Barca-Präsident pro Straffung der Liga

7. November 2011, 19:22
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Sandro Rosell fordert Reduzierung auf 16 Teams - Verkauf von Ver­einen an ausländische Investoren soll entgegengetreten werden

Zürich - Sandro Rosell, der Präsident des FC Barcelona, will weniger Clubs in Spaniens Fußball-Oberhaus. Wie der Boss des Meisters erklärte, soll die Primera Division aufgrund der großen finanziellen Sorgen der Liga von aktuell 20 Mannschaften auf 16 reduziert werden. "Das würde bedeuten, dass wir wettbewerbsfähiger werden und Spielergehälter reduziert werden könnten", meinte Rosell.

Ein Auge im Dorn war dem Funktionär auch der Verkauf von Vereinen an ausländische Investoren. Dem entgegentreten will Rosell mit einer neuen Aufteilung der TV-Rechte. Derzeit lukrieren Barcelona und Real Madrid den Großteil aus dem TV-Topf, da die Gelder anders als in den anderen großen europäischen Ligen individuell vergeben werden. Geht es nach Rosell, soll dies innerhalb der kommenden drei oder vier Jahre geändert werden.

"Spaniens Liga ist die zweitpopulärste in Europa, aber wir müssen uns riesigen finanziellen Problemen stellen. Kein spanischer Club steht gut da, wir alle schulden den Banken viel Geld", fasste Rosell zusammen. Bei Barcelona, Real, Athletic Bilbao und Osasuna sei die Situation "nicht gut, aber zumindest unter Kontrolle". In den Reihen der anderen 16 Erstligisten vermutete der Barca-Präsident nichts Gutes: "Bei einigen denke ich nicht, dass sie sich erholen werden. Sie werden bald in der zweiten oder dritten Liga sein, oder gleich ganz verschwinden." (APA/ag.)

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