Wiener Innenstadt

Stenzel: "Ersten Bezirk nicht als Demomeile missbrauchen"

7. November 2011, 18:16
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    foto: burg/derstandard.at

    Vor allem eine FPÖ-Veranstaltung am Stephansplatz vor gut einer Woche erzürnte Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel.

Bezirksvorsteherin über FPÖ-Veranstaltung am Stephansplatz: "Missbrauch des öffentlichen Raums"

Vor gut einem Jahr begann Ursula Stenzel (ÖVP), Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks, im Wiener Wahlkampf auf ein neues Image zu setzen: "Wie eine Löwin" werde sie für die Innere Stadt kämpfen, versprach sie auf Plakaten. Dem Slogan ist Stenzel treu geblieben - nun will sie Demonstrationen in der Innenstadt, vor allem am Stephansplatz, bekämpfen und verhindern, dass "der erste Bezirk als Demo-Meile missbraucht" werde.

Das stellte Stenzel am Rande einer Pressekonferenz fest, die sie gemeinsam mit anderen ÖVP-Bezirksvorstehern veranstaltete. Anlass für den Termin war die Forderung nach einer Stärkung der Bezirke, denn es werde oft genug über Bürger und Bezirke einfach "drüber gefahren", wie die Innenstadt-Chefin vor Journalisten behauptete. Die Bezirke hätten nicht genug Entscheidungskraft, um im Interesse der Bürger zu handeln, beschwerte sie sich weiter. Auch die finanziellen Mittel würden fehlen. "Das geht nicht", so Stenzel.

Demos als Einschränkung der Freiheit

In einem anschließenden Interview mit Radio Orange 94.0 erklärte Stenzel, dass sie zwar das verfassungsrechtlich verankerte Recht auf Demonstrationen für wichtig halte, aber das Verfassungsrecht oft als Ausrede verwendet werde. Für die Bewohner des ersten Bezirks sieht Stenzel auf jeden Fall eine "Einschränkung der Freiheit". Aktueller Anlass für ihren Missmut war eine FPÖ-Veranstaltung vor gut einer Woche am Stephansplatz (derStandard.at berichtete). "Das war ein Missbrauch des öffentlichen Raums", sagte die Bezirksvorsteherin. Sie verstehe nicht, warum diese Veranstaltung außerhalb eines Wahlkampfes von der Vereinspolizei genehmigt worden war.

Der Stephansplatz sei ein kulturelles und religiöses Zentrum, so Stenzel. Man müsse nicht automatisch jedem Begehren stattgeben, sondern könne Veranstaltungen dieser Art aus Sicherheitsgründen untersagen und somit auf einen anderen Austragungsort verlegen. Touristen und Anrainer seien die Leidtragenden. "Es vergeht kein Wochenende, wo sie wegen des Lärms irgendwelcher Demonstranten nicht die Fenster schließen müssten", sagte die Bezirksvorsteherin - denn Besucher würden nicht nach Wien kommen, um sich plötzlich inmitten einer Parteiveranstaltung wiederzufinden. (mte, derStandard.at, 7.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 358
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Hudri Wudri
00
11.11.2011, 10:40
Dem Grundrecht

zu demonstrieren folgend waere eine demo-freie Zone also auch ein Ort ohne Grundrechte?

Super Saubär
11
10.11.2011, 14:08
Bezeichnend: Bei Demonstrationen schließt sie die Fenster!

Man will ja schließlich nicht gestört werden in Uschis kleiner heilen Biedermeier-Welt. Hauptsach, die Laterndln passen, von Problemen will man nichts hören ...

Biff Malibu
00
9.11.2011, 19:07
die geister, die sie (und die övp) rief...

blöd aber auch das der erste öffentlicher raum ist.

Schreck
01
9.11.2011, 00:37

Geh bitte. DIe Stenzel schafft es auch noch die absolut idotischste Kritik an der FPÖ anzubringen.

