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Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos will nach der Aufhebung des Versetzungsbescheides für General Edmund Entacher durch die Berufungskommission beim Bundeskanzleramt künftig mit "ganz klaren" und schriftlichen Weisungen mit dem wiedereingesetzten Generalstabschef zusammenarbeiten.
Das Gespräch, das Darabos heute um 7.30 Uhr mit Entacher führte, bezeichnete Darabos als "amikal und gut". Die Stimmung sei "ganz ok" gewesen. Entacher, der seine Versetzung durch Darabos erfolgreich bekämpft hatte, "wird seine Pflicht wahrnehmen", so Darabos. Er habe den General, der im Gegensatz zu ihm für die Beibehaltung der Wehrpflicht ist, klargemacht, dass an den Pilotprojekten zur Aussetzung der Wehrpflicht "kein Weg vorbeiführt. Das hat er akzeptiert", so Darabos. Man werde in diesem Sinne professionell zusammenarbeiten.
Er stehe nach wie vor dazu, dass die Politik zu entscheiden habe, "Beamte haben diesem Primat zu folgen." Die Heeresreform werde nun fortgesetzt, meinte der Minister im Ö1-Morgenjournal am Dienstag
Leise Selbstkritik
Im ZiB2-Interview ließ Darabos leise Selbstkritik an seiner Vorgehensweise durchklingen. Er wolle Entacher nun eng an sich binden. An Gerüchten, wonach durch eine Umstrukturierung im Ministerium der Generalstabschef Macht verlieren soll, ist laut Darabos "nichts dran". Es gehe nicht um einen Kompetenzverlust für Entacher, aber die Kompetenzen müssen so verteilt werden, dass sein Reformprozess nicht gefährdet sei, meinte der Minister.
Einen von FPÖ, BZÖ und der Offiziersgesellschaft geforderten Rücktritt lehnte Darabos ab. Er habe sich nichts zu schulden kommen lassen. In der ZIB2 gab Darabos an, dass er sich bei Entacher nicht entschuldigen werden. Er hielt fest, dass der Vertrauensverlust nach wie vor gegeben sei und die Versetzung keine Verfehlung seinerseits gewesen sei. Er nehme das Urteil der Berufungskommission aber "zur Kenntnis". (APA/red)
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ich kann weder den minister, noch die partei gut leiden, aber ich finde es grundsätzlich bedenklich, wenn man sich seine mitarbeiter nicht aussuchen kann -vereinfacht ausgedrückt-, und entacher ist ja nun nicht irgendwer. man stelle sich sowas in der freien marktwirtschaft vor.
... Büroteam, Beamte aber naturgemäß nicht, deshalb gibt es sie ja, damit nicht aus Abhängigkeit unsachliche Entscheidungen gefällt werden.
PS: Natürlich kann der BM mitreden, wenn es um neue (!) Beamte bzw. Ernennungen von Chefs geht, aber selbst da gibt es Regeln z. B. betreffend Ausschreibung, Gleichebhandlung etc.
Der Beamte hat ja ihre Weisungen zu befolgen - soferne sie nicht mit Gesetzen kollidieren.
Wenn er das wiederholt nicht tut - können sie ihn eh abberufen. Ich halte so ein Korrektivum für durchaus in Ordnung - gerade bei den Spitzen der jeweiligen Ressorts... Und es schützt auch die Minister vor Fehlentscheidungen, die sie - in Unkenntnis der Sachlage - durchaus mal treffen könnten.
Aufgrund der Überschrift habe ich mir auch ausgemalt, wie Entacher an Darabos geschnürt ist. ;-)
Ich denke das würde Darabos nicht lange schaffen. *hihi*
Darabos gehört aus dieser Funktion längst enthoben, da er bis jetzt die Reformen die er geplant hat nicht wirklich erfolgreich vorangetrieben hat.
Es gehört jemand mit militärischem Background oder zumindest, abgeleistetem Präsenzdienst auf diese Position.
Leider ist das Problem der österreichischen Politik, dass rationales Denken, immer den persönlichen Netzwerk einzelner Personen und politischer Farbe weichen muss.
das heißt im klartext, entacher wird so schnell entmachtet, dass er mit dem schauen nicht mehr nachkommt.
faehige und vor allem kompetente menschen neben sich, ertraegt darabos genau so wenig wie faymann.
bei beiden ein klares indiz fuer ueberforderte, schwache und inkompetente "fuehrungspersoenlichkeiten".
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