Richtig eingestellte Skibindung reduziert Verletzungsrisiko

7. November 2011, 15:58
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Ein Drittel der Bindungen sind falsch eingestellt - ÖSV und Händler Einstellaktion mit Sportartikelerzeugern und -ausrüstern vom 7. bis 20. November

Wien - Während der Fahrt darf eine Skibindung nicht aufgehen, bei einem Sturz soll sie sich aber lösen, um Verletzungen zu vermeiden. Ob die Bindung das tut, was sie gerade tun muss, hängt von ihrer Einstellung ab, sagte Tomas Woldrich, Leiter des ÖSV-Breitensports, bei einer Pressekonferenz in Wien. Der ÖSV reagiert auf die Ergebnisse einer Studie und startet gemeinsam mit den Sportartikelhändlern eine Einstellaktion.

Viele Bindungen falsch eingestellt

Die Bindungen von 180 Skifahrern wurden im Februar 2010 in Serfaus in Tirol überprüft. Knapp mehr als ein Drittel der zufällig ausgewählten Bindungen sei damals falsch eingestellt gewesen, sagte Woldrich. Fast 18 Prozent der befragten Skifahrer gaben zudem an, dass sich ihre Bindung ab und zu unerwartet öffne, präsentierte der Leiter des ÖSV-Breitensports das Ergebnis. Die Studie zeigte auch, dass der sogenannte Z-Wert, der auf den Skalen der Bindung angezeigt wird, nicht unbedingt der tatsächliche Auslösewert sei.

Um Verletzungen zu vermeiden, rate der ÖSV daher dringend von einer Selbsteinstellung der Bindung ab. Die Werte sollten nämlich elektronisch überprüft werden, und das könne nur der Fachmann. Um die Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen, startet der ÖSV eine gemeinsame Aktion mit den Fachleuten. Noch bis zum 20. November werden die Skier um acht Euro geprüft und bekommen ein Siegel. Laut VSSÖ-Präsident Gernot Kellermayr nehmen "ziemlich alle Händler" an dieser Aktion teil. (APA)

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