Demonstrationen sind ein wichtiges Recht. Wegen Unanehmlichkeiten dieses Recht zu verbieten ist abstrus.
Wir wissen alle, dass die Stenzel am liebsten hätte dass es im Ersten mucksmäuschenstill ist und er eher eine Art Freilichtmuseum ist. Eine völlig reaktionäre Vorstellung.

Bran Van
00
18.11.2011, 10:21

ich finde es ja allein schon eine frechheit eine demonstration mit einer werbeveranstaltung der blauen gleichzusetzen

Super Saubär
00
9.11.2011, 07:36
Ein Freilichtmuseum eher nicht!

Auch in einem Freilichtmuseum dürfen Sie keinen Alk trinken!

Reservenick 20 von 35
01
8.11.2011, 22:18
*Hick!* Sch*** Demos! *Hick!*

Morgen ist alles wieder gut, Uschi!

No, we can't!
02
8.11.2011, 22:05
Geht's eh noch???

Vor dem Kater am Morgen danach noch schnell eine demokratiepolitische Ungeheuerlichkeit absondern, gell?

Kommt ja auch einfacher über die Lippen nach 5 oder 6 Vierterln ...

Im Klartext: SIE werden über verfassungsmäßig verbriefte Rechte nicht bestimmen, SIE nicht! Und auch wenn mir die ständigen Demos auf den Geist gehen, so habe ich sie zu akzeptieren. Aus prinzipiellen Gründen. Anderswo werden nämlich Demonstranten erschossen - ich hoffe, das haben auch Sie zwischen zwei Vollräuschen en passant mitbekommen!

Paul Platon
00
8.11.2011, 19:15

oh die "demokratische partei" will das recht auf versammlungen und demos einschränken..hat sich noch nicht den humboldt-grundkurs "demokratie in österreich" besucht?!

was weisich
00
8.11.2011, 18:22
Am besten dagegen demonstrieren, Frau Stenzel

AlliGator
25
8.11.2011, 14:40
Die Frau Stenzel habe ich nicht gewählt - aber in dem Punkt hat Sie leider recht

Ich werde am Wochenende regelmäßig von Marathonläufern, Radrennfahrern oder sonstigen Paraden umzingelt.

Demos vor Parlament oder Rathaus hindern mich Abends regelmäßig am nach Hause fahren. Die Zeit der Donnerstagsdemos ist zum Glück schon zehn Jahre vorbei, aber es ist trotzdem lästig.

Vorgewarnt wird man nie, kann also nicht ausweichen oder geplanterweise Termine umplanen und Öffis benutzen.

Der Stephansplatz wird von den Effen, den militanten Tierschützern, Libyern/Syrern/Iranern regelmäßig besetzt, vor ein paar Wochen wurden sogar die neuen Steinplatten während einer Veranstaltung mit nicht abwaschbaren Slogans "verziert".

Bitte einfach öfter auf die Donauinsel ausweichen. Oder die Favoritenstraße. Oder sonstwohin...

clara77
11
8.11.2011, 18:35

"Marathonläufern, Radrennfahrern oder sonstigen Paraden". Lach. Einmal in der Woche Marathon muss schon sein, alleine um Sie zu ärgern!

AlliGator
00
9.11.2011, 08:19

:-)

Wien-Marathon, Frauenlauf, Skater-Marathon, Ö-Radrundfahrt, Harley-Treffen, Regenbogen-Parade, Techno-Festival, Life Ball... und ich hab sicher noch einige vergessen.

Nicht falsch verstehen - jede einzelne Veranstaltung finde ich super. Aber im Frühling fast jedes Wochenende? Und immer am gleichen Platz? Und unsere Polizei ist immer unfähig, eine Woche vorher die Sperren und Ausweichrouten bekannt zu geben?

Passiert leider zu oft.

Faeryl
10
8.11.2011, 15:29

ins aufmerksamkeitsnirvana? es hat einen sinn, warum ihnen gerade dort so viele demos auffallen ;)

AlliGator
01
8.11.2011, 17:14

Den Sinn verstehe ich schon. Mit etlichen Veranstaltungen sympathisiere ich auch, bei ein paar wenigen gehe ich auch mit.

