ÖGB stärkt Beamten den Rücken

7. November 2011, 20:08
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    foto: standard/cremer

    Faymann schritt am Montag aufs Podium und deutete Verständnis für die Beamten an.

Auch Faymann lehnt "Gürtel enger schnallen" ab - Rote Beamtengewerkschafter weisen auf Bedeutung der Kaufkraft hin

Wien - Dass fünf der neun Landesregierungen ihren Mitarbeitern Nulllohnrunden vorschreiben wollen, wird von ÖGB-Chef Erich Foglar gar nicht gern gesehen: Beim Fraktionstag der sozialdemokratischen Beamtengewerkschafter verlangte er vom Dienstgeber ein "Zurück an den Start". Wolfgang Katzian, Vorsitzender der FSG, warnte vor einem "Kaputtsparen", und auch Bundeskanzler Werner Faymann machte den Gewerkschaftern - anders als Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek - Hoffnungen: "Die Gürtelengerschnall-Fraktion hat noch immer eine Mehrheit. Auch die Anhänger von Lohndumping müssen wir zurückdrängen."

Die Delegierten der Beamtenschaft Göd hörten es mit Wohlwollen: Sie stehen mitten in Gehaltsverhandlungen mit der Regierung Faymann, die der Forderung von Göd-Chef Fritz Neugebauer nach einer Gehaltserhöhung von 4,65 Prozent nicht nachkommen will.

Neugebauers Mehrheitsfraktion FCG tagte am Montag in unmittelbarer Nachbarschaft der roten Kollegen - hier hielt man sich aber mit öffentlichkeitswirksamen Statements zurück. Beim Gewerkschaftstag am Dienstag wird ohnehin Neugebauer im Mittelpunkt stehen. Neugebauers sozialdemokratischer Kollege Richard Holzer konnte daher ungeschmälerte Aufmerksamkeit genießen, als er der Regierung ins Gewissen redete: "Der Bundesregierung muss klar sein, dass für die Kaufkraft die Lohnentwicklung eminent wichtig ist und ein Kaufkraftverlust in einer Zeit, wo das Wirtschaftswachstum zurückgeht, mehr als kontraproduktiv ist."

Holzer merkte an, dass die Inflationsrate nun einmal bei 2,95 Prozent im relevanten Zeitraum liege und die Bediensteten ein Anrecht auf Abgeltung sowie auf einen Teil am Wirtschaftswachstum hätten. Dass die aktuelle Gewerkschaftsforderung von 4,65 Prozent nicht das Endergebnis darstelle, sei freilich allen klar, konzedierte er.

Sowohl Neugebauer als auch Holzer wurden am Montagabend in ihren Fraktionen bestätigt, der Christdemokrat Neugebauer mit 98,5 Prozent, sein sozialdemokratisches Pendant Holzer mit 93,8 Prozent. (red, APA, DER STANDARD, Printausgabe, 8.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 204
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carbonara
00
11.11.2011, 00:49
Beamte "streiten" mit Beamte um Beamtengehälter...

.....eine abgekartete Sache ist das mit gezinkten Karten; Gegenspieler sind die Steuerzahler.

roher bauch
02
8.11.2011, 19:43

Kann der Standard hier endlich aus dem tietel den irreführenden Begriff Beamte entfernen!

Es verhandelt die gewerkschaft öffentlich Bediensteter. Die Beamten sind nur ein Teil der öffentlich Bediensteten, der andere Teil sind Vertragsbedienstete, Krankenpfleger, Ärzte in Spitälern, Kindergärtner, Altenbetreuer, Müllfahrer...

Die Postings hier sind so eingeschossen auf Beamtenbashing, dass ein klarer Titel vielleicht helfen würde.

Warum sollte einem Krankenpfleger nicht die Inflation abgegolten werden? Auch ein Teil der Wirtschaftsleistung ist meines Erachtens gerechtfertigt, gerade der medizinische Bereich trägt mit den Einkäufen in der Privatwirtschaft (Medikamente, Geräte..) sehr wohl zur Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bei.

grimsvotn eyjafjallajökull
00
8.11.2011, 21:07

Unter Wirtschaftsleistung ist die wirtschaftliche Eigenleistung gemeint, nicht der Einkauf. Ansonsten nichts gegen Krankenschwestern, Ärze, Altenbetreuer, Müllfahrer usw. aber die Verwaltung sollte man aus dieser Gruppe ausgliedern.

