Andritz steigert Gewinn um ein Drittel

8. November 2011, 08:11
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Prognose für 2011 wird nicht erhöht

Wien - Der steirische Anlagenbauer Andritz hat in den ersten neun Monaten 2011 deutlich mehr verdient und auch mehr umgesetzt. Das Konzernergebnis nach Minderheiten verbesserte sich in drei Quartalen um 31,3 Prozent auf 150,5 Mio. Euro, der Umsatz legte um 29,5 Prozent auf 3,184 Mrd. Euro zu. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten. Für das Gesamtjahr 2011 hält Vorstandschef Wolfgang Leitner an der Prognose fest, den Umsatz auf mehr als 4 Mrd. Euro sowie das Ergebnis steigern zu wollen, warnt jedoch: Eine weitere Eintrübung der Weltwirtschaft "könnte die Ergebnisentwicklung der Gruppe negativ beeinflussen".

In den ersten neun Monaten verdiente Andritz auch operativ mehr als erwartet: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 29,3 Prozent auf 261,3 Mio. Euro zu, die Ebitda-Marge blieb bei 8,2 Prozent. Das Ebita stieg um 34,3 Prozent auf 221,4 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) um 33 Prozent auf 207,9 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis (Ebt) betrug 215,1 Mio. Euro (+34,4 Prozent).

Volle Auftragsbücher

Die Orderbücher von Andritz sind gut gefüllt. Dank Verbuchung eines Großauftrags im Geschäftsbereich Hydro erhöhte sich der Auftragseingang im dritten Quartal um 34,5 Prozent auf 1,254 Mrd. Euro. In den ersten neun Monaten lag der Auftragseingang somit mit 4,899 Mrd. Euro um 51,4 Prozent über Vorjahr. Zum 30. September erreichte der Auftragsstand einen Höchstwert von 7,325 Mrd. Euro, was gegenüber dem Jahresultimo 2010 einem Plus von 38,4 Prozent entspricht.

Auch im dritten Quartal liefen die Geschäfte für Andritz gut. Der Umsatz legte um 30,8 Prozent auf 1,173 Mrd. Euro zu, das Ebitda stieg um 32,2 Prozent auf 104,3 Mio. Euro, das Ebit verbesserte sich um 33,5 Prozent auf 84,8 Mio. Euro. Unterm Strich blieb Andritz im dritten Quartal ein Gewinn (nach Abzug von Minderheitsanteilen) von 62,0 Mio. Euro (+31,1 Prozent).

Zum Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 meinte Leitner: "In den von Andritz bedienten Märkten sehen wir derzeit eine solide Projektaktivität. Nur im Geschäftsbereich Metals rechnen wir mit einem Anhalten der moderaten Investitionstätigkeit." (APA)

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