Japan vergibt Gratis-Visa für Fukushima-Touristen

7. November 2011, 16:07
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Reisen in die nordöstlichen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima künftig mit kostenlosen Visa

Tokio - Japan will mit kostenlosen Visa für Ausländer, die in das vom Erdbeben und dem Tsunami beschädigte Gebiet reisen wollen, den Tourismus wieder ankurbeln. Die Ausnahmeregelung gelte fünf Jahre lang für Visaanfragen ab dem 15. November 2011, teilte das japanische Außenministerium am Montag in Tokio mit. Das kostenlose Visum werde für Reisen in die nordöstlichen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima vergeben.

Nächtigung nachweisen

Auch bisher schon vergibt Japan kostenlose Visa für kurze Aufenthalte zu Geschäftszwecken oder für Touristen aus rund 60 Ländern. Staatsangehörige einiger Länder wie China, Russland oder den Philippinen können nach Japan aber nur mit einem kostenpflichtigen Visum einreisen, für das bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen. Um von dem neuen Angebot Gebrauch machen zu können, müssen die Antragsteller aus diesen Ländern eine Übernachtungsreservierung oder die Beförderung in die Region nachweisen.

Die Zahl der Japan-Touristen ist seit dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März bis Ende September um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Dadurch werden die wirtschaftlichen Probleme in dem asiatischen Land verstärkt, das bereits unter der Verteuerung seiner Währung Yen leidet.

Das Beben im März war mit einer Stärke von 9,0 das schwerste jemals gemessene tektonische Ereignis in der japanischen Geschichte. Es verursachte einen Tsunami und eine Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima. 20.000 Menschen starben oder wurden als vermisst gemeldet. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete um Fukushima verlassen. (APA/AFP)

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