EU-Kommissarin will "Recht auf Vergessen" im Internet durchsetzen

7. November 2011, 21:14

Reding könnte österreichische Datenschutzgruppe treffen

Brüssel - Die für Datenschutz zuständige EU-Justizkommissarin Viviane Reding will das "Recht auf Vergessen" im Internet gegen den Widerstand von Web-Unternehmen durchsetzen. Es gebe beim Datenschutz derzeit noch zu viele "Schlupflöcher", unter anderem für Unternehmen außerhalb der EU. Die Kommissarin könnte Mitte November womöglich die Datenschutzgruppe "europe-v-facebook" um den Wiener Jusstudenten Maximilian Schrems treffen. "Es könnte für sie interessant sein, am 16./17. November ist sie in Wien", hieß es aus dem Umfeld der Kommissarin zur APA.

Die Europäische Kommission will bis Ende Jänner 2012 Vorschläge zur Reform der EU-Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 präsentieren und dabei sollen Verbraucher bessere Kontrolle über ihre Daten erhalten. Künftig werden sich auch Unternehmen außerhalb der Union an die EU-Datenschutzrichtlinien halten müssen. Problematisch sei, dass der Datenschutz in den jeweiligen EU-Staaten "anders interpretiert wird". Es dürfe keinen "rechtlosen Raum" geben, betonte Reding am Montagabend nach einem Gespräch mit der deutschen Verbraucherministerin Ilse Aigner.

Europäer über Datenschutz besorgt

Die Internetuser sollten "jederzeit und selbstbestimmt ihre persönlichen Daten löschen können, insbesondere die Daten, die sie selbst ins Internet stellen", so die Meinung der beiden Politikerinnen. "Unternehmen, die ihre Dienste an europäische Verbraucher richten, sollen direkt dem Europäischen Datenschutzrecht unterliegen." Wer sich nicht daran halte, dürfe keine Geschäfte im EU-Binnenmarkt mehr machen, forderten Reding und Aigner. Dies gelte "vor allem für Soziale Netzwerke, deren Nutzer in der EU wohnhaft sind". Man müsse sicherstellen, dass diese Netzwerke sich "an EU-Recht halten und dass EU-Recht angewendet wird, selbst wenn sich die Anbieter außerhalb der EU befinden".

Die beiden Politikerinnen hatten in der Vergangenheit mehrmals Internetunternehmen für ihren laxen Umgang mit Nutzerdaten kritisiert und mehr Schutz für die Verbraucher gefordert.

Laut einer Eurobarometer-Studie vom Juni 2011 sind 70 Prozent der Europäer darüber besorgt, wie Firmen mit ihren Daten umgehen. Rund drei Viertel der Befragten wollen "jederzeit ihre persönlichen Angaben" im Internet löschen können. (APA)

Stefan Lindemann
00
14.11.2011, 09:13
Recht auf Unsterblichkeit

waere da noch realistischer

haarspalter
00
8.11.2011, 11:37

die frau ist gut.

pussycat.1337
30
8.11.2011, 00:56

hahah die reading hat sich besher nur durch blödheiten ausgezeichnet. gerade das internet und speziell facebook fördern das miteinander, das leute wieder soziale möglichkeiten finden. im facebook gibt es mit absicht nur einen daumen hoch, jeder weiß, das soziale ausgrenzungen, wie beschimpfungen mit dem persönlichen aus auf facebook endet.
und das gute im inet soll nun vergessen müssen????
wie deppert.
in wirklichkeit geht es nur darum, das medien alle berichte, die sie publizieren von haus aus mit einem ablaufdatum versehen müssen. also alles was zb derstandard publiziert, wird nach 6 od 7 jahren automatisch gelöscht. damit der normale bürger nicht selber skandale (wie zb bankenkrise etc) der vergangenheit recherchieren kann.

Bankdirektor
 
01
8.11.2011, 09:27

Diese Aussagen sind schlichtweg unüberlegt und falsch. Es geht nicht darum, alle Daten ab einem gewissen Zeitpunkt zu löschen und der Menschheit absurderweise Wissen zu entziehen, sondern darum, dass Nutzer über ihre personenbezogenen Daten (Name, Alter, Geschlecht, etc.) bestimmen können dürfen/müssen.
Der Witz daran ist, dass es solche Gesetzt bereits gibt (DSG). Nur gibt es faktisch keine Kontrolle darüber, ob ein Unternehmen etwa die Daten tatsächlich löscht.
Ich frage mich weiters, wie eine derartige Kontrollmöglichkeit rein technisch geschaffen werden sollte.

pussycat.1337
00
9.11.2011, 21:14

blödsinn! muss ich halt zuerst denken, dann erst was ins internet schreiben. wenn ich nicht will, das etwas über mich drinnen steht, dann schreibe ich es einfach nicht rein!!!!!!!!!

§126c Verfechter K.ing Leissner
02
7.11.2011, 23:46
"rechtlosen Raum"

Was soll immer der Unsinn mit rechtlosen Raum?

Das Medium ist egal fuer das Gesetz. Taeter sind ja immer noch die Menschen.

hlg
00
7.11.2011, 21:55
da wett ich drauf...

dass die frau kommissarin gerne vergessen machen würde...

und auch ausgiebig davon gebrauch machte.

vor allem ginge ihr es aber um geschichtsfälschung, fürchte ich

maruh
00
7.11.2011, 21:36

EU-Kommissarin will "Recht auf Vergessen" im Internet durchsetzen

lmao

celesto
00
7.11.2011, 21:33

richtig! schau mal mal, was mit facebook und co passiert.

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