne eine solch konsequente Bundesregierung, egal ob Rot oder Schwarz, die "meine" Interessen vertritt.
Dass die Linken den Neugebauer nicht mögen, ist das berühmte Fahrrad in China.....
..als er im Parlament die Beschlüsse der Gewerkschaft (Schwarz-Blaue Regierung, gab einen ÖGB Beschluss, den Herr Neugebauer im Parlament offensichtlich aus Gründen des Parteigehorsams nicht vertrat)?
Ja, Fritzl, dass du kein direkter Nachkomme von Che Guevara bist, wissen wir bereits. Revolution erwartet eh niemand von dir. Aber es wäre schon schön, wenn es in der Bildungspolitik zumindest eine Evolution gäbe.
http://gedaunknsplitta.blog.de
Nie und nimmer würde er von 85% aller Gewerkschaftsmitglieder im öffentlichen Dienst gewählt werden. Und schon gar nicht von Bediensteten, die nicht Gewerkschaftsmitglieder sind.
Die dort agierenden Delegierten sind auf Grund eines Listenwahlrechtes (wo nur Schwarze und Rote akzeptiert werden) am GÖD-Kongress! Die zahlreichen Namenslisten und Einzelkämpfer, die sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen, haben in diesem "demokratischen" Gebilde keine Chance und dürfen maximal vor dem Gewerkschaftskongress in ihrer Freizeit ihre Meinung kundtun.
bei den nationalratswahlen haben sie wenigstens die möglichkeit einer partei die stimme zu geben. soviel ich weiß, haben sie bei den interessensvertretungswahlen keine möglichkeit ihre stimme abzugeben, das geht hier irgendwie anders. gewerkschaftsbeitrag wird natürlich schon gerne eingenommen.
Neugebauer ist nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit. Die Zukunft sind die jungen Funktionären mit ihren Engagement und Ideen. Und nicht der betonierte ewiggestrige Blockierer, der alle die in kritisieren hämisch auslacht. Neugebauer ist eine Schande fürs Parlament und Österreich.
bin ich froh, dass wir in Österreich solche "Staatsmänner(frauen)" haben. Da brauch ich mir mit meinen 29 Jahren ja keine Sorgen mehr um meine Zukunft (Jobsicherheit, Pension, Bildungsmöglichkeiten,...) mehr machen. Also zurücklehnen und genießen juhuuu! Österreich das Paradies. Warum nur denken so viele so negativ, wenn wir solche Vorbilder haben, die nur an das Arbeiten (bei mehreren Jobs) und an unsere Zukunft denken.
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