Einen Ristretto bitte
00
11.11.2011, 14:37
?????

Eine Krankenschwester oder ein Müllfahrer verwalten ????

Und eine Sekretärin beispielsweise oder ein Staplerfahrer nicht ??

was nehmen Sie?
Die Wirkung ist allem Anschein nach jedenfalls phänomenal ...

Taschmahal
00
10.11.2011, 14:00

Warum? Sind in ihrer Gewerkschaft, mittleres Managment und Führungskräfte auch rausgenommen, weil die vl. mehr verdienen und vl. mehr Vorzüge im Unternehmen genießen (Firmenwagen etc.)

F*** the ÖVP
01
8.11.2011, 17:45
ÖGB auflösen!

Oder konsequenterweise in GÖD umbenennen.

Denn nur für die Privilegierten in den geschützten Bereichen kämpft die Gewerkschaft noch. Der nicht-beamtete Rest wird nicht weiter beachtet und schon gar nicht vertreten.

grimsvotn eyjafjallajökull
00
8.11.2011, 17:45

'Beamtengewerkschafter weisen auf Bedeutung der Kaufkraft hin.' Diese Kaufkraft wird vorher aber Anderen in Form von Steuern entzogen.

Taschmahal
00
10.11.2011, 14:00

Und für Leistungen die sie erbracht haben wollen

nikver
00
8.11.2011, 16:10
.. ein königreich ..

für 1 (!) spitzenpolitiker / kammerfunktionär
mit vision(en)....
seufz

Handsome Bob
12
8.11.2011, 16:06

Das einzige was Beamten abgegolten werden sollte ist die Inflation. Eine ihnen aber einen Anteil der prozentuellen Steigerung des Wirtschaftswachstums zukommen zu lassen ist schlicht ein Witz, da sie zu dessen Steigerung genau nix beigetragen haben. Dadurch würde das von den Privaten (Arbeitgeber + Arbeitnehmer) erwirtschaftete Plus einfach vom Staat aufgefressen. Andererseits würde mich so eine nachhaltige österreichische nicht sonderlich überraschen.

jane doe2
00
8.11.2011, 18:35

Danke, Sie sprechen mir aus der Seele und dem Herzen!

sicher nicht
69
8.11.2011, 14:21
Frage einen gemeinen Österreicher:

Beamte? "Fürchterlich! Pragmatisiertes Gesindel! Zu Teuer! Keine Leistung! Unfähige Gmoa!"

Was haltest du von ....?

Wasserversorgung? "Super"
Müllabfuhr? "Super"
Kanal? "Super"
Bäder? "Super"
Stadtgartenamt? "Super"
Öffis? "Super"

Hab als junger Vertragsbediensteter in Wien übrigens letztes Jahr unbeschreibliche 0,8% bekommen. Falls da wiedermal wer 0-lohn-runden fordert, danke, hatte ich - mehr od. weniger - schon letztes Jahr.

CentralAI
02
8.11.2011, 22:36
Nicht zufrieden?

Suchen Sie sich bitte einen Job in der Privatwirtschaft, wenn Ihnen Ihr Job keine Freude bereitet.

Willkommen im 21 Jahrhundert. Besser wird es vorerst nicht mehr.

Daskleineichbinich1
00
9.11.2011, 11:44
Wenn du nicht zufrieden bist in der Privatwirtschaft,

dann such dir doch einen Beamtenjob.

Verstehe jetzt nicht warum du dich aufregst.

CentralAI
00
9.11.2011, 17:47
Halt, Ich bin sehr zufrieden in der PW

Ich kann jedoch nicht tatenlos dabei zusehen, wie viele fleißige Österreicher – und zwar vom Anlagenelektriker bis zum Zimmermann – immer mehr für immer weniger Geld leisten müssen, nur damit der Staat Österreich ordentlich Wähler einkaufen/erhalten.

Keiner Negiert die enormen Leistungen von getriebenen Vertragsbediensteten, Lehrern, Krankenschwestern, Pfleger, ...