Aber Wien ist groß und hat viele schöne Plätze und Straßen - eine bessere geographische Verteilung der Beeinträchtigungen fände ich gerecht und angemessen.

AbtreibungsstraffreiheitsbefürworterIn
10
8.11.2011, 21:08

absolut.

warum man immer die vollsten plätze nehmen muss, ist unverständlich.

wär so, als ob sich eine größere gruppe schaffner in eine volle ubahn wälzt um sie durch raussuchen der schwarzfahrer leerer machen zu wollen.

machens ja auch nicht, weil sie wissen, dass sie sich damit nur ärger mit den öffifahrern einhandeln würden.

den demonstranten dagegen sind die anderen bürger egal.

Seargent Pepper
20
8.11.2011, 14:35

hat die Frau Stenzel überhaupt einen Dr. Titel, oder zumindest ein Plagiat oo?

mike meyers
00
8.11.2011, 14:26

Wie kann man die Verfassung zur "Ausrede" degradieren? Und das von einer Politikerin, die sich mit der selben "Ausrede" die Freiheit genommen hat, bei Wahlen zu kandidieren...

Bluestone
00
8.11.2011, 14:13

Wenn die Bauern aus Unzufriedenheit den Ring mit Traktoren blockieren, dann ist das für die Touristen sicher besser mitanzusehen. Oder übersehe ich da Bauernnähe der ÖVP?

delysid
00
8.11.2011, 13:27

http://www.youtube.com/watch?v=Hl0f4jAw2fg

http://www.youtube.com/watch?v=_... re=related

Und die Mikl-Leitner is a um nix besser!

Bitte ÖVP-Frauen, bleibts bei eurer Profession:
http://www.youtube.com/watch?v=BOFXvz3w50k

Mark Syl
24
8.11.2011, 13:23
hm

sie ist einfach eine sehr sehr dümmliche zeitgenossin, die ultra-konservative ansichten vertritt. wenn ich das schon höre mit dem schutz der bewohner des ersten bezirkes. menschenmassen sind ständig im zentrum wiens, gerade eben am graben und am stephansplatz. kaum handelt es sich um demonstranten, wird auf einmal die lautstärke wichtig. das ist so verlogen und grauslich. wer im übrigen im ersten bezirk wohnt, weiß ja eh, dass er im zentrum der österreichischen metropole wohnt und muss das auch so derartig bewerten. diese frau ist sehr gefährlich für wien. schwierig, wie man solch letztklassige leute wie Stenzel von der Politik fernhalten kann. hab leider auch keine Lösung

blatt spin.at
04
8.11.2011, 13:19

jaja, man will halt im zentrum sein, aber kein zentrum sein.

Sabbelwakker
35
8.11.2011, 13:18
Die Stenzel

gehört ein paar mal mit dem nassen fetzten um den Dom gejagt. Die Stadt gehört uns allen und das inkludiert auch jene deren Ideologie wir nicht teilen. Einzig die instrumentalisierung des Domes an sich könnte man kritisch sehen. da sollen sich aber bitte die Pfaffen aufregen nicht die Stenzel.

Peter W01
00
8.11.2011, 13:15

Ich weiß nicht was die für ein Drama macht, ich lebe da in der Nähe an der Fensterseite und ich höre fast nie was wenn ich die Fenster schließe. Da ist der Schwedenplatz schon alle paar Wochen mal ein wenig lauter aber ich will ja schließlich auch fortgehen. Wenn man Demonstranten hasst ist es wahrscheinlich was anderes, Lärm wird nur vorgeschoben.

Ich jedenfalls gebe ihr den Tipp im Winter zu stosszulüften, dann verschwendet sie nicht so viel Energie und hört keine Demonstranten. Als Tourist freue ich mich normalerweise wenn in der Innenstadt was los ist.

Gabs noch ein "Argument"?

Top spin
00
8.11.2011, 12:56

die övp räumt wien auf !
stimmt, sie hat sich bei der letzten wahl selbst weggeräumt.

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