Nur Schein beiseite, diese wahren Leister werden als Aushängeschild benutzt, und sind in Wirklichkeit hoffnungslos unterbezahlt.

- VERWALTUNGSREFORM SO LANGE WIR NOCH DIE WAHL HABEN -

jane doe2
01
9.11.2011, 12:23

sie meinen, ganz Östereich wird beamtet und zahlen tuts der liebe Gott. Ihr habt den ernst der lage noch nicht erkannt. Wie auch wenn man noch nie mitbekommen hat was freier Markt und Wettbewerb bedeutet.

sicher nicht
00
9.11.2011, 08:32
Jaja, bitte hörens auf

Tun sie ned so als wär die Privatwirtschaft das Symbol für Recht und Ehrlichkeit in Österreich, da bekomm ich einen Lachkrampf.

Ich bin sogar sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Nur glaubens ich will nicht höher hinaus? Glaubens ehrlich nur weil ich im öffentlichen Dienst bin, will ich nicht mehr Geld verdienen? Soll ich jetzt ruhig sein, wenn wir letztes Jahr lächerlich 0,8% bekommen haben bei DER Inflation?
Es geht ja garnicht um eine Lohnerhöhung - davon ist man doch weit entfernt, es geht einmal darum, die Löhne der Inflation anzupassen, dass die Kaufkraft erhalten bleibt.

Da Nubier
01
8.11.2011, 19:46
das prädikat "super"

entspricht aber eher der eigenen wahrnehmung

jane doe2
02
8.11.2011, 18:37

Hier wird immer so getan, als ob es eine besondere Leistung ist, wenn man den Job den man macht richtig macht. Dafür werden die Damen und Herren im öffentlichen Dienst ja bezahlt. In der PW ist eine gut gemachte Arbeit Vorraussetzung für einen Job. Da wird man nicht ununterbrochen dafür gelobt, dass das Werkl läuft.

sicher nicht
00
9.11.2011, 08:21
und in der Privatwirtschaft

bekommt man keine Lohnerhöhung wenn man gut arbeitet?

Nennt mich Loretta
00
8.11.2011, 22:16
Hier gehts ja nicht um Lob, sondern um eine INFLATIONSABGELTUNG.

Ich denk mal, dass öffentlich Bedienstete gerne auf Ihr Lob verzichten, wenn sie wenigsten real nächstes Jahr noch das selbe verdienen dürfen wie dieses Jahr.

jane doe2
00
9.11.2011, 12:20

Hier gehts um mehr als nur Inflationsabgeltung. Für die Inflationsabgeltung habe ich Verständnis, zumindest für die unteren und mittleren Einkommen, aber für eine Erhöhung wegen der Wirtschaftsleistung habe ich nuull Verständnis.

MA_dam
01
8.11.2011, 17:51
Du lieferst ja lauter Beispiele gegen Beamte!

Der Bademeister, ein Gärtner, ein Müllabfuhrmitarbeiter, ein Straßenbahnfahrer, ein Busfahrer, ein Kanalarbeiter .... das müssen keine Beamten sein!

Beamte sind in Berufen wie Richter, Staatsanwälte, Polizisten etc notwendig.
Aber weder die von Dir genannten noch Lehrer müssen Beamte sein- und sind es vielfach auch nicht mehr.

Füher gabs noch den Postbeamten oder den Bankbeamten- aber die Zeiten sind zum Glück vorbei.

Irgendwie hast Du den Sinn des Beamtenwesens nicht ganz verstanden.

Da Nubier
11
8.11.2011, 16:40
da stellt sich schon die frage

warum diese personen öffentlich bedienstete sind. da die aufgezählten bereiche eindeutig privatwirtschaftlich sind. schon daran ist ersichtlich, dass wien (das ist das "system wien") ein halbkommunistisches system ist. halb deshalb, weil die andere hälfte zum steuer zahlen für so ein antiquirtes system benötigt wird.

Taschmahal
01
10.11.2011, 14:04

Ehrlich gesagt will ich weder die Kanal"er", die Müllabfuhr oder die Wasserversorgung in private Hand geben, Neapel lässt grüßen.

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